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| Quelle: Servus |
In den letzten Tagen waren die Feuilletons voll von Spekulationen, ob Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie dem Klimawandel trotzen und ihrem Ruf als "Eisheilige" überhaupt noch gerecht werden könnten. Aber siehe da, sie können uns noch zittern lassen. Pünktlich halbierte Mamertus am 11. Mai die Plusgrade auf unter 10, gestern kam zwar nach nächtlichem Dauerregen und Schneefall in den Bayrischen Bergen noch ein wenig die Sonne durch, aber bis zur "Kalten Sophie" am 15. Mai bleibt es so "schattig" und nass wie die Bauernkalender dies seit dem Mittelalter warnend für die allgemeine Aussaat schon immer prophezeit haben. Als meine Frau und ich noch zwei Gärten am Haus im Grünen Gürtel von München zu bewirtschaften hatten, haben wir uns auch strikt an die Regel gehalten, neue Pflanzen erst nach dem 15. Mai zu setzen und bis dahin auch die Rasenflächen nicht zu mähen.
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| Quelle: Williz Wildes Wuseln |
Trotzen die "Fünf Frostbeulen" - aus welchen höheren Weisungen auch immer - tatsächlich dem Klimawandel oder ist an dieser ominösen Wetter-Konstellation Jahreszeit bedingt tatsächlich etwas dran? Seit es Klima-Aufzeichnungen gibt, steht es um die Eisheiligen wie mit dem Wetter generell: Der Mai ist zur Mitte hin mal so, mal so. Eben so lala!
Bei allen Heiligen wäre es wirklich auch ein wahres Wunder einsteinscher Zeit-Verschiebung. Als nämlich die Kalender-Reform von 1582 von julianisch auf gregorianisch umstellte, hätten sich das Tun der "Eisheiligen" eigentlich um gut ein Dutzend Tage nach hinten verschieben müssen. Wären sie mit Bodenfrost noch Ende Mai gekommen, hätte man ihrer bestimmt nicht so schmunzelnd gedacht.
Bleibt noch die Gender-Frage: Müsste es nicht korrekt Eisheilig*innen heißen?


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