Montag, 8. Juni 2026

Putins peinliche Petersburger Posen

Während die Untertanen in Ehrfurcht vor der Macht  erstarren, ruft ein unverblendetes Kind freimütig: "Der hat ja gar nichts an!" Hans Christian Andersens Märchen "Des Kaisers neue Kleider" ist auch heute immer noch eine treffende Parabel über den Distanzverlust von Menschen mit Macht.


Braucht es Kinder, die unbeeindruckt hinschauen, während die Alten beschämt zu Boden blicken, um möglichst nichts wahrzunehmen? Der Zweite Weltkrieg war gerade mal zehn Jahre vorbei . Ich glaube, da war ich gerade erst in die Schule gekommen, als ich zusammen mit meinem Vater am Bahnhof im "Aki" saß. Damals gab es diese Aktualtäten-Kinos noch, deren Programm nonstop rund um die Uhr lief. Eine ideale Zeitüberbrückung, wenn man zu früh dran war oder ein Zug Verspätung hatte. Jedenfalls zeigte "Fox tönende Wochenschau" einen alten Mann, der an einer stramm stehenden Reihe von Jungs vorbei ging und den einen oder anderen im Gesicht  tätschelte. Irgendwas muss ich so laut gesagt haben, dass aus den dunklen Reihen Stimmen laut wurden. Meinem Vater war das offenbar so peinlich, dass er mich aus dem Kino zog.


2004 fiel mir wieder ein, was ich damals wohl gesagt hatte, als ich den unvergleichlichen Bruno Ganz genau in dieser perfekt nachgespielten Szene des Films "Der Untergang" erlebte: "Muss der Mann da bald sterben -Pappi?"

Jetzt lebe ich schon so viel länger als Adolf Hitler, habe mit so vielen Texten, Bildern, Dokumentationen und Filmen mein Wissen über den anscheinend immer wieder nicht nur aufkeimenden Despotismus erweitert und begreife - wie damals als kleiner Junge - immer noch nichts.

Ist der Aufstieg solcher Menschen aus intakten Demokratien tatsächlich derart unvermeidlich, dass nur eine naive Betrachtungsweise sie entlarven kann?

Am Wochenende

zelebrierte sich Vlad Putin, Kriegsherr und "Zar aller Reussen von eigenen Gnaden" vor dem Rest der ihn noch fürchtenden Nationen auf dem Sankt Petersburger Wirtschaftsgipfel. 

Das allein wäre ja schon im Panorama der ausgedehnten Sanktionen wegen seines Kriegs gegen die Ukraine skurril genug gewesen. Aber als schlösse sich gemäß der asiatischen Philosophie nun langsam Putins Lebenskreis, ließ die Ukraine auf die Stadt seiner Geburt und seines politischen Aufstiegs Drohnen und Raketen regnen. Rauchsäulen stiegen auf, wo doch überlegene Weltmacht demonstriert werden sollte.

Ich bin ja weder Analytiker noch Psychologe, aber auf jedem Video-schnipsel und egal in welcher selbstsicheren Pose sah ich danach einen Mann, der ahnt, dass ihn Ort und Zeitpunkt des Angriffs in doppelter Hinsicht getroffen haben. Er musste sogar davon ausgehen, dass seine illustren Gäste genüsslich dabei zusahen, wie ihm Pose um noch peinlichere Pose Zacken aus der Krone brachen. Er stand trotz Pomp gewissermaßen ohne Kleider da...

Waren das Zeichen, die den Rest der Welt hoffnungsfroh stimmen sollten?  - Ganz im Gegenteil! Die Geschichte lehrt uns auch da, dass das wutgesteuerte, verletzte Ego eines kleinen, machtgeilen Mannes das Leben gerne bis zum Untergang ausreizt...

Donnerstag, 4. Juni 2026

Wenn der "Wertebasierten Ordnung" sowohl die Basis als auch die Ordnung fehlt

Schade, dass es nicht wehtut, wenn den Politikern ihre um Gewicht ringenden Worte auf die Füße fallen. Sonst hörte vielleicht die  pseudointellektuelle Verklausulierung zu Lasten der Verständlichkeit endlich auf.

Quelle: Tagesschau

Gut, nun sitzen wir alle belehren wollenden Deutschen wieder einmal nicht in dem Gremium, das ich an dieser Stelle schon als UNsicherheitsrat verballhornt habe. Was ist denn so erstrebenswert mit jenen kriegstreiberischen Mächten an einem Tisch zu sitzen? Seit bald einem Jahrzehnt bewegt dieser Sicherheitsrat der "Vereinten Nationen" gar nichts mehr, wobei er schon vorher wenig bewirkt hat. Denn die Supermächte können ja gegen alles, was ihnen nicht passt, ein Veto einlegen und das mit ihren zu Narrativen gewordenen Lügen ungestraft (Von wem auch? - wo ja selbst der Internationale Strafgesetzhof nur ein Papiertiger ist) untermauern.

Da kann sich einer wie unser Außenminister doch nur lächerlich machen, wenn er die Bewerbung seines Landes aufgrund der Wahrung einer regelbasierten Ordnung zum Erfolg führen möchte. Wo so einer Ordnung weltweit doch zunehmend die Basis fehlt, weil reihum gegen Regeln wie jenen des Völkerrechts quasi routinemäßig verstoßen wird.

Das Paradoxon der Bewerbung Deutschlands für den Sicherheitsrat wird immer wieder offenbar, wenn man sich vergegenwärtigt, dass sich die UNO ja nicht zuletzt auch aus dem "Völkerbund" formiert hat, weil Deutschland zuvor zwei Weltkriege  entfacht hatte.


So lange Schurken wie Trump, Xi und Putin gegen die Ächtung ihrer Verbrechen nur ein Veto einlegen müssen, ist der UN-Sicherheitsrat obsolet. Es ist fraglich, ob er sich ohne eine krasse Verschiebung der Weltordnubg oder einer Selbstreinigung der Großmächte überhaupt runderneuern ließe. Also was sollte außer dem Gefühl nationaler Wichtigkeit an einem Platz in dieser fragwürdigen Runde überhaupt Sinn ergeben?


Mittwoch, 3. Juni 2026

Von Einkommens-Scheren und Gender-Gaps

Er war möglicherweise einer der letzten SPD-Politiker mit Charisma . Der ehemalige Vize-Kanzler und  heutige Vorsitzende der "Atlantik-Brücke": Sigmar Gabriel.


Vorgestern in einer Gesprächsrunde von "Hart aber fair" wurde er als Vater gefragt, wie er denn heute die Zukunft seiner Töchter sähe. Dabei gestand er zunächst freimütig ein, dass seine Politiker-Generation nicht in der Lage gewesen sei, die Weichen rechtzeitig zu einer Erhaltung der Verhältnisse zu stellen. Jetzt müsse er seine Töchter eben darauf vorbereiten, dass die Lebensumstände sich auf Dauer nicht verbessern werden.

Daran sollte der derzeitige Kanzler sich samt seinem Kabinett doch mal ein Beispoel nehmen. Aufhören mit der scheinoptmistischen Schönfärberei, sondern mutig zugeben, dass wir bis zum Hals im Schlamassel stecken, aus dem wie nur herauskommen, wenn wir in frühere,  in der Nachkriegszeit bewährte Überlebensmodi wechseln!

Wir müssen uns endlich vornehmen, die "Wir-schaffen-das"-Phase  dringend für die Frage "wie überleben wir das?" zu verlassen.

Die vielen gleichzeitigen Kriegshandlungen allein sorgen ja schon für schwer auszugleichenden Umweltschäden. Da können wir doch erst recht nicht die Zügel bei den Klimazielen schleifen lassen.

Dass Kriege und Krisen seit jeher die Armen immer ärmer und die Reichen noch reicher machen, ist eine Tatsache, die es umso dringlicher verlangt, die sich immer extremer  klaffende Einkommensschere vorzunehmen.


Unverhälnismäßigkeit beim Verteilen des Verfügbaren ist Wegbereiter für radikale, oft Demokratie vernichtender Strömungen. Wenn auch nur gefühlter Mangel oder dann bald real existierender Hunger politische Strömungen auslösen, kommt unweigerlich Gewalt ins Spiel.
Wie aus Roten
plötzlich Schwarzhemden
wurden, lehrt uns
Italiens Geschichte

Käme es wieder zu so einem Flächenbrand, erübrigt sich auch die Aufgabe, Töchter auf die zerstörten Lebensbedingungen einzustellen. Genauso wie die Diskussion über die Gleichstellung von Mann und Frau oder den Gender-Gap. Denn nach den Katasrophen sind es doch sowieso wieder  die "Trümmerfrauen", die für das Überleben das Kommando übernähmen.

Während ich das schreibe, ist mir der Roman "Canale Mussolini" von Antonio Pennacchi eingefallen. Das ist gewiss kein einfacher Buchtipp. Dazu ist das 2010 mit dem Italienischen Buchpreis ausgezeichnete Werk zu sperrig! Ein alter Mann erzählt in Umgangssprache einem imaginären Visavis, wie es vom "Novecento" bis heute aus seiner Sicht zu allem kam. Wie Männer ihre politische Ansichten durch die jeweiligen Lebensumstände und Kriege veränderten. Wie mangelnde Bildung und Ernährung den Lauf  der Zeit prägten. Und wie es letztlich  die Frauen waren, die dafür sorgten, dass es immer weiter ging und sich dann doch so wenig in Richtung dauerhafte Vernunft änderte...




Montag, 1. Juni 2026

Über die "Öffentlich Schrecklichen"



 Vielleicht ist ja so eine erzwungene Auszeit vom Computer mal ganz gut. Nicht, dass ich vom Streamen und Surfen im Netz abhängig oder gar süchtig geworden wäre, aber beruhigend ist es doch,wenn einem klar wird, dass man heute so gut wie nichts mehr versäumt, wenn der Fernseher mal ausbleibt.

Die mittlerweile stattliche Zahl der öffentlich rechtlichen Kanäle mit ihrem regionalen Zuschnitten gaukeln dem Fernseh-Publikum ja die Vielfalt für die hohen Gebühren nur vor. Wer wie ich ohne Vorschauen wahllos durchs Programm zappt, erkemnt schnell, welch hoher Anteil an Wiederholungen und Ollen Kamellen den Begriff Rentner-Fernsehen geprägt haben.

Das ewige Leben
in der Schwarzwaldklinik

Obwohl wir mittlerweile

 vermutlich wirklich  programmdemoskopisch den Löweanteil zum "Sehverhalten" beitragen, dürfen uns die Programmdirektor*innen doch nicht alle für dement oder grenzdebil halten.

Erschossen
weiter leben.
Die Soko Leipzig
macht's möglich

Was sollen denn die ganzen über Kreuz Mahrfach-Ausstrahlungen,  wo doch mittlerweile sogar Regionales in den Mediatheken zum Abruf mit der "grünen Taste"auf der Fernbedienung verfügbar wäre?..

Für die in den letzten Wochen erfolgte Häufung von Produktionen Anfang der 20er Jahre hat meine Frau einem lustigen Begriff geprägt: Sie nennt sie Korona-Krimis und macht sie an gleichermaßen spärlicher Besetzung und düsterer Handlung fest.

Dabei hat sie es noch gut, weil sie vor allem bei Serien einzelne Folgen einfach nicht - ihre Erinnerung  belastend - im Kopf behält. Wenn ich mit ihr ausnahmsweise gemeinsam schaue, verderbe ich ihr gern den Spaß, indem ich für sie anhand von Personal, das längst aus der Serie ausgeschieden ist die Wiederholungen entlarve.


Die beliebten Barnabys gibt es in doppelter Ausführung und gleich im Dreierpack also abendfüllend!?

Das mit den Wiederholungen wird noch perfider, wenn zur Kosten-Kompensation die aktuellen Handlungsstränge auch noch durch altes Material "gestreckt" oder gar vermischt werden.


Politische Formate und sich ätzend ähnelnde Talkrunden schaue ich mittlerweile alleine, weil die Holde trotz Hörgerät dem undisziplinierten Durcheiandergerede akustisch nicht mehr folgen möchte. Sie werden zudem so spät ausgestrahlt, dass sie sowieso meist schon schlafen gegangen ist. Davon muss ich ihr dann beim Frühstück in geraffter Form berichten.

Wirklich ärgerlich ist jedoch, dass oft nach dem ganzen Herzschmerz-  und der kulminierten "Kriminalität" tagsüber erst zu nachtschlafender Zeit Filme von echter Qualität gesendet werden.


Wieso ich nicht von den anderen Sendern schreibe? Schaut euch doch nur  mal so Verblödendes wie  "Dschungel-Camp" oder "Bauer sucht Frau" an! Wenn sich die Öffentlich Rechtlichen weiter an solchen Peinlichkeiten zum Fremdschämen  orientierten, dann müssten sie dereinst in die "Öffentlich Schrecklichen" umgetauft werfen.


Und ob das derzeitige Kinder- und Jugendprogramm noch die Smartphone-Kids und die Gamer-generation ohne durch KI aufgemotzte Inhalte erreichen wird, ist wohl schon  bald eine Existenzfrage. Die Freunde meines Enkels, der im Herbst aufs Gymnsium geht, schauen schon jetzt nur noch Livesport im TV. Ansonsten bedienen sie bereits souverän Programme, mit denen sie ihre Kreativität beispielsweise am 3D-Drucker ausleben: Wie diese Ente an meinem Schlüsselbund beweist.








Freitag, 29. Mai 2026

Vom Vernrenner-Fetisch


Wie im vergangenen Jahr ist es in München jetzt schon wieder heißer als bei der Rest-Familie, die von der Dachterrasse unseres Hauses in Ligurien täglich pure Lebensfreude im  Family-Chat postet.

Natürlich sind wir neidisch. Vor allem auf die Ruhe. Denn bei 30 Grad  müssen wir im Glashaus alle Fenster aufreißen.

In der kalten Jahreszeit hören wir bei geschlossenen Schallschutz-Fenstern so gut wie nichts vom Verkehr. Allenfalls ein leises Rauschen. 

Jetzt lernen wir schmerzlich ,dass unsere Strsßenschlucht in den Abend- und frühen Nachtstunden zum Tal des Donners wird. Irgendwo am Nordende der längsten Straße Münchens haben offenbar Tuner von Autos und Motorrädern ihre immer noch erfolgreichen - und von diesem Multkulti-Viertel stets  enorm frequentierten Werkstätten. 


Und offenbar sind die Ampelschaltungen in einer Frequenz, Die unsere Kreuzung zu einer Art Startlinie für Beschleunigungs- und Lautstärke-Tests macht. Jedenfalls ist es kaum vorstellbar,  dass derart lärmende  Boliden durch den  nächsten TÜV kommen. 

Ich will hier als alter Depp nach einem Leben als Auto-Saulus nicht den Bremsen-Paulus geben, Dafür habe ich meine diversen Sportwagen viel zu sehr geliebt und oft verbotener Weise auch entsprechend ausgefahren. Aber wirkt der Fetisch Auto-Tuning kurz vor dem zwar noch einmal nach hinten verschobenen Verbrenner-Aus und Dank der Hormus-blockade verstärkten E-Trend nicht ein wenig ewig gestrig?

Gut, die E-Mobiltät verspricht kein lautes Rülpsen von aufgebohrten Auspüffen, aber möglicherweise eine Verbesseung der Atemluft. Nicht zu vergessen, dass bei weniger stylish in die Luft gepusteten Sprit auch mehr Netto vom Brutto auf der Debit-Card bleibt. 

Und wer dann mit seinem jeweiligen fahrbaren Untersatz noch unbedingt auffallen möchte, kann ja immer noch zur Kunst  an der Karosserie wechseln...








Mittwoch, 27. Mai 2026

Eine "Entzücklika", die auch einen Agnostiker mitnimmt

Um Erlösung zu bringen, 
müsste 
der Glaube
zunächst hinter
seinen Gittern 
hervorkommen


 Der vierzehnte Leo scheint allemal  mit seiner politischen Präsenz für Überraschungen gut zu sein. Nicht nur, dass er nach langer päpstlicher Sendepause eine sehr radikale Enzyklika ausgerechnet an Pfingsten vorstellte. Er trug ihre Kernthesen auch persönlich vor. Und zwar nicht im üblichen, heiligmäßigen Singsang, sondern kernig und bewusst staatsmännisch.

Ich werde die Enzyklika vermutlich nie ganz lesen, bin aber als Agnostiker überzeugt, dass da in dieser dunklen Zeit ein echter Pontifex Maximus auf dem Heiligen Stuhl sitzt. Einer,der es vermag, Brücken zu bauen während sein scheinheiliger Landsmann im Weißen Haus sie gerade weltweit einreißt.

Dass Leo derart vor zuviel KI warnt und  gleichzeitig die Tech-Milliardäre anprangert, die sie um noch mehr Geld zu scheffeln forcieren, wird ihm vermutlich keine Gläubigen zurück bringen, Aber zu stabiler Substanz-Sicherung taugt seine Enzyklika bestimmt.

Tatsächlich sind KI-generiert durchaus verführerische "Ersatz-Religionen" denkbar, die mit neuem Seelenheil das Blaue vom Himmel versprechen könnten. Je nach Ausrichtung der Emotionsfallen statt Buße zu verlangen, im Gegensatz eben fanatische Opferbereitschaft auslösen.

Vor diesen Alpträumen kann die, die "im guten Glauben sind" nur Konfession mit Konzept befreien. Im Stil seiner Enzyklika - wenn er ihr denu  kirchenpolitisch treu bleiben kann - könnte Leo XIV sogar über die Katholische Kirche hinaus zu einer Art Messias werden...


Montag, 25. Mai 2026

Lohnt sich das denn noch?

Schwarz an sich 
Ist ja schon triste,
aber schwarz bleibende
Displays sind einfach
nur deprimierend!


 Manchmal kommt alles auf einmal. Eigentlich sollten wir schon längst den Wechsel nach Italien vorbereitet haben. Nach Pfingsten wollten wir die Familie auf der Burg treffen. Nun haben sich gleichzeitg das Auto und mein Laptop verabschiedet. 

26 Jahre hat das Auto meiner Frau  uns weitgehend ohne Mucken zwischen unseren Wohnsitzen hin und her transportiert.  Noch ein neues Getriebe hätte sich nicht mehr gelohnt. 

Die Fürsorglichste all meiner Ehefrauen hat auch in den Beziehungen zu ihren fahrbaren Untersätzen immer eine vermenschlichende Innigkeit und Zuwedung walten lassen. Vielleicht war ja das ausschlaggebend, wieso ihr Auto zehn Jahre länger gelebt hat als meines von der gleichen Marke...

Leider bin ich kein Heger und Pfleger. Meinem vom Sohnemann eingerichteten Laptop habe ich keinerlei Schonung und Zuneigung zukommen lassen. Deshalb hat er mich mitten in der Vorbereitung zu Kanes Hattrick per Elfmeter im Pokalfinale ohne vorherige Ankündigung mit Knall und eingefrorenen Bildschirm auf immer verlassen.

Jetzt tippe ich in mein Szeinzeit-Smartphone, um meine Gedanken zur Vergänglichkeit der Dinge zu sammeln. Und schon kommt die Erinnerung an meine vor zwanzig Jahren verstorbene Mutter hoch. Sie hat meinen um zehn Jahre älteren Vater um 16 Jahre überlebt, machte aber schon  ein paar Jahren nach seinem Tod keine Anstalten mehr, Verschlissenes durch Neues zu ersetzen. Dabei wurde sie 86! Ihr Spruch: Das lohnt sich ja nicht mehr!

 Er kam jedes Mal, wenn wir ihr etwas Neues besorgt hatten.

Wir waren in diesen Tagen auch nahe dran, ihn anzuwenden. Zumal ja ein Vierteljahrhundert vergangen war, in dem uns der technische Fortschritt in punkto Ab- und Abmeldung von Autos und neu Einrichten vom Computern digital erbarmungslos abgehängt hat.

Mag sich unsere Abreise auch deshalb verzögern  und meine Leserinnen und Leser das Textgestopsel meiner Posts vom Smarty ein paar mal noch auf die Nerven gehen. Wir halten durch und arrangieren uns mit den Herausforderungen des Alters, denn das lohnt sich eben doch allemal !