Mittwoch, 18. Februar 2026

Aschermittwoch: Alles vorbei oder immer auch neu?

Der Umstand, dass die närrischen Tage vorbei sind, weckt von jeher eine Wehmut, die die Politischen Parteien dazu nutzen,  aufeinander einzudreschen. Das hat genauso Tradition wie die Büßerkreuze aus Ruß  auf der Stirn Gläubiger  als Zeichen, dass nun die Fastenzeit beginnt.

Quelle: katholisch.de
Für mich waren seine wechselnden Daten vor allem deshalb ein Phänomen, weil ich am Aschermittwoch 1949 geboren wurde, der auf den 2. März fiel. Das passiert merkwürdiger Weise nicht allzu oft - und wenn - häufiger in Jahren mit Schnapszahlen. Zum letzten Mal war das 2022, was ohnehin durch Corona, von weiteren Überlegungen ablenkte. Da meine nächsten Aschermittwoch-Geburtstage erst 2033 und 2044 stattfinden werden, bei denen es fraglich ist, ob ich noch am Leben bin, bitte ich um Nachsicht, dass ich das Thema hier und heute - an einem Aschermittwoch -abhandle.

Als Aschermittwochs-Kind muss man sich im Familienkreis und von Bekannten oft verächtliche Bemerkungen gefallen lassen, weil trotz christlicher Gläubigkeit, dem Beginn der Fastenzeit irgendwie ein Makel anhängt. Dabei war ich direkt nach der Währungsreform ein Prachtkind von elfeinhalb Pfund Gewicht, Angeblich hatte ich schon Zähne und kam offenbar wegen der Mangelzeit auch zwei drei Wochen zu spät. Bei den Kriegsgeburten meiner Schwestern hatte meine Mutter keine solchen Probleme.

Fotos: Claus Deutelmoser
Wer Fische fischt, muss sie auch zubereiten können

Der "köllsche" Lieblings-Opa - ebenso agnostisch wie der Rest der Familie - sang mir, wenn ich in späteren Jahren unartig war, immer mal Zeilen aus dem Lied von Jupp Schmitz vor, das ich unten eingefügt habe. Da ich ebenso wenig an Gott glaube wie an Astrologie, fand ich es trotzdem immer witzig, wenn zum Sternzeichen Fische Charakter-Eigenschaften beschrieben wurden, die zutrafen. Dass ich Fisch als Protein-Lieferant Fleisch immer vorzog, hat damit allerdings nichts zu tun. Dennoch wird bei uns am Aschermittwoch Fisch zubereitet und jeden Freitag essen wir nicht wegen der Fastenzeit auch entweder  Fisch oder gleich ganz vegetarisch.

Hier also, was ich mit Hilfe von KI zu mir lange gestellten Fragen herausbekommen habe:

Der Brauch des Politischen Aschermittwochs entstand aus einer Mischung von Viehmarkt-Tradition, Wirtshauskultur und parteipolitischem Schlagabtausch, primär in Niederbayern. Die Wurzeln liegen im niederbayerischen Vilshofen an der Donau. Bereits seit dem 19. Jahrhundert (teilweise wird 1886 genannt) trafen sich Bauern und Viehhändler am Aschermittwoch zum traditionellen Viehmarkt.

Quelle: Stadt Vilshofen
Urquell Bayrischer Demokratie:
Der Viehmarkt im Niederbayrischen 
Vilshofen

Wirtshauspolitik: Nach dem Viehmarkt kehrten die Bauern ein. Dabei wurde nicht nur gegessen, sondern auch über die „königlich-bayerische Politik“ diskutiert und Dampf abgelassen. Es war ein Tag, an dem man nach den Faschingsfeiern "deftig" und mit starken Worten Kritik äußerte.

Soviel zu Fastenzeit und Fleischeslust!

Aschermittwoch fällt deshalb auf so unterschiedliche Daten, weil er direkt vom Osterfest abhängt, dessen Termin jedes Jahr zwischen dem 22. März und dem 25. April variiert. Als Beginn der 40-tägigen Fastenzeit ist der Aschermittwoch immer exakt der 46. Tag vor dem Ostersonntag. 


Am Aschermittwoch ist alles vorbei

Lied vom Jupp Schmitz


Trink auf die Freude, denn heut ist heut

Das was erfreut, hat noch nie gereut

Fülle mit Leichtsinn dir den Pokal

Karneval, Karneval

Hast du zum Küssen Gelegenheit

Mensch dann geh ran mit Verwegenheit

Sag niemals nein, wenn das Glück dir winkt

Bald das Finale erklingt

Am Aschermittwoch

Ist alles vorbei (ist alles vorbei)

Die Schwüre von Treue

Sie brechen entzwei (sie brechen entzwei)

Von all deinen Küssen

Darf ich nichts mehr wissen

Wie schön es auch sei

Dann ist alles vorbei

Adam und Eva im Paradies

Fanden verbotene Früchte süß

Und sie probierten auf jeden Fall

Noch einmal! (Noch einmal!)

Weil der App’tit kam erst hinterher

War auf dem Baum bald kein Apfel mehr

Da Karneval war im Paradies

Flüsterte Eva ganz süß

Am Aschermittwoch

Ist alles vorbei (ist alles vorbei)

Die Schwüre von Treue

Sie brechen entzwei (sie brechen entzwei)

Am Aschermittwoch

Ist alles vorbei (ist alles vorbei)

Die Schwüre von Treue

Sie brechen entzwei (sie brechen entzwei)

Von all deinen Küssen

Darf ich nichts mehr wissen

Wie schön es auch sei

Dann ist alles vorbei

Montag, 16. Februar 2026

So lange es Narren gibt

Bei amazon auf Lager
Wenn sein Post auf einen Rosenmontag trifft, steht es einem alten Narren wie mir wohl an, Bilanzen seines närrischen Treibens zu ziehen.
Allerdings muss ich mich vorher noch über die 250 000 närrischen Exil-Iraner wundern, die hier am Samstag auf der Theresienwiese dem Sohn des letzten Schahs wie einem Heilsbringer zu jubelten. Teils viel zu jung, um zu wissen, wie die Zustände in ihrem Land vor den Mullahs waren. So hatte ich einen gewaltigen Flashback auf den 2. Juni 1967, als ich diese Menschenmassen in den Nachrichten sah. Damals standen die jungen Deutschen im  geteilten Berlin gegen  die vom Regime inszenierten "Jubelperser" auf, um gegen den Staatsbesuch von Shah Mohammad Reza Pahlavi und dessen Unterdrückung seines Volkes zu protestieren. Der Student Benno Ohnesorg wurde im Zuge dieser Demos von dem eilfertigen Zivilpolizisten Karl-Heinz Kurras erschossen, was in der Folge eine Art Initial-Zündung für die 68er-Bewegung war. Kurras wurde später verdächtig, den Mord im Auftrag der DDR-STASI verübt zu haben, um diese destabilisierenden Unruhen in der BRD überhaupt erst zu erzeugen. Verurteilt wurde Kurras nie.
Quelle: wikipedia
Was dem SAVAK recht
 war, ist den
Revolutionsgarden billig


Wenn die Iraner sich heute nach einem neuen Shah sehnen, sollten sie daran erinnert werden, wie dessen Geheimdienst SAVAK (Sazman-e Ettela'at va Amniat-e Keshvar) damals die Bevölkerung terrorisierte. Einen neuen Shah zu inthronisieren, hieße doch den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben!

So lange es Narren gibt, kann sich auch das Böse immer wieder neu etablieren. Das ist eine Erkenntnis, die ich gewonnen habe. Sollten wir deshalb aber dem närrischen Treiben in schweren Zeiten abschwören? Carneval, Fasching und Mummenschanz sind doch die einzigen Gelegenheiten gewesen und sind es bis heute, in denen das "einfache Volk" sein kann, was es will und sich traut - verbrämt durch Humor - den mächtigen die Leviten zu lesen. Bei Hofe war das sogar die eigentliche Aufgabe des "Jesters"!

Der alte Narr: mal als
Bajazzo...

Im Elternhaus blieb
die Deko für alle
Altersgruppen bis zum
Kehraus
Die Eltern meiner Frau und meine waren noch so gepolt, dass sie beinahe jedes Jahr  zuhause eine Faschingsparty schmissen, und als meine Kinder im richtigen Alter waren, brachten wir sie zum großen Kinderfasching. Später als alle erwachsen waren, gingen wir alljährlich zum festen Treff mit Freunden und Bekannten beim "Tanz der Marktweiber" auf den Viktualienmarkt. Da konnten die Zeiten noch so triste gewesen sein - wir ließen die Sau raus. Ich gestehe, dass ich sogar auf meinen Reisen immer nach Dingen Ausschau hielt, die ich später für die närrischen Tage als Verkleidung nutzen konnte.

...mal als Hofnarr
im Selbstbildnis
Öl auf Leinwand
(siehe auch Bildergeschichten
Im Blog "Der Burgschreiber"
Also Helau und Alaaf! Habt einen schönen "Kehraus" und lacht darüber, wie die Amis unsere politischen Spitzen auf der SIKO einmal mehr wieder "auf die Schippe" genommen haben. Rubio! Wolle manem reilasse? Klatschmarsch! Ritzampom! Tatäää, Tatäää, Tatää!!!...

Freitag, 13. Februar 2026

Viel Lärm um nichts

Schon der Titel ist in Zeiten wie diesen der reinste Hohn. Wenn meine Tram 19 die Strecke ändert, der Stachus sowie der Promenadeplatz für den Verkehr eingeschränkt werden und dort ein Riesenaufgebot der Bereitschafts-Polizei patrouilliert, ja dann ist wieder SIKO in München:  Beginn am Freitag, den 13. und Ende am Faschings-Sonntag. Sind das nicht Omen für Verschwörungsfanatiker?

Quelle: Tagesspiegel
Teure Schein-Sicherheit hält Hof im Luxus-Hotel "Bayrischer Hof" am Promenadeplatz


Quelle: MSC
Eigentlich müsste sie in Unsicherheitskonferenz umbenannt werden
Zur Münchner Sicherheitskonferenz 2026 werden mehr als 450 hochrangige internationale Gäste erwartet, darunter dutzende Staats- und Regierungschef*innen aus aller Welt. Vertreten sind vor allem europäische Staaten sowie eine große Delegation der Bundesregierung unter Führung von Bundeskanzler Friedrich Merz. Die US-amerikanische Delegation führt Außenminister Marco Rubio an. Außerdem werden der französische Präsident Emmanuel Macron, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der britische Premierminister Keir Starmer erwartet. Erstmals sind auch Vertreter der AfD dabei. Deshalb kann US-Vize J.D. Vance heuer auch weg bleiben und dem etwas smarteren Marco Rubio die Verächtlichmachung der Europäer überlassen. Vance hat ja im vergangenen Jahr die Außen- und Sicherheitspolitik Trumps entsprechend deftig angekündigt und dabei die AfD tatsächlich als Alternative hervor gehoben.
Quelle: BILD.de
Für den damaligen Verteidigungs-Minister
Franz Josef Strauß ( ganz rechts) war das
Weltbild auf der SIKO noch einfach:
Rechts von ihm die Wand und links
hinter der Mauer der Russe

Inhaltlich soll die Konferenz nach Angaben der MSC im Zeichen tiefgreifender globaler Umbrüche stehen. Die Teilnehmenden diskutieren unter anderem über Europas Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die Zukunft der transatlantischen Beziehungen aber auch sicherheitspolitische Folgen technologischer Entwicklungen. Es stehen also drei Tage zur Verfügung, um etwas zu erreichen, was durch Trumps Brutalo-Politik nicht nur durchgerüttelt, sondern in den Hinterköpfen der Sicherheits-Denker nachhaltig zerstört wurde.

Quelle: Table Briefings
Ex-Diplomat Wolfgang Ischinger
leitet aktuell die SIKO.
2026 könnte es ihm das vorkommen, wie
einen Sack Flöhe zu hüten
Seit das Ukrainischer Volk Putins Terror ausgesetzt ist, haben vier Sicherheitskonferenzen in München stattgefunden, und es ist von Jahr zu Jahr schlimmer geworden. Man überlässt der zweifelhaften Moral Trumps eins ums andere Mal das Filetieren des Völkerrechts, man akzeptiert seine in seinen Augen glorreiche Friedenspolitik. Da frage ich mich doch, wozu die Millionen von Euro kostende SIKO überhaupt noch stattfindet. Damit ein paar sich wichtig fühlende Hilflose - unseren Kanzler inbegriffen - sich später nicht vorwerfen können, nichts unternommen zu haben?

Die SIKO 2026  ist frei nach William Shakespeare: Viel Lärm um nichts...

Quelle: BILD.de
Wenigstens braucht sich auf der SIKO 2026
niemand von J.D. Vance noch einmal
 den Faschismus erklären zu lassen.
Das wäre immerhin ein Qualitätsgewinn

Mittwoch, 11. Februar 2026

Olymp der Gourmets

Heute wäre der Meister-Koch Paul Bocuse hundert geworden. Die aktuelle Fastfood-Generation wird mit seinem Namen wohl kaum noch etwas anfangen können. Aus dem kleinen Ort Collognes-au-Mont d'Or heraus, in dem er geboren wurde und auch starb, veränderte er mit seiner Nouvelle Cuisine den Globus der Gourmets und machte Lyon zum Mekka derjenigen, die am Herd um die "Sterne" oder "Kochmützen" der Restaurant-Führer kämpfen wollten. Wer bei ihm - wie auch deutsche Spitzenköche - lernte, war bald in aller Munde.  Eckart Witzigmann, Otto Koch, Heinz Winkler und Franz Keller, die dann wiederum selbst  Schüler hatten, haben ihre Restaurants in wahre Tempel verwandelt zu denen deutsche Feinschmecker ab Mitter der 1970ern regelrecht pilgerten. In den 1980ern und 1990ern eroberten immer neue Varianten der minimalistischen Menüs, die sich dafür auf erlesene Zutaten und edelste Produkte konzentrierten, die Speisekarten. Kochen wurde ein "Fein-Handwerk" - so explizit wie Gold zu schmieden. Allerdings hatte die Jagd nach den kulinarischen Sternen auch ihre Schattenseiten durch den immensen Stress, den ihre Verteidigung oder Vermehrung verursachte. Witzigmann erlag dem Koks und Loiseau beging Suizid.
Quelle: wikipedia

Und so entwickelten sich auch die Preise und der Durst auf die, die Menüs begleitenden Kreszenzen. Man kann sagen, durch Bocuse und die sein Wirken begleitenden Journalisten wurde Deutschland zu einem Land der Besseresser. Aber das wäre nicht ohne die Boomjahre gegangen, in denen es genügend Gäste gab, die sich das leisten konnten. Ich will hier keine böse Nachrede verfassen, aber es bildete sich nach der Wiedervereinigung und nicht zuletzt durch den aufblühenden Russen-Tourismus eine Klientel heran, denen Show-Köche alles vorsetzen konnte. - Hauptsache es war teuer.

Der Blick auf die ursprüngliche Auswirkung der Gourmet-Preise, nämlich das detailliert kundige Handwerkliche, verschleierte sich enorm. Würde Bocuse heute sehen, wie ein vergoldetes Tomahawk-Steak mit Sternenwerfer serviert wird, rotierte er vermutlich in seinem heimatlichen Grab, in dem "der Koch des 20. Jahrhunderts" seit 2018 ruht.

Quelle: wikipedia
Die Urquelle der Nouvele Couisine:
L'Auberge du Pont des Collonges
Leider bin ich Bocuse nur einmal bei einer Pressekonferenz für eines seiner Bücher begegnet. Aber ich habe das Privileg gehabt, rund um den Globus bei vielen seinen Schülern zu dinieren. Dabei lernte ich, wie verblüffend einfach es auch sein kann, seine Meister-Menüs für wenig Geld nach zu kochen. Es ist aber wichtig und es lohnt sich, wenn man den verwendeten Produkten beim verlässlichen Einkauf und bei der Zubereitung Geduld und respektvolle Aufmerksamkeit entgegen bringt. Gute Küche braucht Zeit und kostet eben!


Montag, 9. Februar 2026

Die Welt zwischen Zwangsjacke und Zwangsneurose

Quelle: Verlag Herder
Je mehr Disziplinen dazu kamen,
desto größer wurde das Geschäft
mit den fünf Ringen

Natürlich ist es nur Zufall, dass die Olympischen Winterspiele und der Super Bowl immer in Hochzeiten des Karnevals stattfinden. Doch irgendwie gewinnt die Duplizität der Ereignisse im Jahr Eins nach Trump doch noch an symbolhafter Bedeutung. Und nicht nur weil das auch auf das Jahr 1936 und seiner Zurschaustellung des Faschismus zutraf. Denn Panem et Circenses haben ja auch die Römer mit ihren Arenen erfunden, als die Griechen schon längst zu Spielen im Zeichen des Olymps gerufen hatten. Letztere sollen ja auch den Frieden nur vorgegaukelt haben.

Quelle: Meisterdrucke

Das Volk oder global die Völker sollten ja schon immer von den Schrecknissen  ihrer Welt abgelenkt werden, damit sie  nicht mitbekommen, was die Mächtigen in ihrer Selbstherrlichkeit so treiben. Selbst in Zeiten von Pest und Cholera in der "Alten Welt" schrieben ja Boccaccio und Konsorten von den rauschendsten Masken-Festen ever.

Klingt jetzt so, als gönnte ich es den Menschen nicht, sich an Ruhm und Ehre ihrer Sportstars zu ergötzen oder in Verkleidung die Sau raus zu lassen. Ich habe das ja selbst zeitlebens getan. Ich möchte aber auch nicht, dass die sich im Jubel und der Lust kontrastiert ankündigende Katerstimmung übersehen wird. Wir müssen für all das immer tiefer in die Taschen greifen und unsere Psyche schädigen, damit einige wenige ihren Rausch länger ausleben können. Zumindest noch bis zur Fußball-Weltmeisterschaft, für die der von Gianni Infantino vorweg mit einem eigens erfundenen Orden ausgezeichnete POTUS womöglich die Kriegstreiber-Nation Russland ins Spiel bringt. Was für ein "Kleinkind"(infantino)-Kotau.

Quelle: www. sueddeutschezeitung.de
Wer Grinsen fälscht, Grinsen nachmacht
oder durch Selfies in Umlauf bringt, ist ein
Falschgrinser

Das präsidiale Monster darf durch die Welt stolpern wie ein Elefant unter Drogen im Porzellan-Laden, um alles mutwillig zu zerstören, was auf einem doch so vielversprechenden Weg war. Die ausgezeichnetsten Denker dieser Welt emigrieren oder versuchen noch - um zu überleben - in seinem Rektum Platz zu finden.

Quelle: Yahoo Canada
Wer solchen Typen
 wie Gregory Bovino
(übersetzt Rindvieh)
das Kommando über
ICE-Schergen
erteilt, zeigt in welche
Richtung das gehen soll,
wenn angeblich ICE
auch bei Olympia
mitmischt
Wenn das Amerikanische Volk nicht endlich erkennt, dass es sich einen grenzdebilen Neurotiker zum Präsidenten gewählt hat, steckt er allmächtig künftig alle potenziellen Mitglieder seines "Friedensrates" entweder in Zwangsjacken oder verhilft den Verweigerern zu anhaltenden Zwangsneurosen.

Freitag, 6. Februar 2026

Die Nazi-Winterspiele

 

Quelle: Wikipedia
Wurde die "Ski heil-Pose!"
auf Dänischen Werbe-Plakaten
beschnitten?
Heute vor 90 Jahren wurden die IV. Olympischen Winterspiel in Garmisch Patenkirchen eröffnet. Es war auch ein Freitag, und der Schnee war gerade noch rechtzeitig so ausreichend gefallen, dass alle Wettbewerbe durchgeführt werden konnten.

Hier eine kleine Statistik im Vergleich zu den aktuellen Spielen in Mailand und Cortina: In Garmisch traten 586 Athleten und 60 Athletinnen aus 28 Nationen an. Beides war ein neuer Rekord. Die Medaillen-Vergabe fand in acht Disziplinen von vier Sportarten statt. Erfolgreichste Nation - wie eventuell auch in diesem Jahr wieder - war Norwegen.

Eigens war aus den Nachbargemeinden Garmisch und Partenkirchen ein Doppelort geworden, der ganz unter dem Hakenkreuz-Banner der Hitler-Herrschaft stand. Denn der selbsternannte "Führer" nutzte die Sportveranstaltung - wie später im Jahr auch die Sommerspiele in Berlin - ausführlich für seine Propaganda-Zwecke nach innen und außen. Fast hätten die Amerikaner für den ersten Olympia-Boykott gesorgt, weil sie die Welt dadurch auf den um sich greifenden Antisemitismus in Deutschland aufmerksam machen wollten.

Quelle: Wikipedia
Christl Cranz bei ihrer
Aufholjagd im
Olympischen Slalom 1936
Aus sportlicher Sicht mag man die Filmschnipsel von den damaligen Wettbewerben https://www.youtube.com/watch?v=5CuPs2AwNqk heute vielleicht belächeln, aber ein Vergleich mit den Technik-Verfeinerungen bei der Ausübung und der heutigen Medienpräsenz bei jeglicher Disziplin hinkt natürlich. Die Olympia-Siegerin, Christl Cranz, konnte in der damals im Skisport nur ausgetragenen Alpinen Kombination aus Abfahrtslauf und Slalom nach einem Sturz auf der Kandahar-Abfahrtsstrecke noch den Zeitrückstand von 19 Sekunden im Slalom wettmachen.
Quelle: FAZ
Der Olympia-Sieger in der
Alpinen Kombination 1936
war oft so schnell im Slalom
unterwegs, dass er selbst
die Übersicht verlor. Dann
fragte der Berchtesgadener
gerne im Ziel: "Bin i dui?
Bin ich durch?
Was zu seinem Spitznamen führte

Wieviel Entwicklung ich im alpinen und im Skisport generell selbst noch miterleben durfte, macht mich demütig. Vor allem in der Erinnerung bin ich dankbar, dass ich den beiden Olympiasiegern 1936, Christl Cranz und Franz Pfnür, bei meiner journalistischen Arbeit noch begegnete.

Mittwoch, 4. Februar 2026

Wenn Bier nicht mehr selig macht

Was ist nur mit den Deutschen los? Nicht nur, dass Ideen wie der "Dry-January", in denen die Follower einen Monat keinen Alkohol trinken wollen, viral gehen. Jetzt wird auch zunehmend auf den Treibstoff verzichtet, der in Bayern seit jeher als "Volksnahrungsmittel " schon den unruhigen Babys als "Dimpfe"* zur Beruhigung anstatt Schnuller in den Mund gesteckt wurde: das Bier.

2025 ist der Bier-Konsum in Deutschland um sechs Prozent gesunken. Das ist Grund genug, dass die Bier-Brauer Alarm schlagen, und zwar auf breiter Front, weil auch Bier-Mix-Getränke sowie sogenannte Kraft-Biere einen rückläufigen Konsum zeitigen. Hingegen ist den Alkoholfreien um zehn Prozent mehr zugesprochen worden.

Das Statistische Bundesamt vermeldet, dass "nur" noch 7,8 Milliarden Liter pro Jahr durch durstige Deutsche Kehlen rinnen, und dieser rückläufige Trend seit bald einem Jahrzehnt anhält.
Quelle: OVB Heimatzeitungen
Bier ist auch Brauchtum. An den Maßkrug-Stemmerinnen
liegt es gewiss nicht, dass weniger vom Hopfen-Gold
durch Deutsche Kehlen rinnt

Was bedeutet das in erster Linie für die Politik in Bayern? Gibt es bald kein "Derblecken" beim Starkbier mehr oder gehört auch der politische Aschermittwoch in kürze der Vergangenheit an. Wie soll man denn nur all die deftigen Wirtshaus-Parolen ohne zwei, drei schäumende Maß ertragen können?

Kein Bier-See so groß wie der Schliersee* wird mehr besungen, und nach Hawaii, wo es dem Lied von Paulchen Kuhn nach angeblich kein Bier* gab, muss man nun allein wegen Trump nicht mehr. Und was wär mit den Bier-Schwemmen*? Trocknen die dann aus?

Quelle: Wikipedia
Bei einem Volumen von 53,13 Millionen Kubikmetern
wäre im Schliersee  für den  Deutschen Bier-Durst
 immerhin
 "noch Luft nach oben"

Spannend scheint sich aus meiner Sicht aber eine klare Analyse der Ursachen-Forschung zu gestalten. Um nur ein Beispiel zu nennen: Auf dem Oktoberfest 2025 wurden rund 6,5 Millionen Liter Bier zu einem Preis von 14,50 bis 15,80 Euro ausgeschenkt und dennoch wurde deren Konsum nicht als rückläufig bezeichnet. In meiner früheren Stammkneipe am Englischen Garten war die "Keller-Halbe" vor kurzem fast bei fünf Euro angelangt. Aber im privaten Konsum nach dem Kauf im Supermarkt stelle ich hier (0,5l) wie in Italien (0,66l) fest, dass durch den Preiskampf um den Platz im Regal durchaus auch für Markenbiere noch ein Literpreis unter drei Euro erzielt werden könnte. Das wäre ja nur unwesentlich teurer als das andere Tanken...

Es läge meiner Beobachtung zur Folge aber nicht am Preis und auch nicht allein am Erfolg der in jüngster Zeit immer breiter angelegten Kampagne gegen zweifelsfreie gesundheitlichen Schädigungen durch zu viel Alkohol, weshalb weniger Bier getrunken wird. Es ist womöglich die Demographie.

Deutschland ist krass überaltert. Generell nehmen Ältere von Jahr zu Jahr weniger Flüssigkeit zu sich. Immer mehr Medikamente vertragen sich zudem sofort spürbar nicht mit Alkohol, und beim Einkauf sind die Flaschen meist am schwersten zu schleppen.

Quelle; Swissinfo
Ein Fläschchen in Ehren
sollte keiner verwehren?
Wäre ich selbst von statistischer Relevanz, läge mein heutiger Bier-Konsum bei maximal einem Liter pro Woche - und ich liebe Bier! Bei absoluter Wein-Abstinenz wegen der Preise meiner einst gerade noch erschwinglichen Kreszenzen und als alter Freund eines Absacker-Whiskys komme ich vielleicht noch auf acht bis zehn cl. pro Woche. Aber ehrlich! Ich wünschte, es wäre wieder so wie früher - die kontrollierte Dosis täglich.




*Eine Bierschwemme (auch Schwemme oder Schankwirtschaft) ist ein traditionelles, oft rustikales bayerisches oder österreichisches Bierlokal oder der zentral gelegene Schankbereich, in dem große Mengen Bier ausgeschenkt werden. Historisch war dies der Bereich für Gäste, die nicht in die Gaststube durften, während er heute für zünftige Geselligkeit steht. 

*https://genius.com/Paul-kuhn-es-gibt-kein-bier-auf-hawaii-lyrics

*https://lyricstranslate.com/de/franzl-lang-ich-m%C3%B6cht-gern-biersee-lyrics.html

*https://www.dwds.de/wb/Bierdimpfl