![]() |
| Quelle: wikipedia Eigentlich ein Treudeutscher Lebenslauf - bis die Nazi-Herrschaft begann: Dr. Friedrich Weißler (1891 - 1937) als Präside der Sängerverbindung Ascania 1911 |
Weißlers Martyrium begann damit, dass er bei einem von ihm als Richter geführten Gerichtsverfahren 1933 einen SA-Mann mit einem Ordnungsgeld von 3 Reichsmark belegte, weil der verbotener Weise in seiner Uniform vor Gericht erschienen war. In der Folge wurde Weißler wenig später in seinem Büro überfallen, auf einem Balkon dem herbeigerufenen Pöbel präsentiert, der miterlebte, wie er gezwungen wurde, die Hakenkreuz-Fahne zu grüßen. Statt die Schergen zu bestrafen wurde Weißler am 4. August 1933 vom Dienst suspendiert. Begründung war eine zuvor ermittelte "jüdische Herkunft".
Dabei war schon Weißlers Vater, der bizarrer Weise den Vornahmen Adolf trug und Mitbegründer des Deutschen Notarvereins war, schon seit Ende des 19. Jahrhunderts bekennender Christ. Demnach hatte er seine drei Söhne, von denen Friedrich der jüngste war, evangelisch taufen lassen.
Dr. Friedrich Weißler war gewissermaßen ein Vorzeige-Untertan, der sich bei Beginn des Krieges freiwillig zum Militär meldete und sein Ende 1918 immer noch als Frontsoldat im Range eines Leutnants erlebte. Er gehörte als Burschenschaftler der Sängerverbindung Ascania an und trat später der Akademisch-Musikalischen Verbindung Akaria bei. Auch seine juristische Karriere war vorbildlich. Schon am 29. August 1932, im Alter von 41 Jahren erfolgte seine Ernennung zum Landgerichtsdirektor in Magdeburg.
![]() |
| Quelle: Christianity Today Karl Barth (1886 bis 1968) |
![]() |
| Quelle: Society of Classic Poets Pastor Martin Niemöller (1892 - 1984) |
Seine Schweizer Nationalität schützte Karl Barth. Martin Niemöller überlebte nicht nur das KZ Dachau, sondern 1945 auch noch die Verschleppung nach Südtirol als Geisel eines SS-Sonderkommandos.
.jpg)


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen