Donnerstag, 4. Juni 2026

Wenn der "Wertebasierten Ordnung" sowohl die Basis als auch die Ordnung fehlt

Schade, dass es nicht wehtut, wenn den Politikern ihre um Gewicht ringenden Worte auf die Füße fallen. Sonst hörte vielleicht die  pseudointellektuelle Verklausulierung zu Lasten der Verständlichkeit endlich auf.

Quelle: Tagesschau

Gut, nun sitzen wir alle belehren wollenden Deutschen wieder einmal nicht in dem Gremium, das ich an dieser Stelle schon als UNsicherheitsrat verballhornt habe. Was ist denn so erstrebenswert mit jenen kriegstreiberischen Mächten an einem Tisch zu sitzen? Seit bald einem Jahrzehnt bewegt dieser Sicherheitsrat der "Vereinten Nationen" gar nichts mehr, wobei er schon vorher wenig bewirkt hat. Denn die Supermächte können ja gegen alles, was ihnen nicht passt, ein Veto einlegen und das mit ihren zu Narrativen gewordenen Lügen ungestraft (Von wem auch? - wo ja selbst der Internationale Strafgesetzhof nur ein Papiertiger ist) untermauern.

Da kann sich einer wie unser Außenminister doch nur lächerlich machen, wenn er die Bewerbung seines Landes aufgrund der Wahrung einer regelbasierten Ordnung zum Erfolg führen möchte. Wo so einer Ordnung weltweit doch zunehmend die Basis fehlt, weil reihum gegen Regeln wie jenen des Völkerrechts quasi routinemäßig verstoßen wird.

Das Paradoxon der Bewerbung Deutschlands für den Sicherheitsrat wird immer wieder offenbar, wenn man sich vergegenwärtigt, dass sich die UNO ja nicht zuletzt auch aus dem "Völkerbund" formiert hat, weil Deutschland zuvor zwei Weltkriege  entfacht hatte.


So lange Schurken wie Trump, Xi und Putin gegen die Ächtung ihrer Verbrechen nur ein Veto einlegen müssen, ist der UN-Sicherheitsrat obsolet. Es ist fraglich, ob er sich ohne eine krasse Verschiebung der Weltordnubg oder einer Selbstreinigung der Großmächte überhaupt runderneuern ließe. Also was sollte außer dem Gefühl nationaler Wichtigkeit an einem Platz in dieser fragwürdigen Runde überhaupt Sinn ergeben?


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