Montag, 12. Januar 2026

The Queen of Crime

Quelle: IMDb
Die große alte Dame der
 Kriminal-Literatur,
The Queen of Crime,
starb mit 85 Jahren
an einem Schlaganfall 
Heute vor 50 Jahren starb die erfolgreichste Schriftstellerin aller Zeiten: Agatha Christie. Sie schrieb 66 Kriminal-Romane und mit der "Mausefalle" das Theaterstück, das bis heute ununterbrochen aufgeführt wird. Keine Schriftstellerin wurde häufiger übersetzt und erreichte schon zu Lebzeiten eine weltweite Milliarden-Auflage. Roman-Verfilmungen wie "Der Orient-Express" und "Tod auf dem Nil" sind zu Film-Klassikern geworden. Auch weil das Fernsehen sie immer wieder ausstrahlt.

Ihre beiden Roman-Figuren: Der in London lebende, belgische Detektiv Hercule Poirot und die Hobby-Kriminologin Miss Marple waren Blaupausen für viele andere Krimi-Helden der Weltliteratur., aber keine erfuhr den Glücksfall einer Margarete Rutherford als Protagonistin. Selbst Jean Gabin in den Verfilmungen des legendären Kommissar Maigret aus den Romanen von Georges Simenon reichte da nicht ran.

Quelle: pinterest
Vorsicht vor der schrulligen Alten
mit dem kriminalistischen Verstand:
Margarete Rutherford als
unvergleichliche Miss Marple
Meine Frau gehört wohl zu den Wenigen, die beinahe Alle Christie-Romane nicht nur gelesen, sondern auch gesammelt hat. Nicht zuletzt, weil sie anfangs für den Verlag gearbeitet hat, der die deutschen Rechte ergattert hatte. Ich selbst bin vor allem Miss Marple in den Schwarz-Weiß-Verfilmungen mit der Rutherford verfallen. Gemessen an den Standard-Serien-Produktionen kann man auch heute noch schmunzeln über ihre perfide Hartnäckigkeit. Hingegen hat mir Poirot in Gestalt von Peter Ustinov weniger gefallen. Nicht, weil der nicht in der Rolle geglänzt hätte. Aber er war zu viel echter Gentleman.
Quelle: Wikipedia
Viel zu sehr
Gentleman:
Peter Ustinov

Quelle: Prime Video
Da war die
Verkörperung von
David Suchet schon
passender
Erst als ich via Guttenberg-Project die Christie auf dem Reader erstmals überhaupt und im Original gelesen habe, fiel mir auf, dass sie subtil darum herumgeschrieben hatte, dass sie mit dem "pomadigen" Detektiv Hercule Poirot wohl tatsächlich eine Figur geschaffen hatte, mit der sie selbst in natura niemals Tee getrunken hätte. 

Christies Plots waren stark strukturiert, und am Ende wurden die größten Verwicklungen oder Verstrickungen der Verbrechen immer detailliert aufgeklärt. Den vielfach geäußerten Vorwurf, sie hätte Kriminalfälle romantisiert, würde ich im Rückblick nicht mehr teilen. Vielmehr schriebe ich ihr heute zu, sie hätte aus der guten alten Zeit der Vorstellungen über Recht und Unrecht, den Glauben an das Gute manifestiert. Nicht zuletzt, weil selbst in dieser rauen, blutrünstigen Krimi-Gegenwart immer noch ihre Handlungs-Stränge entlehnt oder gar geklaut werden...
Quelle: ARTHAUS-Magazin
Wie hier im Orient-Express werden bei Agatha Christie
 von Hercule Poirot immer wieder alle
Verstrickungen und Täter in Anwesenheit
aller Protagonisten überraschend entwirrt


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