Mittwoch, 10. Juni 2026

Die FIFA und der Charon-Dollar

 Damit der Fährmann Charon die Toten sicher über den Fluss Styx ins Jenseits shipperte, legte man ihm in der Griechischrömischen Antike als Obolus Münzen auf die geschlossenen Augen der Verstorbenen.


Eine Symbolik auch für den Weltfußball, dessen Sterben mit der in Kürze beginnenden Weltmeisterschaft schon begonnen haben könnte. Aufgebläht bis zur Unüberschaubarkeit, vergeben an zumindest zwei Gangster-Staaten zu  Eintrittspreisen, die den Begriff Volkssport ad absurdum führen.

Was baut sich da in meinem alten Hirn als ehemaliger Fußball-Schreiber für ein Schreckensbild auf!  

Giovanni Infantino legt dem Fußball Gold-Dollar nicht nur auf die Augen, sondern stopft ihm derart den Rachen mit fetten Scheinen, dass ja niemand noch einmal derart politisch aufmuckt wie vor vier Jahren in Katar. "Charon Trump" mit dem gerade neu erfundenen FIFA-Friedenspreis geehrt, hat den alten Kahn natürlich durch seinen Flugzeugträger Dwight D. Eisenhower ersetzt, aber dabei in seinem Größenwahn übersehen, dass dessen Verdrängung für den guten, alten Styx viel zu groß ist. So läuft der Fußball in der Mitte des Grenzflusses zwischen Dies- und Jenseits auf Grund. Kein Geld der Welt kann den Havarierten da noch retten.


RIP - Du ehemalige  Wonnekugel!

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