Mittwoch, 7. Januar 2026

Wir wollen wirken, weil wir's wissen!

Im Gegensatz zur offenbar völlig verstummten Opposition in den USA, wissen wir - trotz massiver Desinformations-Versuche - meist mehr von den Machenschaften Donald Trumps als seine Landsleute. Während des "Christmas-Party-Hop" meiner Tochter traf ich einen jungen Deutschen wieder, der vor ein paar Jahren mit seiner Familie nach Colorado gezogen war. Ich sprach ihn auf unseren aktuellen Eindruck vom Zustand der USA an und hakte nach, was die Leute in seinem Umfeld,  in seiner neuen Heimat, so denken.
Er antwortete, dass sie in den Rockies gar nicht so viel von Trumps Politik mitbekämen. Sie lebten in einer Blase des unpolitischen Wohlstands. Freizeit-Colorado ist ein "Blue-State", wird also von einem Gouverneur der Demokraten regiert.

Wohlwollen durch wachsenden Wohlstand, das ist das, was die Merz-Koalition anstrebt? Hitler war ja für viele auch ein Wohltäter, weil er die Autobahnen und den Volkswagen hat bauen lassen. Leider war "The End of The Story" dann ganz anders, was viele bei uns aktuell wohl nicht mehr wahrhaben wollen. Sie sehen in den Nachrichten, wie einer sein Faustrecht für seine Idee von der Freiheit und Allmacht seines Landes brutal über alle Anstandsregeln hinweg, auch die Justiz aushebelnd, radikal ausübt. Und das finden sie offenbar gut. Die Umfrage-Werte für die AfD steigen ja in diesem von Wahlen geprägten Jahr stetig weiter.

Im Gegensatz zum Narrativ der Trump-Regierungs-Clique wirken aber hier in allen Bereichen noch Argumente in freier Meinungsbildung fort. Aber offenbar nicht genug, weil die Europa aufgezwungenen Zustände den Ruf nach starken, autoritären Führern wieder lauter werden lassen. Das gilt noch spezieller für Deutschland. Schon bei der Vorgänger-Regierung ließ kaum jemand die so stark veränderten Rahmenbedingung gelten. Nun tut sich die nachfolgende Koalition noch schwerer und ist schon von Anfang an genauso zerstritten, dabei herrscht weltpolitisch nun Alarmstufe Rot.

Quelle: BAMF
Wieso spielt der Anti-Migrations-Aktivismus
und die "Städtebild"-Diskussion
in diesen Krisen-Zeiten so eine vorrangige 
Rolle, und wieso...

Wie stets in Krisen gewinnen die kapitalistischen Argumente wieder die Oberhand und schwächen den Sozial-Staat, in dem der Kanzler den Eindruck erweckt, die Deutschen seien ein Volk von Faulen und zu vielen Grundsicherungs-Bezieher*innen.

Quelle: Sportbuzzer
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.. ist der Migrations-Hintergrund
der Fußball-Nationalmannschaft egal?
Wie weit hat er sich auch von seinen Wähler*innen entfernt, wenn er meint, allein mit dem Turbo-Booster für die Wirtschaft, durch Aktionismus bei der Migration oder dem höheren Mindestlohn bei gleichzeitiger Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie punkten zu können. Nichts davon kommt ja wirklich an. Weil die Industrie durch Auslagerung wegen der höheren Löhne und der hier alles verlangsamenden Bürokratie ins Ausland abwandert. Weil ein höherer Mindestlohn in keinster Weise bei gleichzeitig abnormen Preissteigerungen mehr "Netto vom Brutto" in die Geldbeutel zaubert, aber vor allem weil es in vielen Bereichen durch Stellenabbau auch immer weniger Jobs gibt.
Quelle: MDR

Quelle: Spiegel
Waffen von Fließbändern, während andere stillstehen.
Ohne die Waffen-Industrie stünde es noch
schlechter um die Wirtschaft. War das Trumps
 perfide geplante Zwickmühle?
Es ist verständlich, dass Merz bei diesem tollwütigen POTUS in seinen wenig komplexen Stellungnahmen vorsichtig ist, Aber genau das will Trump: Angst machen, einschüchtern, die Abnormalität von alten Regeln und Deals erzwingen. Deutschland wäre blöd, weiter Kräfte darauf zu verschwenden, dem US-Präsidenten gefällig zu sein. Die erpresserisch geforderten, höheren Rüstungsausgaben für eine NATO, die wegen seiner Grönland-Gelüste bald nicht mehr existiert, sind nur ein Beispiel für dessen perfide Schwächungsmanöver.

Es ist an der Zeit, sich nicht nur neue Freunde zu suchen, sondern auch auf das zu vertrauen, was Deutschland stark und respektiert gemacht hat.

Herr Bundeskanzler! Wir wollen wirken, weil wir wissen, was wieder kommen könnte!

Wir brauchen hier bald auch eine "Blase", in der wir uns wieder sicherer fühlen können. Leider sind Sie zum schlechtesten Zeitpunkt auch bislang der falsche Mann. Nicht, dass ein Gegen-Trump von Ihnen zu erhoffen wäre. Es ist aber höchste Zeit, Ihren vollmundigen Ankündigungen von vor der Wahl, tatsächlich selbstbewusstere Taten folgen zu lassen!

Sogar Ex- Kanzler-Kandidat Armin Laschet hat gestern bei Maibrit Illner die Umbesinnung auf ein Kern-Europa für den Fall gefordert, dass die EU im Umgang mit den USA wegen Zauderern nicht genügend Stärke zeigte

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