Wenn die Menschen unserer Generation ehrlich sind, geben sie zu, dass ihr Leben bewusst aber auch unbewusst vom American Way of Life beeinflusst war. Bei mir ist das vermutlich noch ausgeprägter gewesen, weil ich einen Großteil meiner Kindheit und Jugend mit amerikanischen Kindern und Erwachsenen verlebt habe, Mein Vater hatte als Dienstwohnung ein Reihenhaus der Housing-Area im Münchner Stadtteil Grüntal zugewiesen bekommen.
Das Amerikanische war von acht bis 20 wie ein Fix-Stern für mich. Heimlich wollte ich so sein wie die lässigen Typen, die dort stationiert waren. Meine erste große Liebe war die Tochter zweier Nachrichten-Spezialisten - einer Chinesin und eines Schwarzen aus Baltimore. Sie war klein wie eine Puppe und sprach Deutsch mit einem lustigen hessischen Akzent, weil sie bei der Stationierung in Frankfurt das Licht der Welt erblickt hatte.
Ich schreibe diese Einleitung etwas länger, weil 1967 die Hochzeit des kalten Krieges war. Im Jahr meiner Konfirmation war kurz nach Ende der Kuba-Krise John F. Kennedy ermordet worden. Er war für mich Unwissenden ein Idol gewesen. Ich hatte sogar eine Langspiel-Platte mit seinen Reden.
In dem kurzen Jahr unserer Liebe wurde Martin Luther King, das Idol meiner Freundin, ermordet.
Das Thema Rassismus war anhand der jüdischen Freunde meines Vaters ausgiebig behandelt worden, deshalb hatte ich lange nicht kapiert, wie die Housing Area auf meine neue Freundin reagierte. Viele der weißen Freunde unter den Amis holten mich auf einmal nicht mehr zum Base- oder Football ab. Aber dass der jüdische General-Anwalt für Europa für dessen Familie ich immer gegen stolzes Trinkgeld bei Partys grillte oder Getränke servierte, auf einmal meiner Dienste überdrüssig war, bohrte einen Pfeil in meine Unwissenheit.
Ich muss betonen, dass ich nicht wegen dieser immer häufiger erkannten, schleichenden Probleme mit meiner Freundin Schluss machte, sondern aus der Erkenntnis, da sie die hundertmal Intelligentere war. Sie sollte eben das Stipendium einer amerikanischen Elite-Uni ohne Rassen-Schranken annehmen. Und ich war einfach zu jung, um sie zu begleiten...
Es war die schmerzhafte aber richtige Entscheidung. Denn später wurde sie eine herausragende Professorin und hatte trotz ihrer sechs Kinde noch Zeit für ihre Rolle als führende Kämpferin gegen die nur leicht angehobenen Schranken der Diskriminierungen.
Bei mir sollte die Wegfindung noch weitere fünf Jahre dauern, bis ich im Rahmen meines Berufes zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten reiste. Von da an war ich beinahe jedes Jahr in den USA oder Kanada, und musste mich Schritt um Schritt mit meinem neuen Gesamt-Bild befassen. Denn bei meinem ersten Besuch fand das Impeachment gegen Richard Nixon statt, und dann sah ich während der Energie-Krise in den US-Metropolen den krassen Unterschied zwischen arm und reich, aber auch die Abhängigkeit von der gewohnten Prosperität. In Denver waren während einer strukturellen Wirtschaftskrise mal fast alle Läden in den Malls geschlossen, während mich dann in Pennsylvania schwarze Taxifahrer davor warnten, gewisse unsichtbare Grenzen in der Stadt wegen der dort herrschenden Gewalt nicht zu überschreiten.
Wer meine Blogs schon länger liest, weiß auch, dass ich den Friedens-Nobelpreis für Barak Obama für verfehlt und verfrüht gehalten habe.
Euphorien für US-Präsidentschafts-Kandidaten sind von PR-Profis schnell entfacht, aber Idole werden eben auch zügig von der Realität vom Sockel geholt. Das kann Donald Trump nicht passieren, weil er sie einfach ignoriert oder schön redet. Heute im Zeichen seiner Administration wäre es also höchste Zeit, uns Europäer von der Hörigkeit zu emanzipieren. Ein Gegen-Gewicht bringt da aber nur ein geeintes Europa. Das muss jedoch gegen Regenten erkämpft werden, die im Moment versuchen, trumpiger zu sein als Trump.
Freitag, 9. November 2018
Mittwoch, 7. November 2018
Süße Seuche Amazon
Weiß ich, dass Amazon dem Einzelhandel schwer zusetzt? Ja!
Weiß ich, dass die Versand-Macht traditionellen Versendern Dumping-Preise abzwingt? Ja!
Weiß ich, dass Amazon seine Mitarbeiter zum Teil so bezahlt, dass man von Ausbeutung sprechen kann? Ja das weiß ich alles, bin aber dennoch überwältigt von der Einfachheit der Idee und der Zuverlässigkeit der Lieferungen aus einem breiten Angebots-Spektrum.
Dabei verstecke ich mich bestimmt nicht hinter dem Alter, auch wenn mit jedem Jahr die Radien kleiner, und meine Argumente pro Amazon größer werden.
Es waren zunächst kleine Dinge, die einen großen Weg und langes Suchen von mir verlangten. Geduld und Shopping-Begeisterung - vor allem wenn es um Kleidung geht - waren bei mir nicht sonderlich ausgeprägt. Um ehrlich zu sein, Umkleide-Kabinen lösten bei mir Schweiß- und Panik-Attacken aus, zumal ich mich wegen meiner Figur im Mode-Angebot immer als Außenseiter fühlen musste.
Amazon löste mein Größen-Problem. Bis jetzt habe ich nicht einmal umtauschen müssen. Damit hatte mich der Konzern am Haken, ich weitete meine Bestellungen aus auf Dinge, die wir schleppen müssten. Ich schreibe wir, weil ich mittlerweile auch meine Frau mit ein beziehe. Das schneidende Argument waren ihre Sekt-Marken. Zwar hat sie nur etwas über 150 Meter zum Supermarkt, aber da sind sie nicht immer preiswert vorrätig.
Längst haben sich die Boten daran gewöhnt, dass sie die Kisten zu uns hoch bringen müssen, denn ich profitiere vom überbordenden Wein-Angebot. Wir sind da ja ein wenig komisch.
In Italien trinken wir italienische Weine, in Deutschland ausschließlich deutsche. Der nächste verlässliche Weinhändler ist sechs Tram-Stationen entfernt, und Parkplätze findet man dort auch nicht.
Meinen Lieblings-Weißburgunder und meinen fränkischen Riesling könnte ich bei chronisch werdender Sucht auch im Abo bestellen.
Bis jetzt hat Amazon bei Lebensmitteln noch kein preiswerteres Angebot, aber das ist nur eine Frage der Zeit, bis er sich Lieferando und Konsorten einverleibt.
In der Welt von Morgen, die ich mit Sicherheit nicht mehr erlebe, befürchte ich die Welt-Herrschaft von Google und Amazon, weil ihnen allein durch Bewegungs- und Kauf-Profile eine nicht mehr zu kontrollierende Macht zuwächst. Wieso das? Weil der Mensch ein Faultier ist!
Gerade habe ich in die Suchmaschine "Bilder von Amazon" eingegeben. Statt Firmen-Fotos fand ich das Kunst-Angebot des Versenders.
Weiß ich, dass die Versand-Macht traditionellen Versendern Dumping-Preise abzwingt? Ja!
Weiß ich, dass Amazon seine Mitarbeiter zum Teil so bezahlt, dass man von Ausbeutung sprechen kann? Ja das weiß ich alles, bin aber dennoch überwältigt von der Einfachheit der Idee und der Zuverlässigkeit der Lieferungen aus einem breiten Angebots-Spektrum.
Dabei verstecke ich mich bestimmt nicht hinter dem Alter, auch wenn mit jedem Jahr die Radien kleiner, und meine Argumente pro Amazon größer werden.
Es waren zunächst kleine Dinge, die einen großen Weg und langes Suchen von mir verlangten. Geduld und Shopping-Begeisterung - vor allem wenn es um Kleidung geht - waren bei mir nicht sonderlich ausgeprägt. Um ehrlich zu sein, Umkleide-Kabinen lösten bei mir Schweiß- und Panik-Attacken aus, zumal ich mich wegen meiner Figur im Mode-Angebot immer als Außenseiter fühlen musste.
Amazon löste mein Größen-Problem. Bis jetzt habe ich nicht einmal umtauschen müssen. Damit hatte mich der Konzern am Haken, ich weitete meine Bestellungen aus auf Dinge, die wir schleppen müssten. Ich schreibe wir, weil ich mittlerweile auch meine Frau mit ein beziehe. Das schneidende Argument waren ihre Sekt-Marken. Zwar hat sie nur etwas über 150 Meter zum Supermarkt, aber da sind sie nicht immer preiswert vorrätig.
Längst haben sich die Boten daran gewöhnt, dass sie die Kisten zu uns hoch bringen müssen, denn ich profitiere vom überbordenden Wein-Angebot. Wir sind da ja ein wenig komisch.
In Italien trinken wir italienische Weine, in Deutschland ausschließlich deutsche. Der nächste verlässliche Weinhändler ist sechs Tram-Stationen entfernt, und Parkplätze findet man dort auch nicht.
Meinen Lieblings-Weißburgunder und meinen fränkischen Riesling könnte ich bei chronisch werdender Sucht auch im Abo bestellen.
Bis jetzt hat Amazon bei Lebensmitteln noch kein preiswerteres Angebot, aber das ist nur eine Frage der Zeit, bis er sich Lieferando und Konsorten einverleibt.
In der Welt von Morgen, die ich mit Sicherheit nicht mehr erlebe, befürchte ich die Welt-Herrschaft von Google und Amazon, weil ihnen allein durch Bewegungs- und Kauf-Profile eine nicht mehr zu kontrollierende Macht zuwächst. Wieso das? Weil der Mensch ein Faultier ist!
Gerade habe ich in die Suchmaschine "Bilder von Amazon" eingegeben. Statt Firmen-Fotos fand ich das Kunst-Angebot des Versenders.
Montag, 5. November 2018
Esambe Hanakita Kojima
Ihr Name war länger als ihre Größe. Nun ist die Winz-Insel verschwunden, und man kann weder IS noch Taliban die Verantwortung zuschustern. Selbst die Japanische Marine trägt keine Schuld. Sie hatte das unbewohnte Eiland erst vor gar nicht langer Zeit entdeckt und seine strategische Bedeutung für den Fischfang hervor gehoben. Denn Kojima lag nahe an den von Russland annektierten Kurilen, die Japan schon lange zurück haben will.
Ja, und jetzt ist Japan das Inselchen auch noch abhanden gekommen. Es läge nahe die Russen zu verdächtigen, aber tatsächlich hat sie das Meer geboren und jetzt wieder verschlungen. Gibt es einen schöneren Beweis, dass die Natur uns eines Tages platt macht?
Ja, und jetzt ist Japan das Inselchen auch noch abhanden gekommen. Es läge nahe die Russen zu verdächtigen, aber tatsächlich hat sie das Meer geboren und jetzt wieder verschlungen. Gibt es einen schöneren Beweis, dass die Natur uns eines Tages platt macht?
Freitag, 2. November 2018
Bei allen Heiligen!
Gestern war die Großfamilie - wie es hier Brauch ist - an den Gräbern der Verstorbenen. Vorher wurden diese noch schön rausgeputzt. Ich habe in einer Gaststätte auf sie gewartet, weil ich nach Möglichkeit Friedhöfe vermeide. Als Agnostiker verstehe ich zwar das Gedenken, aber nicht der Hype, der darum gemacht wird.
Beruflich hatte ich mit vielen Gedenk-Ritualen zu tun. die Bataks am Lake Toba auf Sumatra, klettern eine verwegene Felswand hoch und stellen farbige, den Verstorbenen ähnelnde, Holzpuppen in Spalten. Die Aborigines lassen ihre Verstorbenen in Baumkronen austrocknen und malen die Mumifizierten später mit Farben an. Sie warten auf eine ganz bestimmte Sternen-Konstellation, um die Toten auf die Reise zu schicken. Zumindest war das bei einem Tribe so, bei dem ich die Ehre hatte, ihn besuchen zu dürfen.
Die lustigste Friedhofs-Nacht hatte ich bei Toussaint auf Guadeloupe. Nach karibischem Brauch geht die bunt gekleidete Restfamilie mit Snacks und Rum bepackt zu den Gräbern und macht dort ein heiteres Picknick, bei dem sie die Verstorbenen hoch leben lassen.
Wie alles, was besonders oder bizarr ist, hat natürlich auch der Tourismus sich solche Riten einverleibt; wie den "Tag der Toten" Dia de los Muertos in Mexiko.
Beruflich hatte ich mit vielen Gedenk-Ritualen zu tun. die Bataks am Lake Toba auf Sumatra, klettern eine verwegene Felswand hoch und stellen farbige, den Verstorbenen ähnelnde, Holzpuppen in Spalten. Die Aborigines lassen ihre Verstorbenen in Baumkronen austrocknen und malen die Mumifizierten später mit Farben an. Sie warten auf eine ganz bestimmte Sternen-Konstellation, um die Toten auf die Reise zu schicken. Zumindest war das bei einem Tribe so, bei dem ich die Ehre hatte, ihn besuchen zu dürfen.
Die lustigste Friedhofs-Nacht hatte ich bei Toussaint auf Guadeloupe. Nach karibischem Brauch geht die bunt gekleidete Restfamilie mit Snacks und Rum bepackt zu den Gräbern und macht dort ein heiteres Picknick, bei dem sie die Verstorbenen hoch leben lassen.Wie alles, was besonders oder bizarr ist, hat natürlich auch der Tourismus sich solche Riten einverleibt; wie den "Tag der Toten" Dia de los Muertos in Mexiko.
Mittwoch, 31. Oktober 2018
Dem guten Beispiel folgen
Wie viele Helden-Biographien endet auch der einzigartige Weg unserer Kanzlerin im Niedergang. Es passiert im Sport, im Schauspiel und auch in der Wirtschaft, dass die einst Bejubelten den Zeitpunkt ihrer Rücktritts verpassen und dann geschmäht werden. Vieles, das ich in den vergangenen Tagen gelesen habe, wird Angela Merkel nicht gerecht. Aber dass ihre Verdienste als Steuerfrau durch stürmische Gewässer, nun negiert werden, und die Ratten, die das Schiff eigentlich hätten verlassen sollen, jetzt an Deck strömen, ist ein Phänomen, das immer wiederkehrt.
Wohlgemerkt, ich habe Frau Merkel nie gewählt, aber ich respektiere ihre Leistung und ihren Rücktritt - auch wenn er viel zu spät kam. Sie hätte den Groko-Deal nie machen sollen. Nun sind die sogenannten Volksparteien vermutlich dauerhaft beschädigt. Daher sollten die Partei-Führer Merkels Schritt möglichst rasch folgen.
Der grenzdebil grinsende Seehofer, der mit seiner Senilität viel Sprit in schwelende Feuer geschüttet hat, und das noch als trickreich empfand, muss ebenfalls zurück treten. Und Jüngeren das Feld überlassen - selbst wenn sie von der Marke Söder, Scheuer oder Dobrindt sind. Die "Junghirsche" stoßen sich ihre Geweihe schon ab, und ihre vermeintlichen Wähler haben ja schon gezeigt, dass sie auch anders wählen können. Bayern wird aber vermutlich immer konservativ sein.
Und die alte SPD wollte unbedingt modern sein, als sie Andrea Nahles zu Vorsitzenden der einst linksliberalen Partei kürte. Sie bekam eine Pseudo-Proletarierin, die in erster Linie mit peinlichen Sprüchen auffällt: "Bätschi" sagen und eines "in die Fresse geben" könnte man vielleicht sagen, wenn sie die Fäuste dafür hätte. Aber Nahles verkörpert eben nur Mittelmaß.
Wenn sie jetzt nicht über Personalien diskutieren will, hat sie guten Grund, denn die SPD verfügt über keines mehr, das nicht beschädigt oder abgelaufen ist.
Was ist nur aus den JUSOS geworden?
Da fällt mir ein Mittagessen mit einem der höchst bezahlten Manager der Clinton-Ära ein. Er meinte, das Problem der Politik sei, dass dort nur die "zweite Wahl" nach Ämtern strebe. Die Elite ginge in die Wirtschaft. Das sei der Grund, weshalb die USA stets von alt eingesessenen Clans mit großem Reichtum regiert werde, die im Hintergrund die Strippen zögen.
Kein Wunder also, dass Friedrich Merz aus der Versenkung auftaucht. Er dürfte als Spitzen-Banker
zwischenzeitlich ein paar Milliönchen gemacht haben.
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| Gesichter einer Amtszeit |
Wohlgemerkt, ich habe Frau Merkel nie gewählt, aber ich respektiere ihre Leistung und ihren Rücktritt - auch wenn er viel zu spät kam. Sie hätte den Groko-Deal nie machen sollen. Nun sind die sogenannten Volksparteien vermutlich dauerhaft beschädigt. Daher sollten die Partei-Führer Merkels Schritt möglichst rasch folgen.
Der grenzdebil grinsende Seehofer, der mit seiner Senilität viel Sprit in schwelende Feuer geschüttet hat, und das noch als trickreich empfand, muss ebenfalls zurück treten. Und Jüngeren das Feld überlassen - selbst wenn sie von der Marke Söder, Scheuer oder Dobrindt sind. Die "Junghirsche" stoßen sich ihre Geweihe schon ab, und ihre vermeintlichen Wähler haben ja schon gezeigt, dass sie auch anders wählen können. Bayern wird aber vermutlich immer konservativ sein.
Und die alte SPD wollte unbedingt modern sein, als sie Andrea Nahles zu Vorsitzenden der einst linksliberalen Partei kürte. Sie bekam eine Pseudo-Proletarierin, die in erster Linie mit peinlichen Sprüchen auffällt: "Bätschi" sagen und eines "in die Fresse geben" könnte man vielleicht sagen, wenn sie die Fäuste dafür hätte. Aber Nahles verkörpert eben nur Mittelmaß.Wenn sie jetzt nicht über Personalien diskutieren will, hat sie guten Grund, denn die SPD verfügt über keines mehr, das nicht beschädigt oder abgelaufen ist.
Was ist nur aus den JUSOS geworden?
Da fällt mir ein Mittagessen mit einem der höchst bezahlten Manager der Clinton-Ära ein. Er meinte, das Problem der Politik sei, dass dort nur die "zweite Wahl" nach Ämtern strebe. Die Elite ginge in die Wirtschaft. Das sei der Grund, weshalb die USA stets von alt eingesessenen Clans mit großem Reichtum regiert werde, die im Hintergrund die Strippen zögen.
Kein Wunder also, dass Friedrich Merz aus der Versenkung auftaucht. Er dürfte als Spitzen-Bankerzwischenzeitlich ein paar Milliönchen gemacht haben.
Montag, 29. Oktober 2018
Das falsche Signal zur falschen Zeit
Während überall auf der Welt die Pressefreiheit in Gefahr ist, und Journalisten wegen ihres Tuns diffamiert werden, hat Deutschland als Büttel der Türkei nichts besseres zu tun, als den seit 36 Jahren hier lebenden Türken Yigit auszuweisen. Unter fadenscheiniger Begründung.
Yigit hatte - wie allen wissen - bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von Erdogan und Merkel ein T-Shirt getragen, das zur Freilassung von inhaftierten türkischen Journalisten aufrief. Mag sein, dass es für solche Presse-Konferenzen Grundregeln gibt, gegen die der 60Jährige verstoßen hat, aber ihn des Landes zu verweisen, heißt ja Öl in Erdogans Brandsätze zu schütten.
Wenn die Kanzlerin in diesem Fall nicht eingreift, ist Yigit für die Häscher des Türkischen Präsidenten Freiwild und wird auf Nimmer Wiedersehen in einer Strafanstalt als Terrorist abgeurteilt verschwinden.
Schön, wenn auch der Blogger mal in den Fake-Sumpf gerät. Die Fakten-Lage am Abend sieht so aus, als hätte die TAZ künstlich Stimmung machen wollen. Sorry, liebe Leser. Für die Historie lasse ich den Post aber trotzdem so stehen.
Yigit hatte - wie allen wissen - bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von Erdogan und Merkel ein T-Shirt getragen, das zur Freilassung von inhaftierten türkischen Journalisten aufrief. Mag sein, dass es für solche Presse-Konferenzen Grundregeln gibt, gegen die der 60Jährige verstoßen hat, aber ihn des Landes zu verweisen, heißt ja Öl in Erdogans Brandsätze zu schütten.
Wenn die Kanzlerin in diesem Fall nicht eingreift, ist Yigit für die Häscher des Türkischen Präsidenten Freiwild und wird auf Nimmer Wiedersehen in einer Strafanstalt als Terrorist abgeurteilt verschwinden.
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| Adil Yigit mit seinem stillen Protest Foto: Spiegel online |
Freitag, 26. Oktober 2018
Werbe-Pause
Nur noch wenig schalte ich den Fernseher an. Meist um Dinge zu sehen, die ich nicht im Internet aufrufen kann, aber eher doch, um Nachrichten zu sehen oder mir mehr Hintergrundwissen anzueignen. Das führt dazu, dass ich meist nur zwischen 19 und 20 Uhr vor der Glotze sitze.
Mir ist klar, dass diese Zeit "Prime Time" für Werbe-Botschaften ist. Darüber würde ich mich als ehemaliger Kurzzeit-Werbe-Fuzzy auch nicht aufregen, aber die Block-Schaltungen von Spots machen mich zunehmend mit ihrer Penetranz rasend.
In meiner Top-List der Aggression steht an erster Stelle der Typ, der behauptet ein Wärme-Pflaster sei wie ein Schmerz-Ausschalter: Auflegen, Schmerz weg! Da ich sehr vielseitige Schmerzen habe, wurde ich Opfer dieser Werbung. Ich musste feststellen, dass es nicht nur keinesfalls so leicht aufzulegen ist, sondern eigentlich nur im Lendenbereich wirkt, aber da nicht innerhalb kurzer Zeit. ge
Platz zwei nimmt eine Dame ein, die mit einem Uhrwerk im Bauch rumläuft. Da ist es kein Wunder, dass sie Verdauungs-Schwieirgkeiten hat bei all den Zahnrädern. Anfangs schoss mir noch der Gedanke durch den Kopf, wie das beim Sex scheppern muss.
Platz drei ist das betonte Hyaluron aus der Pharmazeutik, das Wunder für die Haut bewirkt und die Frauen-Haut viel schöner macht. Wer sich eine wenig auskennt, weiß dass die körpereigene Hyaluronsäure mit dem Alter in der Wirkung nachlässt. Frühere Apotheker haben es dann aus Hahnen-Kämmen gewonnen und als Falten-Glätter an Gläubige verkauft. Das kommt davon, wenn man mal eine Zeitschrift für eine Pharma-Genossenschaft entwickelt hat...
Ich habe meine Frau gebeten, ihr Dauer-Los zu kündigen, seit dieser arrogante Kerl in der Hängematte auftaucht, und einen glauben machen will, das sei der Weg zum Vor-Ruhestand mit Villa und Garten.
Die "Fürsorgliche" ist seit Jahrzehnten dabei und hat noch nicht einmal ein paar Mark geschweige denn Euros gewonnen. Eindeutig Platz vier!
Auf Platz fünf rangieren die diversen Models, die auf Wimpern-Booster schwören, die angeblich längere und stärkere Haarwuchs um die Äuglein versprechen. Wieso gibt es dann den Wirkstoff nicht auch für beginnende Kahlköpfe bei Männern?
Ach, ich könnte die Liste unendlich fortsetzen, aber das bin ja nur ich. Wen interessiert es?
Mir ist klar, dass diese Zeit "Prime Time" für Werbe-Botschaften ist. Darüber würde ich mich als ehemaliger Kurzzeit-Werbe-Fuzzy auch nicht aufregen, aber die Block-Schaltungen von Spots machen mich zunehmend mit ihrer Penetranz rasend.
In meiner Top-List der Aggression steht an erster Stelle der Typ, der behauptet ein Wärme-Pflaster sei wie ein Schmerz-Ausschalter: Auflegen, Schmerz weg! Da ich sehr vielseitige Schmerzen habe, wurde ich Opfer dieser Werbung. Ich musste feststellen, dass es nicht nur keinesfalls so leicht aufzulegen ist, sondern eigentlich nur im Lendenbereich wirkt, aber da nicht innerhalb kurzer Zeit. ge
Platz drei ist das betonte Hyaluron aus der Pharmazeutik, das Wunder für die Haut bewirkt und die Frauen-Haut viel schöner macht. Wer sich eine wenig auskennt, weiß dass die körpereigene Hyaluronsäure mit dem Alter in der Wirkung nachlässt. Frühere Apotheker haben es dann aus Hahnen-Kämmen gewonnen und als Falten-Glätter an Gläubige verkauft. Das kommt davon, wenn man mal eine Zeitschrift für eine Pharma-Genossenschaft entwickelt hat...Ich habe meine Frau gebeten, ihr Dauer-Los zu kündigen, seit dieser arrogante Kerl in der Hängematte auftaucht, und einen glauben machen will, das sei der Weg zum Vor-Ruhestand mit Villa und Garten.
Die "Fürsorgliche" ist seit Jahrzehnten dabei und hat noch nicht einmal ein paar Mark geschweige denn Euros gewonnen. Eindeutig Platz vier!
Auf Platz fünf rangieren die diversen Models, die auf Wimpern-Booster schwören, die angeblich längere und stärkere Haarwuchs um die Äuglein versprechen. Wieso gibt es dann den Wirkstoff nicht auch für beginnende Kahlköpfe bei Männern?
Ach, ich könnte die Liste unendlich fortsetzen, aber das bin ja nur ich. Wen interessiert es?
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