Freitag, 28. Februar 2025

Krähen-Karma

 

Quelle: pinterest
Nicht, dass ich mich wiederhole! Oder doch? Unter dem Titel "Rate mal wer da hämmert?" habe ich am 20. Oktober 2017 schon einmal darüber geschrieben, dass ich glaube, Krähen nähmen gezielt Kontakt zu mir auf. Auch in meiner Jugend auf der Buchhändlerschule in Bergen-Enkheim hatte ich eine wochenlange Beziehung zu so einem schwarzen Schlaumeier.

Dass das Metzger-Ehepaar von jenseits der Kreuzung sie unterscheiden kann und es mit Namen benennt, liegt daran, dass es sie Generation um Genration um die Mittagszeit mit Leckerli versorgt. Aber was wollen die "Flattermänner*innen" heute Morgen in Scharen vor meinem Fenster? Oder was will der einzelne schwarze Schatten, denn jetzt nach so einer langen Pause wieder direkt von mir?

Da er so ein Riese ist, kann er nicht aus den Nestern flügge geworden sein, die wir während der vergangenen Jahre in der Robinie vor unserem Fenster beobachten und fotografieren durften. Dann hätte er mich ja auch schon häufiger besuchen können. Aber sein Flugmuster kommt mir von früher eindeutig bekannt vor.

Die Chinesen und überhaupt die Menschen in Fernost sehen ein Krähen-Karma ja nicht so überwiegend teuflisch böse wie der ehemals katholisch beeinflusste Westen. Dennoch ist es wohl eher der paranoide "Anflug" eines alten Trottels, der glauben möchte, es handele sich um einen gezielten Besuch des selben Flattermanns. Vom Alter her könnte es gewiss stimmen, denn Krähen werden leicht mal über 20 Jahre alt. Und von der Größe her übertrifft er aktuell alle je an der Kreuzung von mir gesichteten Krähen.

Bevor er über mir auf der Dachrinne im vierten Stockwerk landet, bereitet er direkt neben meinem Computer zum Bremsen und Auftrieb Erzeugen seine beachtliche Spannweite aus. Ich erschrecke immer vor der plötzlichen Verdunklung. Es ist, als wolle mir Graf Dracula an den Hals. Er könnte (ich denke, es ist ein Er) auch über dem anderen Schlafzimmer-Fenster landen, um im unverkennbaren Rhythmus seinen Schnabel zu wetzen und mit den Krallen hin und her zu kratzen. Nein, er landet, indem er erst kurz bevor er mich auch sieht, die Flügel öffnet.
Seit ein paar Tagen habe ich im Wohnzimmer zum Fernsehen meinen Platz gewechselt und sitze nun sichtbar direkt am Panorama-Fenster. Gestern haben die trumpschen Horrorgeschichte in den Nachrichten gerade begonnen, da gleitet er wieder unverkennbar in der Dämmerung direkt neben mir lautlos mit ganzer Spannweite zum Balkon vom Penthouse hinauf. Da er das dort zum ersten Mal so tat, zuckte auch meine Frau vor Überraschung jäh zusammen.

Wäre ich abergläubisch, wie unsere Vorfahren bis weit ins 20. Jahrhundert es waren, dann hätte ich vielleicht gedacht, er käme in seiner Eigenschaft als Bote des Todes oder um uns vor großem Unglück zu warnen.

Aber Dank unserer weltweiten Nachrichten-Vernetzung haben wir ja selbst längst gewusst, was uns blüht, wenn Trump erneut nach der Weltmacht strebt.
Dafür  bräuchten wir speziell also kein Krähen-Karma. - Unsere Politiker aber vielleicht schon. So wie sie jetzt "wie die Ochsen vorm Berg" stehen. 

Natürlich haben sie allein nur einen Grund. Sie sind auf Partner-Suche, um dann gerne ins gemachte Nest ihres Generationen-Baumes zu ziehen.

Mittwoch, 26. Februar 2025

War Niccolò Vordenker für Donald, Vladimir und Xi

Im Sommer übernächsten Jahres wird die Politik-Wissenschaft den fünfhundertsten Todestag des Niccolò di Bernardo dei Macchiavelli vermerken. Wieso glaube ich Laie also, gerade jetzt meine Beobachtungen zum Autor von "Il Principe" (Der Fürst) in diesem Post thematisieren zu müssen? Weil die Tagespolitik mich regelrecht drauf gestoßen hat! Ich erspare meinen Leserinnen und Lesern seinen detaillierten Lebenslauf und mögliche Beweggründe, wieso er selbst seine viel zitierten und oftmals falsch interpretierten Prinzipien zu "Il Principe" mit dem Traktat "Discorsi" konterkariert hat.

Quelle: wikipedia
Buchdeckel der Ausgabe von  1550
Mir geht es um seine zu Grunde liegende Kernfrage:

"Wie kann man in einer feindlichen politischen Umwelt erfolgreich sein, namentlich die Macht erwerben, sie erhalten und zu Größe steigern?"

Die meisten der gelehrten Text-Analysen sind lange vor dem jetzigen Zustand der Welt und dem Aufstieg ihrer drei Führer entstanden. Es wäre also endlich einmal eine Replik angebracht. Vielleicht reicht die Lebenszeit meines Historiker-Idols Heinrich August Winkler ja noch, die Parallel-Strukturen zu entschlüsseln, die mir aufgefallen sind.

Quelle: Thalia (auf Lager)
Die Finanz-Metropole  der "Alten Welt", Florenz, war in den Tagen der Entdeckung Amerikas in einem desaströsen Zustand - wie der gesamte Italienische Stiefel. Sich permanent bekriegende  Königreiche, kleinstaatlich agierende Fürstentümer sowie erste Republiken und Kirchenstaaten. Mitten im Florentinischen Fiasko sah dann auch noch der Sektierer Girolamo Savonarola seine Chance, aus politischer Verwirrung und Aberglaube im Machtrausch der Inquisition die bevorstehende Verdammnis anzukündigen. Eine religiöse Gegenbewegung wie heute der Islamismus mit IS- und Hisbollah-Terror?

Quelle: wikipedia
Der Stiefel am Ende des 15. Jahrhunderts

Ein vermeintlicher Freigeist, wie Niccolò musste da literarisch einfach in die Zwickmühle geraten. In Bewunderung für die Medicis und die Borgias verfasste er, der wegen seiner republikanischen Ideen sogar in Kerkern dieser Cliquen der absolutistischen Macht gefoltert wurde, quasi das Grundmuster seiner Ideen zur Erlangung der Alleinherrschaft. Aber nicht ohne sich im Gegenzug seinem republikanischen Gewissen mit den "Discorsi" ein eigenes Äquivalent anzubieten. Angeblich erschien "Il Principe" gedruckt erst einige Jahre nach Macchiavellis Tod.

Jetzt komme ich zu meiner Überschrift:
Natürlich gehe ich nicht davon aus, dass Vladimir Putin und Donald Trump "Der Fürst" jemals gelesen haben. Der eine war viel zu sehr damit beschäftigt, mit seinen KGB-Schulungen und erworbenen Geheimnissen im Windschatten des Säufers Boris Jelzin mit staatsmonopolistischen Kapitalismus Russland wieder zu einer Scheinrepublik nach seinem Vorstellungen der Macht zu machen. Von Donald Trump hingegen weiß man, dass er mäßig gebildet allein der Spur des Geldes gefolgt ist, um zum zweiten Mal - diesmal durch Milliarden schwere Kumpel besser auf Alleinherrschaft vorbereitet - ins Weiße Haus einzuziehen. Aber eigentlich darf in puncto Macchiavellismus bei meinem Vergleich auch der Dritte im Bunde, der Chinesische Potentat Xi  Jinping, nicht fehlen. Seinem Weg zur Macht waren ja der "Lange Marsch" und der sheng-wu-lien der Kultur-Revolution voran gegangen, die als Ausgangspunkt mit der heutigen Situation Chinas ideologisch wohl rein gar nichts mehr zu tun hatten. Das war das Massaker vom Tiananmen, 1989. Drei Jahre zuvor durfte ich im damals aufkeimenden Liberalismus ja noch selbst einen in Anting gebauten VW durch die Provinzen rund um Shanghai fahren. Das war da noch ein "großes Dorf"...

Quelle: tagesschau.de

Fazit:
Die Welt ist größer wenn nicht gar bombastischer geworden, aber ihr Zustand ist genauso desaströs wie Florenz es zu Beginn der "Neuzeit" war. Republiken sind rund um den Globus wackelig oder bereits im Niedergang. Es scheint, als habe Macchiavelli damals nur manifestiert, dass das Volk im Endeffekt keine Macht hat, wenn Mächtige sie allein für sich beanspruchen...

Sonntag, 23. Februar 2025

Das Bangen am Tag danach...

 ...ist für ein Rentner-Ehepaar vermutlich nicht so dramatisch wie für die Deutsche Spitzenpolitik. Wir, die wir auf den Abpfiff unserer Spielzeit warten, müssen in erster Linie schauen, ob wir bei diesem Unentschieden noch Kraft für eine Verlängerung mit womöglich abschließenden Elfmeterschießen haben. Die Kanzler-Kandidaten, die wochenlang arglos pfeifend im wildwuchernden Wald ihrer Wahlversprechen herum schwadronierten, müssen hingegen nun auf freiem Feld in jedem Fall nach Koalitionspartnern suchen, denen sie vorher harsch jede Fähigkeit zum Regieren abgesprochen haben.

Quelle: SWR.de
Lacht der Noch-nie-Amts-Inhaber zu früh?
Und warum ist der Bayern-König so gar nicht triumphierend?

Friedrich Merz zum Beispiel musste schon 24 Stunden später erfahren, dass die von ihm tot gesagte Linke nicht nur wieder auferstanden, sondern eine von nur zwei Parteien geworden ist, die Zugewinn verzeichnen konnte.

Scholz hat sich beim Volk in puncto Wertschätzung als Kriegskanzler für ein gespaltenes Land offenbar maßlos überschätzt. Vielleicht wird er der Zukunft noch dankbar sein, dass die Last des Amtes nun von ihm abgefallen ist.

Habeck und Baerbock hat der bewusste Verrat an früheren Idealen der Grünen auch nichts mehr genutzt. Da hätte der Söder gar nicht so austeilen müssen.

Dass Lindners Rückzug aus der Politik nicht das Aus der Ampel und damit den Abstieg der FDP lindert, wird sich bald durch die Bedeutungslosigkeit dieser Umfaller-Partei erweisen. Liberalen Werte sind viel zu wichtig, als dass man mit ihnen hätte pokern dürfen.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, denn Abschieben bleibt Weidels Thema, mit dem sie vor allem im bedrohten Osten gepaart mit dreisten Wirtschafts-Lüge stärkste Kraft wurde. Mit nun doppelter Zahl an Abgeordneten wird sie wohl den Pöbel-Stil der letzten Wochen im Parlament noch weiter auf NSDAP trimmen. Armes Deutschland!

Quelle: TAZ
Zeigt von links, wo es rechts weiter gehen könnte:
Linke-Fraktionsvorsitzende Heidi Richonnek

Die Wagenknecht ist viel zu steifgliedrig, um sich jetzt vor Wut in den Hintern beißen zu können. Nicht nur, dass sie die Linke nicht spalten konnte. Sie hat den Alt-Kommunisten auch noch eine kostenlose Kur verpasst, sich im Ansehen der Jugend rund zu erneuern. Die Geheimwaffen Ines Schwerdtner und Heidi Reichinnek wären bei ihrem Standing in den Social Media und den jüngsten Wählern zumindest für vier Jahre in der Lage die "beste Stiefmutter von Schneewittchen" als Märchen-Erzählerin in die Vergessenheit zu verdammen.

Quelle; www.zdef.de
Für die Linke "Geheimwaffe" als
Charme-Offensive in den Social Media:
Ines Schwerdtner

Für die "Fürsorglichste" und mich ist heute weder "magic" noch "manic" Monday. Uns beschäftigt eher, wie oft wir es noch per pedes zum Kreuzchen Machen ins hiesige Kulturzentrum schaffen. Nicht nur wegen der "Bürgernähe" sind wir nämlich gestern zu Fuß zum Wählen gegangen. Als Teilzeit-Italiener waren wir ja bislang in den vergangenen Jahrzehnten, auf die Brief-Wahl angewiesen.

Eigentlich müsste es ja Multi-Kulti-Zentrum heißen, denn im Wahlzentrum wimmelte es derart von "ethnischen Bundesbürgern", die gesellschaftliche Verantwortung übernehmen wollten, dass das Wort Re-Migration der bösen Alice bis zum Ersticken im Hals stecken geblieben wäre.

Fazit: Es hätte schlimmer kommen können - und es wird schlimmer kommen. Denn mit dem kommenden Kasperle-Theater wird es nicht gelingen, in die Dämmerung der Demokratie Erleuchtung zu bringen. Der allgemeine Personal-Mangel hat längst die hohe Politik erreicht. Aber wenn sie versagen, dann sind eben nie die Politiker schuld, sondern immer die, die sie gewählt haben...

Freitag, 21. Februar 2025

An der Ameise könnte der Mensch seine "Meise" erkennen

 Vermutlich geht es vielen meiner Leserinnen und Leser ähnlich. Beim Erwachen versuchen wir einen Gedanken zu fassen, der sich dann in einer "Kettenreaktion" ähnlicher Überlegungen in gang setzt. Nach einer dahin gedösten Nacht sann ich darüber nach, wie das derzeitige Verhalten von Donald Trump veranschaulicht werden könnte:

Quelle: 123RF
Ich sah einen Jungen, der beim Waldspaziergang auf einen Ameisenhaufen trifft und mit einem Stock beginnt, darin herumzustochern. Für einen Moment stört er das hochkomplexe Gefüge dieses Staates und ergötzt sich an seiner Macht und Zerstörung. Dann trottet er triumphierend lächelnd und arglos pfeifend weiter. Bliebe er aber noch ein Weilchen, bekäme er mit, wie emsig die kleinen Tierchen unverzüglich an der Wiederherstellung ihres Organisations-Schemas arbeiten. Der Bub ist noch nicht einmal raus aus dem Wald, da ist alles wieder wie vor seinem "Besuch".

Mehr als 14.000 erfasste Arten gibt es von dieser Gattung der Hautflügler. Forschende aber vermuten, dass es verteilt über die Kontinente die doppelte Zahl dieser Tierchen in höchst unterschiedlichen Größen gibt. Gemeinsam ist ihnen die instinktive  Ordnung in ihren Sozialstrukturen, Kommunikationswegen und Logistik bei der Nahrungsbeschaffung. 

Ich habe Ameisen und die nicht mit ihnen verwandten, aber in der Lebensweise ähnlichen Termiten an unterschiedlichen Plätzen dieser Erde erlebt und erkenne in ihrer Form der Staatenbildung eine Parabel für den "philosophischen" Umgang der Menschheit mit ihren Machthabern und solchen, die den Frieden von außen stören: Der Mensch lebt zwar immer länger, aber da er eben doch sterblich ist, erfährt er daher seine zukünftige Langzeitwirkung nie. Er ist aber auf der anderen Seite nicht in der Lage, dauerhaft aus der Vergangenheit zu lernen. Anhand all der untergegangenen Hochkulturen und der Unzahl kriegerischer Auseinandersetzungen hätte er doch längst erkennen müssen, dass ihm zum Erhalt seiner Arten die sogenannte Schwarm-Intelligenz fehlt, die viele Tiergattungen durch Jahrmillionen Überleben erworben haben.

Auch da lehrt uns die Geschichte: Aufgeblasene Egos und rücksichtloses Erobern lässt die Bildung einer Schwarm-Intelligenz zum Erhalt von Verhaltensweisen und Lebensgrundlagen nur temporär zu. Hat uns das wirklichen Fortschritt gebracht? Wir stehen trotz unseres angehäuften Wissens und der tatsächliche Fähigkeit, dies zu verhindern, am Scheitelpunkt der Industrialisierung kurz vor dem Kollaps unseres Klimas und einer weltweiten Vermüllung. Als Quintessenz bedrohen wir uns jedoch mit Nuklearwaffen, um Unrecht durchzusetzen, so es vorher partiell zumindest Rechte gab.

Meine Gedanken blieben bei meinen Feldzügen gegen die Ameisen-Invasionen in unserem ligurischen Domizil hängen. Einmal war eine klitzekleine Sorte so dreist, eine Straße von der Gasse hinauf zum 13 Meter höher gelegenen Wohnzimmer nur deshalb anzulegen, weil ich eine offene Packung mit Ballaststoff-Keksen am Fernseher liegen gelassen hatte. Diese Disziplin beim Gegeneinander im Rauf und Runter ohne Verkehrsstau, diese geniale Arbeitsteilung beim Zersägen und Abtransportieren der Krümel nötigte einem schon Respekt ab. Aber Invasionen muss keiner hinnehmen. Also griff ich - leider mit zu wenig schlechtem Gewissen - zu Sodapulver und Spray.

Quelle: wikipedia
1948 - 2015
Am Ende der "Ketten-Reaktion" meiner Gedanken tauchte dann jedoch die Erinnerung an eine Passage in dem Roman "Die Italienischen Schuhe" von Hennig Mankell auf: Der Protagonist lebt in einem Haus auf einer der Schären, und fand bei seiner Rückkehr einen Ameisenhaufen in seinem Wohnzimmer vor. Aber anstatt das Völkchen zu vertreiben, überließ er es ihnen zur Untermiete... Skandinavische Gelassenheit.
Mir brachte die Erinnerung an diese Schilderung den nötigen Frieden für diesen Text, den vermutlich noch nicht einmal ich so richtig begreife.
Quelle: Amazon

Mittwoch, 19. Februar 2025

"Kern-Spaltung" durch atomares Bedrohen

 Dass ausgerechnet jene Mächte, die uns vor 80 Jahren vom Faschismus befreit haben, jetzt wieder die lange in der Tiefe schlummernden Kräfte  freisetzen, erscheint von Tag zu Tag mehr wie ein längerfristiges Kalkül. Wir, die "Zauberlehrlinge der Demokratie", haben nach dem Krieg das gesellschaftliche Modell Europa durch Freundschaft mit einstigen Feinden zu einem Erfolg geführt, der entweder zu viel Neid erzeugt oder durch wirtschaftliche Macht als Bedrohung empfunden wird. Anders ist das "Förder-Programm" für die Rechtsnationalen nicht zu verstehen.

Quelle: Berlin.de

Strategisch betrachtet ist diese kleine Kern-Fläche der EU in Relation zu den Dimensionen der Supermächte ein Klacks. Ein Dutzend "strategische" Atomwaffen auf die Hauptstädte und Produktions-Zentren abgefeuert; und schon ist sie ausradiert, die freche "Alte Welt". Aber dann fehlte eben überproportional ihre immer noch eindrucksvolle Power. Vergleichsweise kleine Nationen auf diesem engen Raum produzieren ja zusammen so viele Güter, Forschungsergebnisse und Ideen wie der Rest der Welt. Vom Erwirtschafteten einmal ganz abgesehen. Auch da müssen dann eben Narrative für den vermeintlich bevorstehenden, ökonomischen Zusammenbruch immerfort herunter gebetet werden. Gerade melden die Statistiker, dass unser gebeuteltes und abgekanzeltes Deutschland trotz Rezession wieder mit seiner Volkswirtschat an dritter Stelle aller Nationen rangiert. https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/iw-rezession-deutschland-volkswirtschaft-100.html

Quelle: Event News Berlin

Ohne demokratische Widerworte wäre es deshalb für die Supermächte ein "gefundenes Fressen", wenn sie die "Vereinigten Staaten von Europa" spalten könnten, um aus ihnen mundgerechte Happen zum Einverleiben zu machen. Dass Putin ohne wirkliche Gegenreaktion in die Ukraine einmarschieren konnte, war nur der Auftakt zur Destabilisierung. Seit der Annexion der Krim 2014 droht er damit, den Dritten Weltkrieg zu entfachen. Dass das Vereinigte Königreich sechs Jahre später den Brexit vollzog, spielte ihm ebenfalls in die Karten. Und jetzt hat er in Donald Trumps zweiter Amtszeit einen ihm in punkto Größenwahn und Weltherrschafts-Träumen nicht hintan stehenden Antipoden gegen ein Europa, das ja nach dem Krieg mehr oder weniger "Eigentum der atomaren Schutzmächte" war.
Aber die Saat des Rechtsnationalismus ginge nicht auf, wenn an der ideologischen Schwächung in diesem Zeitraum nicht auch obszön gewachsene Weltkonzerne und ihre Bosse mit kapitalem Eigeninteresse beteiligt wären. Deshalb lassen der Präsident und seine Domestiken eben auch keine Möglichkeit aus, von der anderen Seite des Atlantiks bei Gehorsamsverweigerung mit Schutz-Entzug zu drohen. Wohl wissend, dass das Atomwaffen-Potenzial für eine Gegenwehr in Europa nicht vorhanden ist... De facto ist ja nur Frankreich Atommacht. Alle anderen Nuklear-Waffen 
sind stationierter US-Besitz mit einem Personal, das so lange die NATO besteht nur, schwer auszuweisen wäre.

Ich gebe zu, dass mir der Medien-Rummel mit den sich inhaltlich nicht ändernden, ständig wiederholenden Reden und Gegenreden der Partei-Spitzen vor dieser Wahl tierisch auf die Nerven geht, Aber wenn das Wahlvolk einmal kurz darauf schaut, was in den USA und Russland gerade abgeht, kann es doch schlussendlich keine Partei wählen, die uns beim Regieren in deren Arme triebe!

Quelle: rbb.24


Montag, 17. Februar 2025

Über die Isolation beim Denken

 

Quelle: wikipedia
"Le Penseur" vor dem
 Rodin-Museum
in Paris
Um als großer Denker in die Geschichte einzugehen, habe ich mir nicht genug Fundamentales ausgedacht. Ich war nie ein nachdenklicher Typ, aber ich habe oft dazu geneigt, ohne lange nachzudenken, meine Meinung zu äußern. Dabei war ich eben auch von der Zeit begünstigt, die dies im Gegensatz zu anderen Epochen ungestraft zuließ.
Ist das im Umkehrschluss eine Ursache? Kann einer nur Großes denken, wenn er dies allein unter Gefahr für Leib und Seele leistet?

Gerade beginn ich zu denken, dass der Welt wieder so eine Zeit machtvoll geistiger Unterdrückung blüht. Ein US-Präsident, der offenbar zu feige ist, nach dem Wirrwarr, den er anrichtet, vorerst Washington zu verlassen, wirft den Europäern die Einschränkung der Meinungsfreiheit vor, während er gleichzeitig Journalisten der weltgrößte Presseagentur Associated Press den Zugang zu Pressekonferenzen im Weißen Haus verwehrt. Braucht es einen besseren Beweis, dass die Vereinigten Staaten entweder einen ruchlosen Tyrannen als Führer gewählt oder einem komplett Durchgeknallten aufgesessen sind?

Wo könnte das verwöhnte "Millionärs-Söhnchen ohne jegliche Manieren" falsch abgebogen sein, um die Tugenden der United-States-Gründerväter derart gedankenlos mit Füßen zu treten? Fest steht, niemand erreicht so ein Amt ohne Steigbügelhalter. Da Trump offenbar selbst nicht nachdenkt, wenn er mit schief gehaltenem Kopf ergriffen seinen Lügen lauscht, sind die Speichellecker und Gewinnler aktuell die größte Gefahr für die Weltordnung, wie wir sie acht Jahrzehnte auch Dank den USA genießen durften. Die Rede des Vice-Presidents auf der gestern zu ende gegangenen SIKO konnte das nicht besser belegen.

Quelle: FAZ
Redet POTUS ohne nachzudenken,
oder folgt er einem teuflischen
Kalkül seiner Hintermänner?

Heißt das jetzt, dass wir uns ehrfürchtig oder gar ängstlich mit dem Denken in eine selbst gewählte Isolation zurückziehen müssen - wie das schon einmal so war? Ganz im Gegenteil: Die offenbar komplett  auf rechtsaußen getunten Social Media muss man jetzt unbedingt antagonistisch einsetzen, denn leichtsinniger Weise haben sie ja die Inhaltskontrolle nur in ihrem Sinne gelockert. Also ihr jungen Leute, die ihr gewillt seid, nicht nur im Mainstream zu denken, macht euch die Macht der Worte zu Nutze. Haltet dagegen, so lange es geht! Und vor allem wählt euch Regierungen, die sich trauen, gegen den Machtrausch von Donald Trump und seine Vasallen aber auch gegen Putins Tyrannei aufzubegehren!

Wenn Social Media angeblich
für alle offen sind, dann sollte
jeder auch versuchen,
sie seiner Meinung nach einzusetzen




Samstag, 15. Februar 2025

Als Narren durchaus hoffähig waren

 Wenn ein veritabler Chefredakteur aus einem privaten Partygespräch zitiert und das Gehörte dann im Wahlkampf zu einem Rassismus-Skandal hochpuscht, muss er auch akzeptieren, dass er damit einen Offenbarungseid in Sachen politischer - und allgemeiner Bildung offenbart.

Aber Herr Bundekanzler bei Ihnen scheinen die Nerven ganz schön blank zu liegen, seit Sie wissen, dass das Rennen um Ihre erneute Kanzlerschaft gelaufen ist! Auch auf einer Party muss man eben aufpassen, dass man dem politischen Gegner nicht die Möglichkeit gibt, beleidigt zu sein. Dabei hätten Sie die Legitimation durch die Geschichte bei der Verwendung des Begriffes "Hofnarr" durchaus auf Ihrer Seite gehabt.

Die Rolle eines Hofnarren war in Zeiten der absoluten Herrschaft von politischer Wichtigkeit. Als die, die den Mächtigen meist ungestraft in ironisch zynischer Sprache den Narren-Spiegel vorhielt. Also quasi einerseits Volkes Stimme - die Meinung der Machtlosen - an die Mächtigen übermittelte. Anderseits war der Hofnarr aber auch selbst Blitzableiter für gefährliche Launen, wenn Herrscher sich exemplarisch an den Jecken abreagieren konnten und damit andere vor ihrer Willkür bewahrten.

In Zeiten voller Aberglauben und Vorurteile war bei Hofe die "queere" Position für Kleinwüchsige, Hässliche oder Menschen mit Behinderung   quasi die einzige Möglichkeit, Karriere zu machen. Da möchte man sich fast wünschen der US-Präsident hätte so einen, statt seine Speichel leckenden Popanze in die Weltpolitik zu schicken, für die sie geistig gar nicht gewappnet sind

Francois de Cuvilliés der Ältere entwickelte sich auf diese Weise unter Förderung von Kurfürst Max Emanuel von Bayern auf seinem Karriere-Weg vom Hofzwerg zum großartigsten Baumeister des Barock.
Der der Legende nach unheimlich trinkfeste Hofzwerg Perkeo sammelte in den Kneipen von Heidelberg f
ür seinen Kurfürsten Karl III von der Pfalz bei Gelagen Nachrichten wie ein Geheimdienstler und wurde so zum bis heute hoch verehrten, historischen "Hüter des Großen Fasses".

Eva Seemann hat in Ihrem sehr lesenswerten Buch "Hofzwerge" viele solcher Karrieren mit historisch wissenschaftlicher Akribie zusammen getragen.

Quelle: wallenstei-verlag.de
 Aber wer eher ein Hofnarren-Panoptikum sucht, das mit leichtem Humor zu konsumieren ist, dem empfehle ich auch das Buch "The Jester" von Leslie Moore oder die Filme "Der Hofnarr", Klassiker mit Danny Kaye oder "Jabberwocky", Groteske der Monty Pyton Crew. Danach wird jeder eingesehen haben, dass "Hofnarr" keine Bezeichnung ist, wegen der einer beleidigt sein müsste.


                                             

Quelle: cinema.de
In "Jabberwocky" von den Monty Pytons verliert
der Hofnarr spektakulär seinen Kopf


Quelle: bücher.de

Freitag, 14. Februar 2025

Wenn die Schwarze Hand den Mond zerdrückt


Dieses Gedicht schrieb  Georg Heym im September 1911 kurz vor seinem Suizid mit 25 Jahren im Januar 1912. Obwohl es erst 1919 in der Text-Sammlung "Menschheitsdämmerung" erschien, gilt es bis heute als eine der treffendsten Weissagungen der Weltliteratur.

Die schwarze Hand am Mond: 12. Februar 2025
Aufgenommen von Claus Deutelmoser am Vorabend des Trump-Putin-Telefonats






 Der Krieg I


Aufgestanden ist er, welcher lange schlief,
Aufgestanden unten aus Gewölben tief.
In der Dämmrung steht er, groß und unerkannt,
Und den Mond zerdrückt er in der schwarzen Hand.

In den Abendlärm der Städte fällt es weit,
Frost und Schatten einer fremden Dunkelheit,
Und der Märkte runder Wirbel stockt zu Eis.
Es wird still. Sie sehn sich um. Und keiner weiß.

In den Gassen faßt es ihre Schulter leicht.
Eine Frage. Keine Antwort. Ein Gesicht erbleicht.
In der Ferne wimmert ein Geläute dünn
Und die Bärte zittern um ihr spitzes Kinn.

Auf den Bergen hebt er schon zu tanzen an
Und er schreit: Ihr Krieger alle, auf und an.
Und es schallet, wenn das schwarze Haupt er schwenkt,
Drum von tausend Schädeln laute Kette hängt.

Einem Turm gleich tritt er aus die letzte Glut,
Wo der Tag flieht, sind die Ströme schon voll Blut.
Zahllos sind die Leichen schon im Schilf gestreckt,
Von des Todes starken Vögeln weiß bedeckt.

Über runder Mauern blauem Flammenschwall
Steht er, über schwarzer Gassen Waffenschall.
Über Toren, wo die Wächter liegen quer,
Über Brücken, die von Bergen Toter schwer.

In die Nacht er jagt das Feuer querfeldein
Einen roten Hund mit wilder Mäuler Schrein.
Aus dem Dunkel springt der Nächte schwarze Welt,
Von Vulkanen furchtbar ist ihr Rand erhellt.

Und mit tausend roten Zipfelmützen weit
Sind die finstren Ebnen flackend überstreut,
Und was unten auf den Straßen wimmelt hin und her,
Fegt er in die Feuerhaufen, daß die Flamme brenne mehr.

Und die Flammen fressen brennend Wald um Wald,
Gelbe Fledermäuse zackig in das Laub gekrallt.
Seine Stange haut er wie ein Köhlerknecht
In die Bäume, daß das Feuer brause recht.

Eine große Stadt versank in gelbem Rauch,
Warf sich lautlos in des Abgrunds Bauch.
Aber riesig über glühnden Trümmern steht
Der in wilde Himmel dreimal seine Fackel dreht,

Über sturmzerfetzter Wolken Widerschein,
In des toten Dunkels kalten Wüstenein,
Daß er mit dem Brande weit die Nacht verdorr,
Pech und Feuer träufet unten auf Gomorrh.

United States of Absurdestan

Dass die USA vom eigenen Schuldenberg nahezu erdrückt, nicht mehr der "Zahlemann" für die Fehler der ganzen Welt  sein wollen: verständlich.

Dass sie für  den wachsenden Wirtschaftskonkurrenten EU nicht länger der Sicherheitsgarant sein wollen: plausibel.

Dass es ihrem Präsidenten jedoch egal ist, ob die Ukraine widerrechtlich erobertes Terrain an den Russischen Aggressor abtreten soll: unverzeihlich.

Quelle: New Statesman
"America first" oder "MAGA" sind kein egoistischer Wahn. So haben die Amis ohne eigentlich gewachsene nationale Identität schon immer gedacht - "When The West Was Won". Wieso sollte die älteste Demokratie der Welt in all der Globalisierung weiterhin Schutzmacht für den noch "freien Westen" und gleichzeitig auch überall "Tatort-Reiniger" durch Einsatz eigener Menschenleben sein? Dem Unmut, dass sich die NATO-Partner all die Nachkriegsjahre einen schönen Lenz unter dem Schutzschirm der Supermacht gemacht haben, musste irgendwann Rechnung getragen werden. Viel zu lang haben alle Industrie-Staaten verteidigungspolitisch ihre Deckung vernachlässigt. Da war der wirtschaftliche Schmerz auf einmal groß, als Putin seine verdeckten Aufwärtshaken einsetzte.

Geht der Westen ohne die USA in der eigenen Ecke stehend k.o.? Mal sehen, was da die SIKO für Perspektiven anbietet, die heute hier in München beginnt. Tatsächlich war dieser "Papier-Tiger" seit er vor 61 Jahren erstmals im "Bayrischen Hof" aus dem Käfig gelassen wurde, offenbar noch nie von solcher Tragweite. Bündnisse, Verträge und Verteidigungsabkommen - ja selbst die Vereinten Nationen könnten bald "obsolet" sein, da Donald Trump das moralische Pendel der US-Politik quasi angehalten hat.

Aus dem Gaza-Streifen eine "Riviera" für Kriegsgewinnler zu machen, dem kleinen NATO-Partner Dänemark Grönland entreißen zu wollen und über Zugeständnisse Putin zum Sieger in diesem verbrecherischen Landraub an der Ukraine zu küren, ist eben mehr, als durch Zölle unblutige Wirtschaftskriege für die im Endeffekt eigene Bereicherung vom Zaun zu brechen.

Quelle: Steam
Ab jetzt Weltpolitik im Western-Stil?
Trump im Showdown reloaded
Mit seinem All-in-Poker um die Weltmacht, für das er auch bereit ist, das Völkerrecht zu brechen oder gar zu opfern, riskiert POTUS unter genereller Entmachtung seiner Parlamente nicht nur zu Hause eine Verfassungskrise, sondern stellt den anderen Supermächten einen Freibrief aus, sich nach Begehrlichkeit am Buffett prosperierender Nachbarstaaten zu bedienen. Ist Putin einmal derart sanktioniert, hält er sich auch bei den ehemaligen Sowjetrepubliken nicht zurück, um sie "heim ins Reich zu holen"...

Was, wenn die wackelige NATO zerbröselt und beispielsweise Taiwan auf einmal für Trump genauso "weit entfernt" ist wie die von ihm jetzt anscheinend verratene Ukraine? Was, wenn auch Indien mit den Faxen von Pakistan und Bangladesch "fertig hat" oder Erdogan sich das Syrisch-Kurdische Öl unter dem Deckmantel "Schutzmacht" einverleibt?

Achtung Verschwörungstheorie:
Inzwischen muss doch jeder, der den Durchblick hat, denken, dass hinter der Begierde, sich Grönland einzuverleiben, keine Wehrstrategie steckt. Sondern Elon Musk und sein unstillbarer Hunger auf seltene Erden und andere Rohstoffe.  Er könnte die US-Klimakatastrophen-Verleugnungs-Politik dazu nutzen das Abschmelzen des grönländischen Inlandeises derart zu beschleunigen, dass genügend Bodenschätze für seinen rettenden Aufbruch ins All im preiswerteren Tagebau abzuschöpfen wäre.

Quelle: pixabay
Je schneller das Grönlandeis schmilzt,
desto leichter kommen Trump und Musk an
die darunter lagernden, enormen Bodenschätze

Was für ein Fake-Fuzzi, der sowas denkt! Aber dass Trump zum heutigen Valentinstag Kamala Harris mit Pestiziden belastete Rosen schickt, ist bei der allgemeinen Nachrichtenlage auch nicht ausgeschlossen.

Und wo ich schon mal bei Verschwörungstheorien bin: Nach dem Attentat gestern in München beschleicht mich bei aller Betroffenheit auch ein fieser Verdacht. Zu nahe sind die Anschläge vom Zeitpunkt her jeweils vor anstehenden politischen Entscheidungen gewesen, zu ähnlich der Tathergang und nahezu deckungsgleich die Profile der Migranten-Täter in prekären Existenzen, dass man nicht den Verdacht bekäme, das ganze könne auch aus dem Hintergrund "gesteuert" sein...

Dienstag, 11. Februar 2025

Exil ohne Ziel

 

Meine um sechs Jahre ältere Schwester und ich hatten dieser Tage ein ironisch spekulatives Gespräch.  Darüber, was wir für den Fall täten, wenn sich Merz nicht scherte, für eine Regierung mit absoluter Mehrheit doch eine Koalition mit der AfD einzugehen.

Sie erwarte im Sinner der Familien-Zusammenführung, dass ihre Tochter sie sofort ins Schweizer Exil hole, meinte sie mit einem gespielten Brustton der Überzeugung. Meine Nichte hat neben ihrer Österreichischen und Deutschen seit neuestem auch die Eidgenössische Staatsbürgerschaft samt Wohnsitz dort.

Quelle: tagesspiegel
Ach Clementine- du fehlst als
Sauberfrau der wieder
gespaltenen Nation!
Da könne ich wohl im Ernstfall nicht mithalten, weil mir auch das Geld für ein noch entfernteres Exil fehle, musste ich gestehen. Mir bliebe nur die Wahl zwischen Weidel und Meloni. Wobei mir Letztere zumindest niedlicher erscheint als die AfD-Frontfrau, die zur Not ja auch ein Schweizer Domizil hätte. Aber das ist eben Sauberkeit "nur oberflächlich betrachtet" - wie einst wenn man früher ohne Ariel gewaschen hätte. Die ekligen braunen Flecken im Unterkleid übersieht man bei all derer Eloquenz doch nur allzu leicht...

Als ich das Geschwister-Telefonat beendet hatte, lief mir dann doch noch ein eiskalter Schauer über den Rücken. Wenn meine als Redakteurin und ruhmreiche Journalistik-Lehrerin ebenso brillante wie reiche Schwester so "unrosig" daher kommt, dann muss in unserem Intellekt schon ein Schadprogramm wirken, aus dem uns dann auch kein KI-Bot mehr befreien könnte.

Quelle: freepik
Mit meinen Spleens vertraute Leserinnen und Leser werden anhand des fanatisch angewendeten Konjunktivs bereits erahnt haben, dass ich immer noch nicht ganz glaube, dass Friedrich Merz zum Steigbügelhalter des Deutschen Neo-Faschismus werden könnte. Aber die Vorstellung, ins Exil zu müssen wie viele meiner künstlerischen Idole in jenen braunen Tagen vor mehr als 80 Jahren, wirft doch immerhin die Frage auf:

Wenn ins Exil - wohin denn dann?

"The Land of the Free" - einst Anlaufstelle für viele Juden und anders denkende Intellektuelle und Kunstschaffende - kommt ja nun von Tag zu Tag unter dem Trump-Faschismus immer weniger in Frage. Könnten denn Juden aber heutzutage überhaupt noch blauäugig in Netanjahus Israel umsiedeln wie beim Exodus? Oder Freigeister auf der Suche nach ihrer einstigen Libertinage in die benachbarten Niederlande wechseln, die ja nun vom blond gefärbten Rechtsradikalen Wahlsieger Geert Wilders und seiner "Partij voor de Vrijheid" mitregiert werden? Von den Benelux-Staaten verdient doch nur noch Luxemburg wirklich ein prodemokratisches EU-Prädikat! Marine Le Penn, die Nazi-Schwester von Weidel und Meloni,  wird spätestens beim nächsten erfolgreichen Misstrauensvotum dafür sorgen, dass das "Leben wie Gott in Frankreich" ein anderes werden wird und der dreifarbige gallische Hahn im braunen Federkleid Parolen des "Front National" kräht. Und wer will sich als einfacher Exilant noch Schutz suchend in den Ostblock der EU begeben wollen, wo die Staaten wie auch Nachbar Österreich dort doch jetzt schon am liebsten Migranten an den Grenzen zurück weisen oder in Internierungslager stecken wollen?

Quelle: Stern
Lachen hoffentlich nicht zuletzt am besten.
Zumindest sind sie im Moment die Lautesten:
Die drei schrecklichen Schwestern des Schreckens

Für ein sicheres Exil bleibt nicht viel. Zumal selbst in Argentinien, dem einstig bevorzugten Auffanglager politischer Migranten jeglicher Couleur, jedem ein Kettensäge-Massaker durch Javier Milei droht, der den Kopf nicht schnell genug einzieht.

Machen wir es kurz: Die aktuelle Welt ist zu eng geworden und taugt nicht mehr für Menschen, die ein Exil suchen. Und da ich gewiss nicht mit dem zukünftigen US-Diktator Elon Musk als Unliebsamer ins All gedüst werden möchte, bleibe ich eben still und zitternd bei Dauerfrost hier in meinen Glashaus-Sessel gekauert und warte darauf, dass spätestens in drei Tagen ohne Probleme und trotz aller Wirren bei der einschlägigen Gesetzgebung die neue umweltfreundlichere (?)  Heizung eingebaut ist.
Bescheidenheit ziert eben allemal, wenn einer ohne Wahl und ohne "Alternative" ist!

Quelle: Reporter ohne Grenzen
Im Juni 2023 veröffentlichte
die Organisation "Reporter ohne Grenzen"
diese Karte mit den Fluchtwegen
von gejagten Journalisten.
Dass sie derart zahlreich die EU
anstreben könnten, ist genauso
fraglich, wie einst die Rolle der USA
als Anlaufstelle für kritischen Journalismus
oder Literaten, Schauspieler,
Wissenschaftler und jüdische Genies


Montag, 10. Februar 2025

Manic Monday!

1984 stürmte eine britische Girlie-Band weltweit die Charts, indem sie das typische Montags-Gefühl der arbeitenden Bevölkerung nach einem durchfeierten Wochenende besang: Manic Monday von den "Bangles" traf in den "Roaring Eighties" offenbar total den Zeitgeschmack.https://www.youtube.com/watch?v=SsmVgoXDq2w

Quelle: Wikipedia


Ausgerechnet jetzt wird überall eine britische Studie an rund 50.000 Befragten zitiert, die das damalige Gefühl absolut konterkariert. Nach ihr wäre der Lieblingstag heute der Montag, und die beste Tageszeit für gute Laune der Morgen.


https://www.msn.com/de-at/nachrichten/other/studie-zu-dieser-tageszeit-f%C3%BChlen-wir-uns-am-besten/ar-AA1yCAdG


Mein Leben lang hat mich das Montagsgefühl derart beschlichen, dass es in mir grummelte, bevor es überhaupt Samstag war. Das begann mit der Schule, wenn ich nicht genug gelernt hatte und setzte sich wegen der Ausbildung in einem ungeliebten und nie wirklich ausgeübten Beruf fort. Es verließ mich auch nicht als Wochentage als freiberuflicher Schreiberling überhaupt keine Rolle mehr spielten, weil Abgabe-Termine auch schon mal auf einen Sonntag fielen. Vermutlich war ich deshalb als Arbeitgeber zu lässig. Denn ich räumte meinen Mitarbeitern stets einen lockeren Umgang mit den Büro-Zeiten ein, weil die Erledigung der Arbeit das Ziel war und nicht etwa Zeit abzusitzen. Dadurch gab es keine Überstunden, und Wochenend-Arbeit wurde unmittelbar im Anschluss ausgeglichen...


Bis heute ereilt meine Frau und mich fast gleichzeitig immer noch das Montags-Gefühl obwohl ja im Alter ein Tag abläuft wie der andere und kaum noch Pflichten zu erfüllen sind. Allerdings plagen uns nun Arbeiten, die aufgeschoben aber nicht aufgehoben sind und so zu lästigen Pflichten werden, weil sie uns offenbar schon früher keinen Spaß gemacht haben. Für meine Frau sind das Buchhaltung und Ablage. Für mich ist es das Ausfüllen von Formularen und Anträgen. - Vor allem am Computer! Noch immer liegen unser beider Patienten-Verfügungen ohne Unterschriften wie Beton-Blöcke herum, und unsere Testamente sind auch noch nicht geschrieben, obwohl es langsam doch höchste Zeit wäre...


Genau in diesem Moment zielen die Wahlkampf-Worte des großen Vorsitzenden Friedrich Merz mitten hinein in unser durch Mangel an Produktivität  erzeugtes, schlechtes Rentner-Gewissen: Arbeit muss wieder mehr Spaß machen!


Leider neige ich dazu, bei Vorwürfen immer sofort in Opposition zu gehen. Deshalb habe ich herausgefunden, wie der künftige Kanzler durch fehl interpretiertes Zahlen-Jonglieren seinen Untertanen das Gefühl geben will, sie täten zu wenig für zu viel Geld. Im Prinzip unterstellt er, der "Millionario", der durch vernetztes Sitzen als Lobbyist in Aufsichtsräten reich geworden ist, da dem wirtschaftlichen Fußvolk, es müsse für weniger Geld fleißiger werden. Das ist der Gipfel der Arroganz!

Ich zitiere hier Auszüge aus einer Mitschrift:

Quelle: Tagesschau
Die parlamentarischen Tricksereien und ihr schön Reden
zeigen beim selbst ernannten Vordenker eines neuen
Arbeitsmarktes keinerlei Auswirkungen auf die Umfragewerte


Besorgt zeigte sich Merz über die Einstellung der Deutschen gegenüber Arbeit. "Wenn es eine unangenehme Unterbrechung unserer Freizeit bleibt, dann können wir den Weg weitergehen. Aber der führt in einen massiven Wohlstandsverlust.“

Merz warf die Frage auf, ob die Bürger künftig mehr Arbeitsstunden leisten sollten: „Wenn wir sagen, es ist ein Stück unserer Lebenserfüllung, ein Stück unserer Selbstverwirklichung, wir haben sogar vielleicht Freude an unserer Arbeit, dann können wir doch mal vorurteilsfrei die Frage stellen: Warum leisten wir heute eigentlich mit 45 Millionen Erwerbstätigen nicht mehr Arbeitsstunden als vor 30 Jahren? Da hatten wir sieben Millionen Erwerbstätige weniger.“

Unternehmen will Merz im Falle seines Wahlsiegs steuerlich entlasten: „Wir müssen eine große Steuerreform für die Unternehmen in Deutschland haben. Es geht so nicht weiter, die Unternehmen haben eine zu hohe Steuerlast und deswegen gehen ja auch viele ins Ausland.


Wessen Wohlstandsverlust? Den der Mindestlohn-Empfänger? Den der Renten-Einzahler nach einem langen Arbeitsleben? Nicht nur dass Merz bei den aufgeführten Zahlen allein auf den letzten Quartals-Bericht 2024 abhebt. Er verschweigt auch die Überstunden und Arbeitszeiten aus dem postpandemischen 2023.
Die liefere ich jetzt hier nach:
Im Jahr 2023 machten die Arbeitnehmenden in Deutschland rund 583 Millionen bezahlte und ca. 702 Millionen unbezahlte Überstunden.
Quelle:

 
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/76945/umfrage/ueberstunden-der-arbeitnehmer-in-deutschland-seit 2000/#:~:text=Bezahlte%20und%20unbezahlte%20%C3%9Cberstunden%20der%20Arbeitnehmer%20in%20Deutschland%20bis%202023&text=Im%20Jahr%202023%20machten%20die,%C3%9Cberstunden%20im%20Vergleich%20zum%20Vorjahr.


 https://iab.de/presseinfo/ergebnisse-der-iab-arbeitszeitrechnung-fuer-das-dritte-quartal-2024-es-werden-so-wenige-ueberstunden-wie-noch-nie geleistet/#:~:text=Dies%20geht%20aus%20der%20am,und%203%2C9%20unbezahlte%20%C3%9Cberstunden.

Quelle: Münchner Merkur
Sind Massenproteste wie beispielsweise  hier am 8. Februar auf der Theresienwiese in München
überhaupt von Belang für die wahre Stimmung im Lande?
Gerade weil Umfragen in Reaktion darauf immer weiter den Trend nach rechts außen manifestieren!


Freitag, 7. Februar 2025

Grünes "Warwashing"

 Jahrelang habe ich die Grünen gewählt, weil ich glaubte, ihnen das als anerkannter Kriegsdienstverweigerer und Pazifist schuldig zu sein. Dann kam ihr Sündenfall durch Außenminister Joschka Fischer (1998 bis 2005). Als der sein Amt nicht niederlegte und Deutsche Soldaten an den Hindukusch entsandt wurden.

Quelle: FAZ
Nicht nur, dass aus der Geschichte nicht gelernt wurde, im überhasteten Ende
hat Deutschland auch Dolmetscher und andere einheimische Hilfskräfte
der Taliban-Terrorherrschaft überlassen


Jetzt werden meine Leserinnen und Leser mich tadeln, weil ich doch selbst feststellen musste und es auch hier niederschrieb, dass mein Pazifismus ja auch nur die Tugend des daheim in Sicherheit Lebenden gewesen ist. Die Geschichte korrumpiert uns eben, könnte ich zur Entschuldigung vorbringen, aber so leicht möchte ich es mir doch nicht machen.
Sagen wir mal so: Ich hatte tatsächlich die "Strümpfe strickende Sonnenblumen-Mentalität" der ursprünglichen, grünen Basis, auch wenn die mitunter so albern daher kam. Aber das Kern-Anliegen war damals eben noch, die Welt vor dem Klima-Untergang und der totalen Vermüllung zu retten...

Quelle: FAZ

Obwohl mittlerweile alles eingetroffen ist, was die grüne Adelige Jutta Greta Armgard von Ditfurth damals wie heute predigt, führen die Grünen unter Robert Habeck einen Wahlkampf als Kriegspartei. In diesem scheinen die Umwelt, die Menschenrechte und der Klimawandel wohl als Themen nicht mehr vorrangig zu sein. Weil man gerne weiter koalieren will, werden gnadenlos bis zur Unkenntlichkeit "grüner Kernkompetenz" CDU/CSU-Inhalte übernommen. Vermutlich hat der Kanzler-Kandidat als Heizungs-Prophet derart eins auf die Nase bekommen, dass er von seinem altklugen Vorpreschen ablenken möchte. Aber die Stammwähler vergessen nicht. Vor allem wenn sie ideologisch gefestigter sind, als die Partei selbst, die so nicht mehr ernst zu nehmen ist. Dass ich das noch einmal erleben muss, dass ich Markus Söder zustimme, die Grünen zum Runderneuern in der Opposition und nicht auf der Regierungsbank sehen zu wollen...

Wie oft haben die Grünen anderen vorgeworfen, "Greenwashing*" zu betreiben. Jetzt wirft ihnen der Greis aus dem Glashaus "Warwashing" vor. Offenbar hat Schriftsteller Habeck gefehlt, als das Mischen von Farben im Kunstunterricht durchgenommen wurde. Sonst wüsste er, dass ein wenig Grün mit viel Schwarz gemischt nur die finstere Couleur des Militärs ergibt.

*Greenwashing oder Greenwash (englisch; wörtlich „grünwaschen“, übertragen: „sich ein grünes Mäntelchen umhängen“) ist eine kritische Bezeichnung für das Verbreiten von Informationen und Kommunikationsinhalten und für sonstige Aktivitäten, die bewusst darauf zielen, einem Unternehmen in der Öffentlichkeit ein umweltfreundliches und verantwortungsbewusstes Image zu verleihen, ohne dass es dafür eine hinreichende Grundlage gibt. (Aus Wikipedia zitiert).


So sieht viel Schwarz mit zu wenig Grün aus - Herr Habeck!

Mittwoch, 5. Februar 2025

Von der Gefahr, die Angst zu vergessen

 Muss ich wirklich an die Angst erinnern, die die meisten von uns in diesen Tagen vor drei Jahren hatten? Da standen Putins Kolonnen schon vor Kiew, und Olaf Scholz hatte gerade erst sein Amt unter  Bedingungen übernommen, wie kein Bundeskanzler sie je vorgefunden hatte.

Quelle: National Gegraphic


Quelle: DERSPIEGEL
Nun stellt sich so ein forscher Managertyp, der noch nie ein derartiges Amt ausgeübt hat hin und bezeichnet den ehemaligen Ersten Bürgermeister von Hamburg, den Vizekanzler unter Merkel und Bundesfinanzminister als "schlechtesten Kanzler aller Zeiten".
Zugegeben, sein beinahe autistischer Stil, zu kommunizieren, macht es nicht leicht ihn zu mögen, seine unerschütterliche Ruhe geht einem derart auf die Nerven, dass sich viele in seinem Umfeld wünschten, er könne ein wenig "Trump-Style". Wer meine Posts aus  2022 nachliest, weiß, dass ich der Dreier-Koalition mit der FDP von Anfang an misstraut habe. Zu oft haben sich die angeblich Freiheitlichen mit dem Faible "für besser Verdienende" in der Geschichte unserer Republik als "Umfaller-Partei" erwiesen.

Was wird bleiben von der verkürzten Amtszeit des "kleinen Klaren aus dem Norden"? Dass er zusammen mit Pistorius noch das Beste an der von seiner "Allerhöchsten adeligen Plagiatlichkeit" und dessen Nahfolgern zurück gelassenen, vernachlässigten Bundesverteidigung heraus geholt hat? Dass ihr schnelles Erstarken und die mehr als beispielhafte Unterstützung der Ukraine Putin auf die Bremse zwang?  Dass er die Rekord-Verschuldung unter diesen Umständen ins nahezu Unermessliche hoch trieb? Dass er im Ausland stets mehr Anerkennung und Unterstützung fand, als hierzulande? Dass er es viel zu lang mit dem eitlen Wadlbeißer Lindner ausgehalten hat, ehe er zu einem Machtwort bereit war? Dass er das - wegen seiner historischen Bedeutung - vom Teleprompter ablas und nicht in der Art von "Apprentice" schrie "You are fired"?

Das Narrativ, er habe in nur drei Jahren das Land an den Abgrund geführt, wird vermutlich in der Geschichtsschreibung haften bleiben, weil seine Nachfolger es weiter spinnen, weil sie ja ansonsten unter Trumps Gewaltherrschaft auch nichts wesentlich werden ändern können.

Ich bin nur ein wenig jünger als die Bundesrepublik und habe unverdienter Weise innerhalb ihrer Grenzen keinen Krieg erleben müssen - wie alle Deutschen Generationen zuvor dies erlitten haben. Aber sehr wohl kann ich mich an die Angst erinnern, die ich bei jeder Erschütterung des Weltfriedens durch die dann herrschende Stimmung durchlebt habe:
Bei der Niederschlagung des Ungarn-Aufstandes, beim Mauerbau oder als Cruschtschow in letzter Minute vor Kuba seine Raketen-Frachter abdrehen ließ. Bei der Ermordung Kennedys, bei der Niederschlagung des Prager Frühlings, während der hefigen Auseinandersetzungen zwischen Israel und Ägypten, dem schier nicht enden wollenden Vietnam- und dem "horrösen" Balkan-Krieg sowie den "Desert Storms"... Und dann nach all dem "Friede, Freude, Eierkuchen" beginnt diese Miniatur eines Zaren-Imitators aus fadenscheinigen Gründen einen Krieg gegen das Bruder-Volk, das im Super-GAU von Tschernobyl unter Herrschaft der niemals "glorreichen" SU fast schon einmal untergegangen wäre...

Quelle: NZZ
Auch die von außen als zusätzlicher Hinterhalt
 initiierte K-Frage war ein Sperrfeuer ohne Folgen

Was mir von Olaf Scholz persönlich in Erinnerung bleiben wird? Das ist nach drei Jahren Angst die Gewissheit, dass da zur rechten Zeit kein machthungriger Hitzkopf über reagiert hat. Er hat gegen all die böse Nachrede von "Besserkämpfern" dafür gesorgt, dass meine Angst wenigstens für 36 Monate halbwegs zu beherrschen war. Mal sehen, ob sein großmäuliger Nachfolger das auch hinbekommt. Immerhin hat er ja unsere Demokratie schon erheblich von innen beschädigt. Da bedarf es kaum noch eines zersetzenden Einflusses von außen. Aber was weiß denn ich schon!

Vielleicht kann ja - als letzte Hoffnung - Boris Pistorius seine viel versprechend begonnene Arbeit an unserer Landesverteidigung in einer neuerlichen GROKO fortsetzen...