Mittwoch, 29. April 2026

Das große Ganze im Blick

 

Peace is the Time between Wars

Wenn die Mächtigen von ihren untertänigen Individuen Opferbereitschaft fordern, dann geschieht das gerne mit dem Hinweis, man müsse das große Ganze im Blick haben.
Mit dem Blick auf den derzeitigen Zustand der Welt tut sich das Menschlein allerdings schwer, zu glauben, dass das Große ganz bei Troste ist. Angesichts vollmundigen Versprechungen der politischen Lügner von oberster Stelle verbietet sich doch ein heroisches Opfer, wenn keiner mehr wirklich weiß, für welche Ziele sein Sacrificium eigentlich erbracht wird.

Als Putin die Ukraine vor nun mehr als vier Jahren überfallen hat, war mir klar, dass mein lebenslanger Pazifismus wohl die falsche Einstellung gewesen ist. Aber da war ich mir im Großen und Ganzen sicher, dass der Westen (historisch betrachtet) für Friedfertigkeit und sicheres Miteinander stünde. Seit Trump aber unter komplexem Vorwand seiner Allmacht souveräne Staaten überfällt und auch Inseln, die den USA historisch nie gehörten,  annektieren möchte, bin ich mir überhaupt nicht mehr sicher, ob es jemals wieder hehre Ziele geben wird, die es zu verteidigen lohnt. Denn in einer Freiheit des Westens nach dem goldsüchtigen Geschmack des "Dons" möchte ich nicht gerne leben.

Quelle: MDR
Im ersten Quartal dieses Jahres und nach Einführung des noch nicht verpflichtenden Wehrgesetzes haben mehr junge Menschen pro forma schon den Kriegsdienst verweigert als im gesamten vergangenen Jahr. Das ist ein deutliches Signal an die noch naiv geplante Freiwilligkeit.
Die weltweiten Rüstungsausgaben haben eine neue Rekordhöhe erreicht, bei der ausgerechnet die ehemalige Kriegstreiber-Nation Deutschland nach den Supermächten nun Rang Vier bekleidet. Und unser aller Kanzler senkt wieder mal sein spitzes Kinn bedeutungsvoll auf die Brust, um anzukündigen, er strebe an,  die stärkste "konventionelle Armee" in der EU uniformieren zu wollen.
Quelle: Focus online
Weil es wir  - oder doch die anderen wollen:
Deutschland wieder die Wehrmacht Nummer 1?

Um das zu unterstreichen hat die Bundesrepublik dafür gleichmal den Anteil der Rüstung gemessen am Bruttosozialprodukt verdoppelt. Da kann wirklich keiner mehr vom Kader-Gehorsam gegenüber Trumps Forderungen sprechen. Da wird (paradox!) über das Ziel hinausgeschossen. Zumal ja allein die Bundes-Beschaffungsbürokratie den Vorgang so verlangsamt, (wenn Putin das altersbedingt überhaupt noch so wollen könnte) dass "der Russe" da längst an der europäischen Atlantik-Küste stünde.
Quelle: Stock-World
Auweia! Die Waffenschmieden, der einzige Deutsche Industrie-Zweig, der noch prosperiert,
müssen jetzt auch wegen der Energie-Krise um die Margen bangen

Wer glaubt dann aber überhaupt noch "konventionelle Kriege" ausfechten zu können, die dann vielleicht KI-gesteuerte Roboter an die Front schicken.

Quelle: wwwsueddeutsche.de
Hat derzeit überhaupt noch einer - außer Papst Leo XIV -  das große Ganze für eine friedfertige Welt im Blick?

Qua KI hier diese Definition:

„Das große Ganze im Blick“ bedeutet, den Gesamtkontext, die langfristigen Auswirkungen oder den Zusammenhang einer Situation zu erfassen, anstatt sich in Details oder aktuellen Problemen zu verlieren. Es fördert Perspektivwechsel, Empathie und strategisches Denken, indem man bewusst den Fokus von kurzfristigen Impulsen abzieht.

Ja, wenn das so ist! Dann lasst doch den Rest die Robies machen!

Quelle: Free3D.com

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