Meine Ehefrau, meinen Langzeit-Lesern als die Zweitbeste oder die Fürsorglichste bekannt, ist nur drei Monate älter als ich. Aber seit unserer ersten Begegnung vor bald 60 Jahren hilft sie mir durch ihren Pragmatismus, mit meinen Seelen-Blähungen zurecht zu kommen. Ihre charakterlich ähnlich gestrickte Mutter und sie sind wohl die beiden besten Mütter, denen ich in meinem Leben begegnen durfte. Wieso ich das erwähne, erkläre ich weiter unten.
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| Quelle: ZDF-presseportal |
Noch immer ist unser Leben vielleicht das beste, was beider Familien-Stränge Generation um Generation nie widerfahren ist. 77 Jahre ohne Krieg, ohne Katastrophen im lässlichen Wohlstand bei fast vollkommener Meinungs- und Reisefreiheit. Wir haben unseren beiden Kindern einen guten Start ins Leben ermöglichen können, aber jetzt müssen wir uns hilflos Sorgen um unseren einzigen Enkel machen. Wie wird er später auf diese Zeit, die sich in den vergangenen vier Jahren so dramatisch verändert hat - wenn überhaupt - zurück blicken können?
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| Quelle: Vatican News |
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| Quelle: Kindernothilfe |
Als der Indonesische Vulkan Krakatau im August 1883 regelrecht explodierte, hatte sich der Himmel im Westen schon verdunkelt, ehe die Nachricht von der Eruption dort ankam und einige Jahre Klima-Veränderung samt Ernte-Ausfällen zeitigte. Jetzt treffen uns die Katastrophen im Stundentakt und werden in sogenannten "Brennpunkten" auch noch breit ausgewalzt.
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| Quelle: Spiegel |
Mich beschäftigt seit dem Tod meiner Eltern die Frage, wieviel Horror Menschen überleben können, um dennoch wohl gestimmt in den Lebensabend zu schauen? Beide weissagten mir, dass wir es wesentliche schlechter haben würden, als sie, die ja Kriege und Elend überwinden mussten. Aber dürfen wir angesichts des weltweiten Elends überhaupt jammern? Wir sind, der Fügung sei Dank, immer noch via TV und Internet nur Zaungäste deszunehmenden Entsetzens. Aber was, wenn wir jetzt alle einem Fatalismus verfallen, der es Erzeugern schlechter Nachrichten nur noch leichter macht, unseren Planeten zu zerstören?
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| Quelle: Deutschlandfunk |
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| 1949 der Autor auf dem Schoß seiner Mutter |
Und wieso beschäftigt mich all das heute?
Heute vor 200 Jahren erblickte die spätere Franziska Nietzsche, die Mutter meines textlichen Leitsterns, Friedrich Nietzsche das Licht der Welt. Was an ihrer Erziehung mag wohl unseren Allzeit-Philosophen auf die literarische Umlaufbahn geschoben haben? Sie, zerstritten mit ihm, pflegte ihn dann daheim, als ihn die Paralyse ereilte. Mütter, Menschen und Mächte: Ich hätte gerne mehr über sie gewusst. https://de.wikipedia.org/wiki/Franziska_Nietzsche






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