Mittwoch, 14. Oktober 2026

Gemeine Genealogie der Geschlechter

Wie kann der Mensch seiner täglichen Empörungen Herr werden, die Mächtige mit ihren  den Atem raubenden Handlungen auslösen? Vor langer Zeit - während meiner literarischen Anwandlungen, und bevor das Gendern losging - habe ich damit begonnen, zumindest Männer und Frauen in meine "gemeine Genealogie" einzuordnen. Diese ähnelt zwar der Methode, die Psychologen schüchternen Vortragenden empfehlen: Nämlich sich das Auditorium in Unterwäsche oder gar ganz nackt vorzustellen. Meine Kategorisierung hat jedoch zumindest auf  den ersten Blick nichts mit Gender-Bashing zu tun, sondern macht die vor einem Stehenden leichter verträglich.

Bevor ich also regulär beginne, meine Wut wieder mit der Steinschleuder im Glashaus auszutoben, möchte ich diese Einordnung meinen Leserinnen und Lesern - und wie Bömermann das ergänzt "allen dazwischen und darüber" - näher bringen. Ich will nämlich öfter - um mir Ausführungen über Charaktere in Zukunft zu ersparen - auf die Begriffe meiner Genealogie zurückgreifen. Damit die Texte wenn ich sie anwende, dann noch verständlich bleiben, möchte ich meine bislang geheimen Zuordnungen hier in aktueller Fassung weiter geben.
Lesebeispiel: Jens Spahn, der Ballett-Tänzer, mit Rolle rückwärts auf die Hinterbank...

Männer ordne ich also demnächst womöglich mal so ein:

1. Der Friseur
Das sind Typen, die dir um den Bart gehen, dich einseifen und pomadisiert Gerüchte wortgewandt weiter geben, beziehungsweise wenn du unachtsam etwas preisgibst, dies insgeheim an den nächsten Kunden wie einen vorgegebenen Geheimnisverrat "durchstecken". Ich ordne den Fraktionsführer der Christdemkraten, Thorsten Frei, dieser Kategorie zu.
Quelle: Facebook


Quelle: Webside Lindner
2. Der Ballett-Tänzer
Das sind echte Leisetreter. Immer auf Zehenspitzen von einem zum anderen herum eilend, treten sie selten auf ganzer Sohle fest für etwas ein. Für leicht befundene Frauen wirbeln sie, mitunter bekennend schwul, im Pas-de-deux gerne herum oder heben sie scheinbar mühelos empor. Zum Stillsitzen taugen sie wenig, wehalb sie seltener im Parlament aber umso häufiger in der Lobby zu finden sind. Der ehemalige Staatsminister im Auswärtigen Amt, Tobias Lindner von den Grünen, passte in diese Kategorie.

Quelle: Wikipedia

3. Der Teppichhändler
Welcher meiner Moves legt meine Konkurrenz aufs Kreuz? Welches Dekret bringt mir den höchsten persönlichen Gewinn? Wem verkaufe ich - selbst meinen meinen besten Freunden - was zu meinem größtmöglichen Vorteil. Und wem jubel ich alte Muster als gerade von mir gefunden und erfunden unter? Was schert mich das Gesetz der anderen! Ich bin immer der Erste, der Größte, der Beste. Vor allem aber dann, wenn ich meine "fliegenden Teppiche" in aller Welt vertreiben kann! Der mächtigste Vertreter in dieser Kategorie - wen wundert es - ist natürlich POTUS Donald Trump.

Quelle: Dreamstime

4. Echte Männer
Doch! Sie weinen, schämen sich aber ihrer Tränen nicht. Sie stellen die Sache stets vor ihr Ego. Sie stehen wieder auf, wenn Unrecht sie zu Boden drückt, aber sie opfern ihr Leben nicht! Sie sind lieber stille als gefeierte Helden. Denn ihre Beharrlichkeit ist das Elixier fürs Überdauern. Nach Marcel Reich-Rancki, dem Literaten und Kritiker, ist jedoch ein echter Mann erst dann erwachsen, wenn er begriffen hat, dass er nicht mit jeder Frau schlafen kann, die bei ihm Begierde erweckt. Unter all den beeindruckenden Männern, die ich erleben oder gar treffen durfte, fallen mir spontan vor allem Nelson Mandela und Richard von Weizsäcker ein.

Quelle: FOCUSonline













Das Gendern verlangte wohl von mir, dass ich äquivalent die Männer-Kategorie auf die Frauen ummünzte. Aber dann müsste ich meine damaligen Ideen komplett verwerfen. Auch weil die "Friseuse" mittlerweile zu so einem Klischee-Begriff geworden ist. Kaum noch jemand wird auch mit der historischen "Spionin" Mata Hari (https://de.wikipedia.org/wiki/Mata_Hari) und nur wenige mit Indira Gandhi etwas anfangen können. Beide betitelten vor Jahrzehnten meine Kategorien.  Alice Schwarzer hätte in diesem Zusammenhang eine eigene Sparte haben können, wäre sie nicht immer so verbiestert.

Deshalb ordne ich Frauen neuerdings so ein:


1. Die Influencerin
Sie erhebt Dinge, die die Welt gerade jetzt bestimmt nicht braucht, mit ihrer alleinigen Kompetenz zu einer allwissenden Wichtigkeit. Dabei geht es ihr noch nicht einmal darum, Fachlichkeit zu vermitteln, sondern eher, ihrem Narzissmus zu frönen. Sie plappert so dahin. Aber wehe, sie begegnet dem dereinst im Netz wieder! Das WWW at least forget!. Dann ist es zu spät. Es gibt von denen zu viele Überflüssige im kurzzeitigen Überfluss, dass es eigentlich unfair ist, Shirin David allein als typisches Besipiel abzubilden. Aber sie rappt wenigstens ganz nett. 

Quelle: Stern
Ich halte übrigens die öffentlichrechtlichen Influencerinnen von Caren Miosga bis hin zu Maybrit Illner für weitaus gefährlicher. Vielleicht gibt es ja zum männlichen Pendant für diese bald ja auch eine extra Kategorie und so einen aktuellen Hit wie den von Teddy Swims? Ambivalenter Titel: Missis Know It All!


Quelle: Bundestag
2. Die Schmetterlings-Frau 
Sie startet als Puppe und steigt mit schönem Flügelschlag zu immensen Höhen auf. In denen wird sie oft von männlichen Kollegen damit verunglimpft, ihre Höhenflüge allein der Besetzungscouch oder ihrem Aussehen zu verdanken. Gut, dass da die These, ein Schmetterlings-Flügelschlag hier, könne andernorts einen Orkan auslösen, eine Fehlinterpretation ist. Wenn Schönheit, Eloquenz und Fortune zusammen kommen, könnte das alleredings auch politisch bald mal zu einem "Wind of Change" führen. Schade, dass Annalena Baerbocks Amtszeit bei der UNO auf ein Jahr beschränkt war.


3. Die Primaballerina
Quelle: Spiegel
Bei ihr ergeben sich durchaus im Verhalten Parallelen zu meiner Kategorie 2 der Männer-Genealogie. Aber ihr kommt nicht selten im Alter die Quote zugute. Die Posen und die kunstvollen Pausen zum Atemholen bleiben ihr aber auch dann erhalten, wenn sie trotz akademischer Weihen womöglich weiter zu den Grenzen ihrer Kompetenz pirourettiert. Die öffentliche Hörigkeit hat eben mehr Einfluss als eine "Lesung" im größten Hörsaal der Uni. Und Erben leben  als Wähler eben länger als ihre Erblasser.  Sie könnte einem als echtes Beispiel für eine Primaballerina schon leid tun, die arme Katherina Reiche. Tänzerinnen sind selten auch rhetorisch begabt.

Quelle: Cantara.de
Mutter Courage in Gaza

4. Die Marketenderin
Nicht durch Zufall war "Mutter Courage und ihre Kinder" nach der "Dreigroschenoper" das erfolgreichste Schauspiel von Berthold Brecht und machte Therese Giehse und Helene Weigel über den deutschsprachigen Raum hinaus zu Bühnen-Stars. Darin wird die Marketenderin, die im 30jährigen Krieg mit ihrem Wagen hinter der marodierenden Landsknechten herzieht, zum Sinnbild der Ur-Mutter, die sich resolut allen Herausforderungen stellt, um den Ihren das Übeleben zu ermöglichen. Emanzipation hin oder Gendern her: Heimlich wünscht sich wohl jeder Mann tiefenpsychologisch nicht nur in den Schoß der Mutter zurück, sondern träumt sein Leben lang auch von der von ihr  einst bereiteten, schützenden Geborgenheit.  Doch diesen Typus der Marketenderin kann und dürfte es in der heutigen Zeit eigentlich nicht mehr geben. Einer Zeit, in der es mächtigen Männern gefällt, Soldat*innen in Kriege zu schicken, die allein dazu dienen, ihren irrwirtzigen Herrschaftsansprüchen zu frönen. 
Mir fällt keine "echtere Frau" ein, als die eine von Millionen, der es gerade gelingt, zwischen all den Trümmern kaltherziger Verwüstung ihrer geschundenen Familie das Über
leben zu sichern.
Quelle: FAZ
Mütter mit Courage zwischen den Linien
der Kriegsparteien im Sudan













Quelle: planetwissen
Am Ende des Zweiten Weltkriegs
waren die couragierten Mütter
auf der Flucht, meist ohne ihre Männe
auf sich gestellt, dem Schicksal gefeit..
Ist es in Europa  auch bald wieder so weit?




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