Freitag, 16. Januar 2026

"Trumpnami" ohne Frühwahn-System

 

Quelle: unsplash

Donald Trump begründet seine Gier auf Grönland mit einer neuen Sicherheitslage im Nordatlantik. Der einzige, der generell im Atlantik für Wirbel sorgt, ist er selbst - und das unter fadenscheinigen Begründungen! Er droht dort ja unliebsamen Regierungschefs nicht nur mit seiner militärischen Stärke. Er entführt sie auch - wie im Fall Maduro. Am liebsten stößt er Beschuldigungen aus, für die er keine Beweise vorlegen muss, weil alle Länder mittlerweile Angst vor ihm haben. Er lässt sogenannte Drogen-Boote samt Besatzung ohne Inspektion abballern. Was einer Todesstrafe ohne Prozess gleich kommt. Er kapert Öltanker auf hoher See, bei deren Beschlagnahme in seinem Sinne die übrige Welt nur mit Geheimdienst-Informationen abgespeist wird. Das Öl, das er sich einverleibt, ist automatisch amerikanisch - ohne Rücksicht auf das Seerecht, das klare Grenzen für das setzt, was ansonsten Piraterie wäre.

Quelle: DIE ZEIT
Eine Base-Cap macht ihn nicht
zum guten Spieler

Der verurteilte Straftäter, Dauerlügner und Rechtsbeuger in Weißen Haus ist keinen Jota besser als Putin und Xi, denen er unterstellt, sie wollten Grönland für sich, während er doch die größte Insel der Welt ja nur für sich haben will, um auf Basis von Gold und seltenen Erde, Geschäfte für das unübersichtliche Firmen-Geflecht seines Clans an Land zu ziehen.
Wie aktuelle Umfragen belegen, hält auch ein Großteil seines Wahlvolkes Trumps Grönland-Gepolter für gar nicht gut. Auch weil das Ansehen der USA weltweit noch nie so schlecht war wie heute. Aber das kümmert den Mann nicht, der in seiner eigenen Wahrnehmungsblase lebt, und sich immer noch für den größten, besten und beliebtesten aller US-Präsidenten hält. Seine MAGA-Mantra kommt bei seinen Untertanen längst nicht mehr gegen die Inflation und die Gewinn-Gier seiner oligarchischen Steigbügelhalter an. Seine Idee, auch Staaten wie Kanada und Mexico den vereinigten Staaten einverleiben zu wollen, sorgen bei den einstigen Bündnispartnern für ernste Sorgen.

Quelle: 123 RF
Aber genau das macht ihn umso gefährlicher und unberechenbarer. Er will die USA von der Schutzmacht zur beängstigenden, alles unterwerfenden "Allmacht" wandeln. Er weiß, dass ihm bis zu den "Midterms" und dem Ende seiner Amtszeit und auch zu seinem eigenen Lebensende nicht mehr sehr viel Zeit bleibt. Was ihm helfen könnte, wäre eben eine globale Ausweitung der derzeit noch regional begrenzten Flächenbrände, die ihm erlaubte, das Kriegsrecht auszurufen. Die Verfassung ist ihm dabei schnuppe. Nach ihr richtet er sich ja auch im Inneren eigentlich schon jetzt nicht mehr aus.

Keiner der schlauen Fachleute, die in den Talkshows auftreten, konnte bislang plausibel erklären, wieso die Parlamente, die Abgeordneten und Senatoren, auf die die USA in der Vergangenheit das stolze Vertrauen auf die beste Demokratie der Welt aufbauten, zu allem schweigen. Es gab Dutzende von Handlungen, die bei Vorgängern längst ein Impeachment-Verfahren in Gang gesetzt hätten. Auch bei den "öffentlichen Hinrichtungen" durch seine ICE-Garde hätten Parlamentarier beider Lager doch aufschreien müssen. Sind denn die alle gekauft oder schlottern sie "nur" vor der primitiven Rachsucht des Präsidenten? Bei seinen grenzenlosen finanziellen Mittel ist es wohl auch denkbar, dass er von jedem wichtigen Politiker Schmuddel-Akten in der Hinterhand hat,

Quelle: Freepik
Bei der Sprunghaftigkeit des POTUS
käme der "Trumpnami" ohne Vorwarnung

Gestern sollte ja ein Gruppe aus beiden Lagern - also Demokraten und Republikaner zusammen - in Dänemark zu Sondierungs-Gesprächen erwartet werden. Hoffentlich dürfen die dann bei ungemäßen Ergebnissen als "Landesverräter oder Terroristen" überhaupt wieder in die USA zurück reisen.

Um das Bild von der veränderten Sicherheitslage im Nordatlantik noch einmal aufzugreifen: Bleibt Trump bei seinen Plänen widerrechtlichen "Landnahmen" und übt er sie gar mit Gewalt aus, könnte sich das im Atlantik zu einem Seebeben nie geahnten Ausmaßes auswachsen. Der "Trumpnami" könnte eine Woge erzeugen, gegen die der Untergang des sagenhaften Atlantis nur ein Jacuzzi,  ein Planschbecken-Brodeln, gewesen wäre.

Quelle: freepik

Mittwoch, 14. Januar 2026

Verwerfliche Gedanken, die nicht frei sind

Als bekennender Agnostiker habe ich Spaß an der Idee, die nicht stoffliche Seele des Menschen habe im Moment des Todes beim Entfleuchen aus dem Körper ein Gewicht. Über die fragwürdige Mess-Methode des Duncan MacDougal, der auf die ominösen 21 Gramm kam, die seither auch im Netz herumgeistern, habe ich ja in einem früheren Post geschrieben.

Heute treibt mich die Überlegung an, dass die Seele dann ja unmöglich so ein Einheits-Gewicht haben kann. Meinem Körper habe ich zwar in den Vergangenen Jahren erheblich Gewicht entzogen. Stattdessen belastet aber eine unkontrollierte Zunahme verwerflicher Gedanken womöglich das, was man bei mir als Seele ausmachen könnte. Bei der derart belastenden Masse ergäben sich vermutlich in dem Moment, in dem ich den Löffel abgäbe, einige Kilo. Auch viel zu viel um beispielsweise durch die Nase zu entweichen - wie die alten Ägypter dies bei ihren Seelen vermuteten.

Quelle: Vecteezy

Was mache ich mir überhaupt Gedanken über die Verwerflichkeit meines Denkens, wo Gedanken doch frei sein sollten? Wer weiß in dieser von KI bedrohten Zeit aber, wie lang noch, wenn es staatlich verordnete Gedankenlese-Programme gäbe? Und was ist an meinem, geheimen Denken im Vergleich zu deren "Realpolitik" dann so verwerflich?

Ein Bespiel:
Denke ich an all die autokratischen Super-Senioren, die gerade das alte Weltgefüge durchrütteln, indem sie Meinung unterdrücken und sich die Justiz zum willfährigen Werkezeug machen, dann käme mir vielleicht dieser Gedanke: Wo sind denn all die Attentäter und Killer, die täglich über den Bildschirm huschen, wenn sie in der wirklichen Welt gebraucht werden?

Oder:
Wenn ich lese, dass Putin seine Hyperschall-Rakete bis an die Westgrenze der Ukraine feuert, huscht dies durch meine Gedanken: Es wäre endlich an der Zeit , ihm mal mit dem "Taurus" eines vor den Latz zu ballern.

Aber es träfe ja nicht allein Putin und einige seiner Paladine. Die Verwerflichkeit beider Gedanken dringen eben immer sofort in mein Gewissen ein, von dem ich echt nicht weiß, wie es mit meiner Seele "connected" sein könnte. Aber es mahnt mich: Das geht doch nicht! Du als Pazifist trachtest Leuten, die du gar nicht kennst nach ihrem einzigen, unwiederbringlichen Leben?
Ich stammle zwar lautlos eine Art Widerrede: Es muss doch einen Grund haben, weshalb Töten erst an fünfter Stelle der zehn Gebote steht. Und überhaupt ist Pazifismus ein Luxus-Denken für Zeiten des Friedens.

Rette sich, wer kann! Das ist derzeit die Devise.

Einst tat noch Volksmund die Wahrheit kund. Aber ob Morgenstern oder "Taurus": Tot ist in jedem Fall tot. Ob jene, die sich wohl für unsterblich halten, je über die Verwerflichkeit ihrer Gedanken nachdenken?
Quelle; MDR

Quelle: Edition Staeck





Die Gedanken sind frei

Altes Volkslied

1. Die Gedanken sind frei,

wer kann sie erraten,

sie fliehen vorbei

wie nächtliche Schatten.

Kein Mensch kann sie wissen,

kein Jäger erschießen,

es bleibet dabei:

die Gedanken sind frei.


2. Ich denke, was ich will,

und was mich beglücket,

doch alles in der Still,

und wie es sich schicket.

Mein Wunsch und Begehren

kann niemand verwehren,

es bleibet dabei:

die Gedanken sind frei.


3. Ich liebe den Wein,

mein Mädchen vor allen,

sie tut mir allein

am besten gefallen.

Ich bin nicht alleine

bei meinem Glas Weine,

mein Mädchen dabei:

die Gedanken sind frei.

Quelle: Die Liederkiste


4. Und sperrt man mich ein

im finsteren Kerker,

das alles sind rein

vergebliche Werke;

denn meine Gedanken

zerreißen die Schranken

und Mauern entzwei:

die Gedanken sind frei.


5. Drum will ich auf immer

den Sorgen entsagen

und will mich auch nimmer

mit Grillen mehr plagen.

Man kann ja im Herzen

stets lachen und scherzen

und denken dabei:

die Gedanken sind frei. 

Montag, 12. Januar 2026

The Queen of Crime

Quelle: IMDb
Die große alte Dame der
 Kriminal-Literatur,
The Queen of Crime,
starb mit 85 Jahren
an einem Schlaganfall 
Heute vor 50 Jahren starb die erfolgreichste Schriftstellerin aller Zeiten: Agatha Christie. Sie schrieb 66 Kriminal-Romane und mit der "Mausefalle" das Theaterstück, das bis heute ununterbrochen aufgeführt wird. Keine Schriftstellerin wurde häufiger übersetzt und erreichte schon zu Lebzeiten eine weltweite Milliarden-Auflage. Roman-Verfilmungen wie "Der Orient-Express" und "Tod auf dem Nil" sind zu Film-Klassikern geworden. Auch weil das Fernsehen sie immer wieder ausstrahlt.

Ihre beiden Roman-Figuren: Der in London lebende, belgische Detektiv Hercule Poirot und die Hobby-Kriminologin Miss Marple waren Blaupausen für viele andere Krimi-Helden der Weltliteratur., aber keine erfuhr den Glücksfall einer Margarete Rutherford als Protagonistin. Selbst Jean Gabin in den Verfilmungen des legendären Kommissar Maigret aus den Romanen von Georges Simenon reichte da nicht ran.

Quelle: pinterest
Vorsicht vor der schrulligen Alten
mit dem kriminalistischen Verstand:
Margarete Rutherford als
unvergleichliche Miss Marple
Meine Frau gehört wohl zu den Wenigen, die beinahe Alle Christie-Romane nicht nur gelesen, sondern auch gesammelt hat. Nicht zuletzt, weil sie anfangs für den Verlag gearbeitet hat, der die deutschen Rechte ergattert hatte. Ich selbst bin vor allem Miss Marple in den Schwarz-Weiß-Verfilmungen mit der Rutherford verfallen. Gemessen an den Standard-Serien-Produktionen kann man auch heute noch schmunzeln über ihre perfide Hartnäckigkeit. Hingegen hat mir Poirot in Gestalt von Peter Ustinov weniger gefallen. Nicht, weil der nicht in der Rolle geglänzt hätte. Aber er war zu viel echter Gentleman.
Quelle: Wikipedia
Viel zu sehr
Gentleman:
Peter Ustinov

Quelle: Prime Video
Da war die
Verkörperung von
David Suchet schon
passender
Erst als ich via Guttenberg-Project die Christie auf dem Reader erstmals überhaupt und im Original gelesen habe, fiel mir auf, dass sie subtil darum herumgeschrieben hatte, dass sie mit dem "pomadigen" Detektiv Hercule Poirot wohl tatsächlich eine Figur geschaffen hatte, mit der sie selbst in natura niemals Tee getrunken hätte. 

Christies Plots waren stark strukturiert, und am Ende wurden die größten Verwicklungen oder Verstrickungen der Verbrechen immer detailliert aufgeklärt. Den vielfach geäußerten Vorwurf, sie hätte Kriminalfälle romantisiert, würde ich im Rückblick nicht mehr teilen. Vielmehr schriebe ich ihr heute zu, sie hätte aus der guten alten Zeit der Vorstellungen über Recht und Unrecht, den Glauben an das Gute manifestiert. Nicht zuletzt, weil selbst in dieser rauen, blutrünstigen Krimi-Gegenwart immer noch ihre Handlungs-Stränge entlehnt oder gar geklaut werden...
Quelle: ARTHAUS-Magazin
Wie hier im Orient-Express werden bei Agatha Christie
 von Hercule Poirot immer wieder alle
Verstrickungen und Täter in Anwesenheit
aller Protagonisten überraschend entwirrt


Freitag, 9. Januar 2026

Ist Entfolgen das neue Ghosten?

 Soll keiner glauben, ein Mann meines Alters könne sprachlich nichts mehr dazu lernen. Da stieß ich doch in einem der unsäglichen Messenger-Dienste, die ungefragt von einem Provider zur Verfügung gestellt werden auf eine Formulierung, die geradezu auf Donald Trump maßgeschneidert wäre: Die Ex-Ehefrau vom Schweinsteiger Basti hat den Weltmeister "entfolgt". Ich bin ja nicht begriffsstutzig, konnte mir meinen Teil gleich denken, aber wollte auch wissen, wie KI das definiert:

Entfolgen bedeutet, das Abonnement eines Profils oder einer Seite in sozialen Netzwerken wie Instagram, Facebook oder X (ehemals Twitter) zu beenden, sodass dessen Beiträge nicht mehr im eigenen Feed erscheinen. Es ist das Gegenteil von "folgen" und wird durch Klicken auf "Nicht mehr folgen" auf dem Profil des Nutzers oder der Seite ausgelöst. Der Begriff ist eine deutsche Lehnbedeutung des englischen "unfollow". 

Quelle: Flaticon

Für Social-Media-Surfer scheint das neuerdings eine der härtesten Formen der Verachtung zu sein. Ist aber auch nicht tapferer als das gemeinhin schon seit jeher praktizierte Ghosten - also sich einfach nicht mehr melden, wenn einem ein Kontakt lästig geworden ist. Dennoch auch hier mal die KI-Erläuterung.

"Ghosten" (vom englischen ghost = Geist) bedeutet, den Kontakt zu jemandem plötzlich und ohne Erklärung abzubrechen, indem man nicht mehr antwortet, Nachrichten ignoriert und wie ein "unsichtbarer" Geist verschwindet, oft im Dating, aber auch in Freundschaften oder im Beruf. Es hinterlässt bei der betroffenen Person oft Verwirrung, Unsicherheit und viele unbeantwortete Fragen.

Quelle: freepik

Auf mich und meine Blogs bezogen: Müsste ich mir ernsthafte Sorgen machen?
Seit Jahren hat sich meine Follower-Zahl so absolut überhaupt nicht verändert, dass ich mich nun frage, ob die alle überhaupt noch leben oder nur vergessen haben, mich explizit zu entfolgen. Andererseits lässt die vom Provider zur Verfügung gestellte Statistik keinen Rückschluss darauf zu, wer mich alles ghostet.
Ich kann nur stolz berichten, dass der Dezember mit über 10.000 registrierten Zugriffen der Erfolgreichste für mein Geschreibsel war. Was mich einerseits stolz und dankbar macht, mich andererseits überlegen lässt, ob die trumpschen Posts auf "Truth Social"  und "X" nicht langsam für's Seelenheil seiner Fans "unfollowed" und "ghosted" werden sollten.

Hier der Ausweg für alle, die meinen Posts zu Donald Trump nicht mehr folgen wollen:


Mittwoch, 7. Januar 2026

Wir wollen wirken, weil wir's wissen!

Im Gegensatz zur offenbar völlig verstummten Opposition in den USA, wissen wir - trotz massiver Desinformations-Versuche - meist mehr von den Machenschaften Donald Trumps als seine Landsleute. Während des "Christmas-Party-Hop" meiner Tochter traf ich einen jungen Deutschen wieder, der vor ein paar Jahren mit seiner Familie nach Colorado gezogen war. Ich sprach ihn auf unseren aktuellen Eindruck vom Zustand der USA an und hakte nach, was die Leute in seinem Umfeld,  in seiner neuen Heimat, so denken.
Er antwortete, dass sie in den Rockies gar nicht so viel von Trumps Politik mitbekämen. Sie lebten in einer Blase des unpolitischen Wohlstands. Freizeit-Colorado ist ein "Blue-State", wird also von einem Gouverneur der Demokraten regiert.

Wohlwollen durch wachsenden Wohlstand, das ist das, was die Merz-Koalition anstrebt? Hitler war ja für viele auch ein Wohltäter, weil er die Autobahnen und den Volkswagen hat bauen lassen. Leider war "The End of The Story" dann ganz anders, was viele bei uns aktuell wohl nicht mehr wahrhaben wollen. Sie sehen in den Nachrichten, wie einer sein Faustrecht für seine Idee von der Freiheit und Allmacht seines Landes brutal über alle Anstandsregeln hinweg, auch die Justiz aushebelnd, radikal ausübt. Und das finden sie offenbar gut. Die Umfrage-Werte für die AfD steigen ja in diesem von Wahlen geprägten Jahr stetig weiter.

Im Gegensatz zum Narrativ der Trump-Regierungs-Clique wirken aber hier in allen Bereichen noch Argumente in freier Meinungsbildung fort. Aber offenbar nicht genug, weil die Europa aufgezwungenen Zustände den Ruf nach starken, autoritären Führern wieder lauter werden lassen. Das gilt noch spezieller für Deutschland. Schon bei der Vorgänger-Regierung ließ kaum jemand die so stark veränderten Rahmenbedingung gelten. Nun tut sich die nachfolgende Koalition noch schwerer und ist schon von Anfang an genauso zerstritten, dabei herrscht weltpolitisch nun Alarmstufe Rot.

Quelle: BAMF
Wieso spielt der Anti-Migrations-Aktivismus
und die "Städtebild"-Diskussion
in diesen Krisen-Zeiten so eine vorrangige 
Rolle, und wieso...

Wie stets in Krisen gewinnen die kapitalistischen Argumente wieder die Oberhand und schwächen den Sozial-Staat, in dem der Kanzler den Eindruck erweckt, die Deutschen seien ein Volk von Faulen und zu vielen Grundsicherungs-Bezieher*innen.

Quelle: Sportbuzzer
.
.. ist der Migrations-Hintergrund
der Fußball-Nationalmannschaft egal?
Wie weit hat er sich auch von seinen Wähler*innen entfernt, wenn er meint, allein mit dem Turbo-Booster für die Wirtschaft, durch Aktionismus bei der Migration oder dem höheren Mindestlohn bei gleichzeitiger Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie punkten zu können. Nichts davon kommt ja wirklich an. Weil die Industrie durch Auslagerung wegen der höheren Löhne und der hier alles verlangsamenden Bürokratie ins Ausland abwandert. Weil ein höherer Mindestlohn in keinster Weise bei gleichzeitig abnormen Preissteigerungen mehr "Netto vom Brutto" in die Geldbeutel zaubert, aber vor allem weil es in vielen Bereichen durch Stellenabbau auch immer weniger Jobs gibt.
Quelle: MDR

Quelle: Spiegel
Waffen von Fließbändern, während andere stillstehen.
Ohne die Waffen-Industrie stünde es noch
schlechter um die Wirtschaft. War das Trumps
 perfide geplante Zwickmühle?
Es ist verständlich, dass Merz bei diesem tollwütigen POTUS in seinen wenig komplexen Stellungnahmen vorsichtig ist, Aber genau das will Trump: Angst machen, einschüchtern, die Abnormalität von alten Regeln und Deals erzwingen. Deutschland wäre blöd, weiter Kräfte darauf zu verschwenden, dem US-Präsidenten gefällig zu sein. Die erpresserisch geforderten, höheren Rüstungsausgaben für eine NATO, die wegen seiner Grönland-Gelüste bald nicht mehr existiert, sind nur ein Beispiel für dessen perfide Schwächungsmanöver.

Es ist an der Zeit, sich nicht nur neue Freunde zu suchen, sondern auch auf das zu vertrauen, was Deutschland stark und respektiert gemacht hat.

Herr Bundeskanzler! Wir wollen wirken, weil wir wissen, was wieder kommen könnte!

Wir brauchen hier bald auch eine "Blase", in der wir uns wieder sicherer fühlen können. Leider sind Sie zum schlechtesten Zeitpunkt auch bislang der falsche Mann. Nicht, dass ein Gegen-Trump von Ihnen zu erhoffen wäre. Es ist aber höchste Zeit, Ihren vollmundigen Ankündigungen von vor der Wahl, tatsächlich selbstbewusstere Taten folgen zu lassen!

Sogar Ex- Kanzler-Kandidat Armin Laschet hat gestern bei Maibrit Illner die Umbesinnung auf ein Kern-Europa für den Fall gefordert, dass die EU im Umgang mit den USA wegen Zauderern nicht genügend Stärke zeigte

Montag, 5. Januar 2026

Und dann als nächstes Europa?

 Mag ja sein, dass Nicolás Maduro - auch ohne vorliegende Beweise für seine Verwickelung in den Rauschgifthandel - ein Schurke ist. Da hätte er aber eigentlich als totalitärer Autokrat  ins Konzept von Trump passen können. Doch da bleibt der einfach frech auf den riesigen Ölreserven sitzen, die ja  im Prinzip den "großartigen Amerikanischen Ölkonzernen" gehören! Gut, so einer muss dann gewaltsam entfernt werden wie der Chilenische Präsident Salvador Allende. Der gab zumindest als bekennender Kommunist eine deutlichere Zielscheibe ab. Damals haben die USA mit ihrer CIA erwirkt, dass fast zwei Jahrzehnte lang der hörige, faschistische Diktator Alberto Pinochet seine Horror-Herrschaft ausüben konnte. Müssen die Venezolaner nun auch so eine aufgezwungene Regierung erdulden? Die US-Außenpolitik hat schon immer nichts anderes als kriegerische Mittel gekannt, um sich Länder gefügig zu machen. Wenn diese dann auch militärisch gescheitert ist, hat sie meist anhaltend schlimmere Zustände hinterlassen, die Jahrzehnte der Entwicklung verhinderten: Korea, Vietnam, Irak, Afghanistan, Gaza etc.,

Trump hat angekündigt so lange Venezuela unter Druck zu halten, bis eine ihm genehme Regierung in der Lage ist, seine Deals und die wirtschaftlichen Interessen der USA nach Gusto zu schützen. Das folgt natürlich einem noch viel größeren Plan. Die Welt soll womöglich in Zukunft autoritär von drei Mächten regiert werden. Mit dem Überfall auf Venezuela hat er quasi bereits die Ukraine geopfert. Denn wie will er dann noch gegen weitere Annexionen Putins argumentieren? Und auch Taiwan wird Trump  dann wohl mit dieser völkerrechtlich verwerflichen und ja auch die US-Verfassung aushebelnden Maßnahme den Chinesen argumentativ auf einer Opferschale dargereicht haben.

 Innerhalb eines Jahres hat der "Peacemaker" derart gezündelt, dass weltweit noch vor den "Midterms" im November einige Brände ausbrechen könnten, die ihm dann fürs Innere die Verhängung des Kriegsrechts ermöglichten...

Sein wirrer Kopf denkt vielleicht wirklich: "Ich nehme mir, was in meinem Einflussbereich liegt, dafür könnt ihr Chinesen und Russen in euren Sphären schalten und walten, wie es euch gefällt. Hauptsache wir drei Großen kommen uns nicht in die Quere!" 

Was wird zwischen diesen Mühlsteinen aus dem kleinen aber wirtschaftlich so ertragreichen Europa, wenn die bereits wirkende Indoktrination hin zum autokratischen Faschismus durch die Trump hörigen Oligarchen nicht wie bezweckt zum Erfolg führt? Wird dann die EU mit dem Narrativ der Trump-Administration, dass sie die Meinungsfreiheit behindert, auch gewaltsam auf den Trumpismus eingeschworen? Und dann auch so lange besetzt, bis Meloni, die AfD, der Front National und Typen wie Viktor Orban, Milliardär Andrej Babis, Geert Wilders und Nigel Farage die EU zersetzt haben?

Quelle:TAZ
Der oberste Befehlshaber Trump auf der Ramstein Air Base.
Die Gesamtzahl der US-Militärs, die in Europa
stationiert sind, liegt bei rund 78.000 Soldaten.
Davon allein in Deutschland etwas unter
40.000 und vielleicht 12.000 in Italien
 Zumindest in Deutschland hätte Trump ja leichtes Spiel, denn hier stehen seine Streitkräfte samt strategischer Technologie ja schon logistisch eingebunden in den Startrampen. 

Wie Karnickel starren wir paralysiert auf die Bedrohung durch den "Russischen Bären", dabei steht der potenzielle Feind - gestützt durch Suchmaschinen und soziale Medien - eventuell schon in den europäischen Wohnzimmern.

Wir Alten werden unter solchen Umständen vielleicht bald für die "Gnade der frühen Geburt" dankbar sein.

Da geht mir doch gleich der Gag von dem gerade noch davon Gekommenen durch den Kopf: 
Der setzte sich seufzend, erschöpft aber auch ein wenig erleichtert hin und dachte bei sich.
"Das hätte schlimmer kommen können."

Und es kam schlimmer!

Freitag, 2. Januar 2026

Wort-Schatz

 

Quelle: StockCake

Resilienz

Wer mit seinem Schatz nach Worten sucht,
Hat oft das Eitle schon verflucht.
Da graben Redende so manche aus
Und heischen damit nur um Applaus.
So gräbt dann das dumme Auditorium
Verstohlen in seinem Wortschatz rum.
 Zum Glück gibt's da das smarte Phon.
Da findet sich das Gesuchte schon.
Doch was bedeutet das Wort, das schicke?
Rundum werfen sie verstörte Blicke.
Wie schreibt man Resilienz denn nur?
KI bringt Suchende schnell auf die Spur.
Und dem nun Schlauen wird eines klar,
Weshalb ihm das doch so lange verborgen war.
Politik vermeidet gern das Wort Widerstand.
Die Historie vermerkt da ja so allerhand.
Von denen, die ihn leisten, um daran zu zerbrechen.
Widerstehen psychisch doch oft nur die Frechen.
Die scheinen verdrängend, so alles zu Überleben.
Resilienz hilft aber weder in Kriegen noch bei Beben.
PTBS ist längst des Volkes Langzeit-Symptom
Und Widerstandskraft ist nur ein Phantom,
Wenn Menschen und Mächte das Leben negieren.
Knechtschaft endet eben nun mal auf allen Vieren.
Da hilft kein Verschleiern mit Resilienz.
Am Ende zählt doch nur die blanke Existenz.
Macht Resilienz bloß nicht zum Wort des Jahres,
Sprecht lieber mal ein Machtwort, ein klares!

Quelle: www.sueddeutsche.de