Freitag, 23. Oktober 2026

Redlich reden!

Wer heurzutage liest, hört oder sieht, dass sich jemand redlich bemüht, stellt sich meist vor,  dass jener es wohl nicht schaffen wird. Politiker fordern gleichzetig mehr Redlichkeit und übersehen dabei gerne, dass die Veranlagung zu dieser Charakterstärke in der DNA festgelegt ist, und daher nicht allen gleichermaßen zur Verfügung steht. Der Redlichkeit steht Vorhaben häufig als schlechtes Gewissen im Weg und muss überwunden werden, wenn man voran kommen möchte. In der Politik ist es üblich, dass es so oft überwunden wird, dass von der Redlichkeit am Ende immer weniger übrig ist. Das zeichnet Machtmenschen aus, je länger sie leben. Bei den Greisen der Macht, die derzeit unseren Planeten im Griff haben ist das dauernde Überwinden dann zur Skrupelosigkeit gediehen.

Quelle: www.fr.de
Seit Trump das Amt als Führer der westlichen Welt (The Leader Of The Western World) zum zweiten Mal so selbstherrlich übernommen hat, ist die feine Kunst der Diplomatie durch einen aggressiven, pöbeligen Redestil entweiht worden. Der besteht aus schamlosen Lügen, unhaltbaren Anschuldigungen und atomaren Drohgebärden. Das Schlimme ist, dass der zunehmend abfärbt. Ich habe den Eindruck, dass ihm auch schon in unseren Parlamenten nachgeeifert wird, seit die AfD zur Bedrohung unserer Demokratie geworden ist. Der Mangel an Redlichkeit fällt vor allem bei denen auf, die ihre Felle davon schwimmen sehen - wie jüngst beim Bayrischen Ministerpräsidenten auf dem Parteitag der Jungen Union.
Quelle: Tagesschau
Mit der Geste und dem Brustton des Propheten
auf dem Parteitag der JU

Da hat Markus Söder - nachdem eigene christliche Parlamentarier in Sachsen-Anhalt durch ihr Abstimmungsverhalten eine Bresche in die Brandmauer nach rechts gerissen haben - nun schnell zur Ablenkung eine weitere Mauer gegen die Linksradikalität gefordert. Man könne der Welt die Deutsche Hauptstadt unter einer von der Linken geführten, demokratischen Regierung mit den Koalitionären Grüne und SPD nicht zumuten. Söder übersieht dabei, dass es zwischen zwei Mauern noch schwerer wird, Demokratie aus die Mitte heraus zu sichern.

Das war die erste Unredlichkeit, die Berlin auf eine Stufe mit Magedburg stellte, wo der Parlamentspräsident ja nur mit CDU-Stimmen gewählt werden konnte.

Einen Tag später verlangte seine Bayrische Tollität im Nachschlag, aus dem Länderfinanzausgleich zwischen den Bundesländern dürften keine Mittel an Länder mit extremistischer Regierung fließen.

Das war Unredlichkeit zwei: Eine Forderung, die nicht nur gegen die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland verstieße, sondern auch demokratisch gewählte Landesregierungen diffamiert, die sich obendrein noch gar nicht richtig konstituiert haben. Was sich anhört wie ein Schutz der Demokratie, wäre defacto bereits eine Beschädigung. Immerhin konnten ja nach beiden Seiten noch nicht einmal Verbotsverfahren auf den Weg gebracht werden.

Gut, dass der Franke vorerst keine Chance auf die Wahl zum Bundeskanzler hätte. Das wäre ja nach dem "schlechtesten Kazler aller Zeiten" (den Titel hat Merz ja schon jetzt von Scholz geerbt) der "Dampplauder-Kanzler Zweipunktnull".

Üb immer Treu und Redlichkeit

Quelle:  Klassik Stiftung Weimar

Bis an dein kühles Grab,
Und weiche keinen Finger breit
Von Gottes Wegen ab.

Dann wirst du wie auf grünen Au'n
Durch's Pilgerleben geh'n,
Dann kannst du sonder Furcht und Grau'n
Dem Tod ins Auge seh'n.

Auszug aus dem Gedicht von Ludwig Christoph Heinrich Hölty, erschienen 1775. Dieses Lied habe ich in der Volksschule noch singen müssen.

Mittwoch, 21. Oktober 2026

Wie friedliche Schüler-Demos zu synchronem Straßen-Terror werden

 Jetzt wird langsm offenbar, was Trump mit seinem "Gunst-Abzug" und der rüpelhaften Zollpolitik bei den aufgescheuchten Mitgliedern der EU zu erreichen hoffte. Der US-Potentat, der sich ja mit Überschuldung politisch und bisweilen privat nur zu gut auskennt, trieb mit seiner urplötzlichen Forderung nach akuter Nachrüstung der NATO-Verbündeten, die ohnehin schon reichlich verschuldeten Nationen der "AltenWelt" mit "Doppel-Wumms" in eine Falle. Nachrüstung gegen wen? Gar gegen Putin, den er immer wieder mit Scheindrohungen bombardiert, um den "Nice Guy" anschließend wieder beherzt in die Arme zu schließen - wie gerade jetzt wieder?

Dass er im Moment der von ihm mit dem Iran-Krieg angezettelten Energiekrise, die Ukraine verrät und Russland partiell entsanktioniert, ist an Perfidie nicht zu überbieten. Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit lässt Trump durch seine Palladine Rubio, Vance und Hegseth Rechtsnationale, Nazis und Autokraten hochleben, während er die politischen Gegner vor allem aber die wahren Demokraten nicht nur im eigenen Land, sondern weltweit in seinen Reden als Radikale, Terroristen und Kommunisten diffamiert. Wohl wissend, dass weder Putin noch Xi längst nicht mehr dieser "Glaubensrichtung" angehören.

Quelle: Handelsblatt
Für welchen Triumph er sich diesen Arc hinstellen will,
wird wohl hoffentlich eines der
ungelösten Rätsel der Geschichte bleiben

Was bezweckt der Allmächtige damit, und wen lässt er die Drecksarbeit machen?
Die EU hat ja schon vorher, während ihrer Harmonie-Phase, deutlich über ihre Verhältnisse gelebt. Der allgemeinen Prosperität war soviel Wohlergehen zu verdanken, dass man weltweit gerne zeigte, zu was die Gemeinschaft alles imstande ist. Und wirtschaftlich war das ja auch beeindruckend.

Dabei wurde schon zur Zeit Angela Merkels auch in Deutschland übersehen, dass da ein Teil der Bevölkerung längst nicht mehr mitkam, und auch wichtige Infrastruktur für Prestige geopfert wurde. Keine Beispiele aus Deutschland treffen es da besser als der Bahnhof "Stuttgart 21", der als Milliarden-Grab immer noch nicht fertig ist und der Flughafen BER, der für 2 Milliarden geplant und dann erst nach endlosen Verzögerungen für mehr als das Dreifache fertig gestellt wurde.

Quelle: Tagesspiegel
W
er unter derart bedrohlichen Bedingungen
 lernent muss, wird sich zurecht abgehängt fühlen

Was hätten sich währenddessen da schon marode Schulen und baufällige Universitäten über Bruchteile dieser Zuwendungen gefreut!

Dann kam Korona. Der gewonnene, teure aber mitunter auch verschwenderische Kampf  (Spahns Masken-Deal) gegen Covid diente fortan als Ausrede, wieso Schüler und Studenten in Quarantäne den Anschluss verpassten, und weshalb drängende Generationsprobleme nicht gelöst werden konnten. Dass gleichzeitig die Deutsche Autos-Industrie nach Abgasskandal und durchs Verschlafen der E-Welle die Spitzenplätze auf den Weltmärkten verlor, gehört sicher nicht zu den Faktoren. Korona gab es auch in China und den USA, wo das Virus allerdings während Trumps erster Amtszeit verleugnet wurde und daher Musks Tesla-Programm auch nicht bremste.

Die "Ampel" folgte gerade noch planerisch dem Aufholzwang in Sachen Umwelt und Bildung, da begann der Ukraine-Krieg mit unabsehbaren Folgen. Eigentlich hätte die Mischung aus Sozialem, Wirtschaflichem und Umweltrelevantem doch passen müssen, aber da war die Stimmung im Land und auf der Welt längst in allgemeine Angst umgeschlagen. Wenn schon die Erwachsenen schlotterten, wie sollten da die Folge-Generationen mit all den verzögerten Reformen klar kommen?

Nicht nur in Deutschland wechselte die Orientierung der jungen Menschen vom Bewahren der Umwelt und Bewältigung der Klima-Krise aufs bloße Überleben.
Wer keine reichen Eltern hat, die Privatschulen oder Studien sowie die Untrkünfte hierzu finazieren können, stand und steht während der Ausbildung plötzlich vor der Existenz-Frage, wie ihr Staat. Schulden zu machen oder abgehängt zu werden.

Doch die Proteste brachen europaweit nach zarten Anfängen erstaunlicher Weise erst jetzt plötzlich mit Gewalt hervor. Die zunächst friedlichen Demos griffen jedoch Themen auf, die auch die scheinbar schon im Leben Angekommenen zur Besinnung brachten: Chancengleicheit, bezahlbares Wohnen, Lohnanpassung an die stetig steigenden Lebenshaltungskosten, und infolgedessen auch die wieder zunehmende Angst um die Job-Sicherheit.

Quelle: SPIEGEL
Wird das in Brand gesteckte historische Rathaue von Limoges
zum Menetekel des neuerlichen Straßen-Terrors?
Aber weshalb kommt es in Paris, Rom, London, selbst in Tirana und vielen anderen europäischen Großstädten fast gleichzeitig zum brandschatzenden Straßenterror? Sind Gewaltbereite tatsächlich mittlerweile schon so vernetzt? Oder agieren sie gar ferngesteuert? Dabei darf  nicht übersehen werden, dass es in der Folge auch politisch nun wieder wie von selbst zur üblichen Polarisierung zwischen ultraechts und radikal links kommt. Die meist noch amtierende Mitte erscheint dadurch dem Volk zunehmend als machtlos.

Mir kommt die Synchronisation der Gewalt in Zeiten der verstärkt hybriden Kriegsführung verdächtig vor. Was, und wer auch immer hat gerade Interesse an einem schwach erscheinden Europa oder will vielleicht prorevolutionäre Verhältnisse schaffen? Ich bin ein ziemlich ängstlicher Typ in Sachen politischer Machenschaften geworden.  Was, wenn wie einst im Kalten Krieg "agents provocteurs" unterwgs sind? Wurde Deutschland, wo ja all diese Probleme nicht gerade  geringer sind, nur für ein Crescendo aufgespart?

Das in einer Zeit, in der der drohnendödelige Dobrindt so viele öffentliche Auftritte hat, dass er ja kaum noch Zeit für die innere Sicherheit "in diesem unseren Land" haben kann. Anstatt bei kleinen Vorkommnissen ermittlungstechnisch erst einmal den Deckel drauf zu lassen, wird daraus hysterisch in der Öffentlichkeit eine radikale Aktion, die der Innenminister ausweitend gar nicht bedrohlich genug dastellen kann. Dabei ist Hysterie und Angstmachen genau das, was Putin und seine Handlanger eigentlich mit ihren fehlgeschlagenen Nadelstichen  in puncto allgemeiner Verunsicherung  erreichen wollen...

Montag, 19. Oktober 2026

Eve Of Destruction

Wie mag sich der heute 91jährige Barry McGuire dabei fühlen, dass der Text von seinem Hit aus dem Jahre 1965 die aktuelle Welt immer noch so drastisch beschreibt? Denn vier Tage nach seinem Geburtstag scheint sein Päsident nun endgültig durchgeknallt zu sein:

Quelle: JPC
Seine beinharte Stimme
führte ihn zum Welterfolge

The Eastern world, it is explodin'
Violence flarin', bullets loadin'
You're old enough to kill but not for votin'
You don't believe in war, but what's that gun you're totin'?
And even the Jordan river has bodies floatin'

But you tell me
Over and over and over again, my friend
How you don't believe
We're on the eve of destruction

Quelle: NDR
Die östliche Welt, sie explodiert
Gewalt flammt auf, Kugeln werden geladen
Du bist alt genug um zu töten, aber nicht fürs Wählen
Du glaubst nicht an den Krieg, aber wofür ist die Waffe die Du trägst?
Und selbst auf dem Jordan treiben schon Leichen

Aber Du sagst mir
Immer und immer und immer wieder, mein Freund,
Du glaubst nicht,
Dass wir kurz vor dem Weltuntergang stehen
[oder: Dass wir gerade den Vorabend des Weltunterganges sehen]
https://www.youtube.com/watch?v=qfZVu0alU0I

Überfall auf Venezuela, Unterstützung der totalen Zerstörung von Gaza, Krieg gegen den Iran, und nun noch diese Schaukel-Politik mit der Ukraine und  ihrem permanent das Völkerrecht missachtenden Aggressor Russland. Kurz vor Ablauf des parlamentarischen Beschlusses und nachdem Trump quasi als sybolischen Akt russissches Dieselöl gegen alle bisherigen Sanktionen kauft, lässt er seinen Milliardärs-Buddy Elon Musk auch noch das für die ukrainiasche Raketen-Abwehr essentielle Starlink-System runterfahren.

Immer deutlicher wird neben seiner kaum zu überbietenden Eitelkeit, dass POTUS seine Rach- und Geltungssucht wie ein Kind in der Trotzphase gegenüber Freund und Feind ohne Rücksicht auf Verluste auslebt. Nur ist er eben kein Kind und Politik kein Spielzeug! Sein Zündeln kann leicht zum Weltenbrand führen. Dass er Konflikte beginnt, aber dann zum Unheil der ganzen Welt sie nicht zuende bringt, stört ihn im Rausch seiner Allmacht nicht. Genausowenig wie ihm die ungeliebten Medien täglich eine Lüge nach der anderen nachweisen. Er wird, wenn ihn keiner bremst, neben anderen verfassungsrechtlich verbrieften Bürgerrechten auch die Pressefreiheit einschränken. That's for sure. Der mächtigste Mann der Welt - ein Psychopath?

Eher nicht! Ich habe langsam das Gefühl, dass er seine schwindende Lebenskraft im Windschatten des weltweiten Sturms der "Entrüstung" (?!) taktisch nutzt, um die wirtschaftliche Unantastbarkeit seines Clans über seinen Tod hinaus zu sichern. Welche Schürfrechte hat ihm Putin nicht nur im russischen Riesenreich und  zu Lasten des Wiederaufbaus der derart verratenen Ukraine nach ihrer Unterwerfung versprochen? Auch Stalin hat ja einst die Ukraine vor den Augen der Welt verhungern lassen.

Schon jetzt ist Trump dere US-Präsident, der in seinen Amtszeiten soviel Vermögen hinzu gewonnen hat wie kein Amtsträger vor ihm. Das Magazin Forbes hat den bisherigen Zugewinn aus seiner zweiten Amtszeit von 2,3 auf 6 Milliarden geschätzt. Die mittlerweile völlig unübersichtliche Situation in Venezuela sichert einem Firmen-Konglomerat, an dem sein Clan vermutlich auch beteiligt ist, langfristige Förderrechte. Schwiegersohn Kutschner hat die Albanische Regierung derart in der Tasche, dass sie sein "Flamingo"-Luxusresort nun unumstößlich und gegen alle Bedenken der Umweltschützer genehmigt hat. Und der der Korruption angeklagte Freund Netanjahu wird dem Trump-Clan schon Claims für den Wiederaufbau von Gaza abgesteckt haben, sobald es - wie immer geplant - erstmal gänzlich in israelischem Besitz ist. - Wie das beim teils zwangsbesiedelte Westjordanland - ohne, dass die Welt aufschreit auch bald der Fall sein wird. Von wegen "Zweistaatenlösung"!

Das alles könnte die Welt noch verkraften, wenn nicht Putin mehr im Sinne hätte "als " die Ukraine zu schwächen. Europa kann sich selbst dann nicht auf Trump verlassen, wenn er nach den Midterms geschwächt in die zweite Hälfte seiner Amtszeit ginge. Ist  das da schon in seinem Kalkül, dass das allein auf sich gestellte, vereingte Europa nicht im Stande wäre, sich gemäß seinen Verpflichtungen gegen Putins Landnahmen zu wehren?

Wer weiß denn schon, ob Trump, dieser "Playboy of The Western World", nicht geschwind samt Putin einen abgesprochenen "kleinen Dritten Weltkrieg" entfacht, um sich nach Franklin D. Roosevelt,  der von 1933 bis 1945  kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs regierte, ebenfalls "kriegsbedingt" und fern ab vom Getümmel der "Alten Welt" eine dritte Amtszeit zu sichern.

But you tell me
Over and over and over again, my friend
How you don't believe
We're on the eve of destruction...

Quelle: Holocaust Encyclopedia
Wer wird nach Worldwar III
noch friedlich verstrahlt zusammen sitzen
können - wie Stalin, Roosevelt und Churchill,
als sie in Jalta - dem heute besetzten
ukrainischen Badeort auf der von
Russland besetzten Krim - hofften
eine neue Weltordnung zu schaffen


Freitag, 16. Oktober 2026

Wechseljahre


Der körperliche Wandel während der Wechseljahre beginnt offenbar früher als bisher bekannt. Mehr als zehn Jahre vor der letzten Monatsblutung konnten in einer neuen Studie hormonelle Veränderungen gezeigt werden. 
Nach der Menopause selbst folgen dann rasche, umfassende körperliche Veränderungen. Das berichtet die Fachzeitschrift Nature Medicine von einer gerade veröffentlichten Studie. 
https://www.tagesschau.de/wissen/gesundheit/menopause-koerper-veraenderungen-100.html 

Wieder im Hör- und Seh-Bereich politischer Spielchen in Deutschland angelangt, las ich heute diesen Text, der natürlich aus einem anderen Zusammenhang stammt. Aber durch das Phrasendreschen der parlamentarischen Aussprache zur Regierungserklärung von Kanzler Merz reagierte mein empfindliches Hirn wie von selbst mit diesem bizarren Bezug:

Was, wenn die Wechseljahre der Bundesrepublik Deutschland tatsächlich auch schon viel früher begonnen hätten? Dann erfolgte ja die  Menopause  vielleicht schon zur Regentschaft Angela Merkels, und das hormonell überstrapazierte Rot der Sozen in der GROKO hätte dazu geführt, dass die wirklichen politischen Mestruationsbeschwerden folgerichtig mit der "Ampel" begonnen hätten. Auch grüngelb vermischte Herzblut-Tropfen werden - wenn sie trocknen - eben von Natur aus braun. Weil jetzt Schwarz die Koalition dominiert, könnte sich bald der letzte Rest Lebenssaft unserer Demokratie beim Versickern sogar noch schneller dunkelbraun verfärben, als vielen von uns recht ist.

Quelle: Zeitgeschichte online
Nach nur 100 Tagen im Amt traten
schon die "Stahlhelme"
** aus dem Schatten
der Demokratie

Ihr - liebe Leserinnen - findet dies Ableitung vielleicht unappetitlich und frauenfeindlich. Aber so könnt auch ihr meine Wut über die, aktuelle Politik nach den Wahlen in Sachsen-Anhalt und "Meck-Pomm" besser nachvollziehen.
Da hauen sich im Bundestag die Fraktionsspitzen die ausgeleierten Merksätze zur Rettung der Demokratie um die Ohren, während der AfD-Parlamentspräsident in Magdeburg zulässt, dass seine Partei mit Unterstützung des BSW (Den Namen der ansonsten hoffentlich endlich obsoleten Partei möchte ich gar nicht mehr ausschreiben!) den Antrag auf Waffenlieferungs-Stopp für die Ukraine durchbrachte.

Quelle: Stern
Die Wahl zum Parlamentspräsiedenten
- nur der Auftakt zur Machtübernahme?

Zwar ist so ein Antrag ein reiner Papierträger, aber wenn man sich die sardonisch grinsenden (risus sardonicus)*  Gesichter der ersten AfD-Fraktionsreihe anschaute, kann man schon erahnen, wie dieses Bundesland regiert wird, wenn das enge  Stimmverhältnis im dritten Wahlgang auch noch einen Ministerpräsidenten durchbringt. Ähnlich begann ja in Weimar "der Untergang".

Ach Oskar! Hättest Du vielleicht während ihrer Menopause Deine Frau nachsichtiger umsorgen müssen???

*https://www.google.com/search?q=was+ist+ein+sardonisches+l%C3%A4cheln&oq=was+ist+ein+sardonis&gs_lcrp=EgZjaHJvbWUqBwgAEAAYgAQyBwgAEAAYgAQyBggBEEUYOTIHCAIQABjvBTIKCAMQABiABBiiBDIKCAQQABiABBiiBDIHCAUQABjvBdIBCDgyMDVqMGo3qAIAsAIA&sourceid=chrome&source=chrome.ob&ie=UTF-8

**https://www.google.com/searchq=wer+waren+die+stahlhelme&oq=wer+waren+die+Stahl&gs_lcrp=EgZjaHJvbWUqCAgBEAAYFhgeMgYIABBFGDkyCAgBEAAYFhgeMgoIAhAAGIAEGKIEMgcIAxAAGO8FMgoIBBAAGIAEGKIEMgoIBRAAGIAEGKIE0gEJMTU0NTVqMGo3qAIAsAIA&sourceid=chrome&source=chrome.ob&ie=UTF-8

Mittwoch, 14. Oktober 2026

Gemeine Genealogie der Geschlechter

Wie kann der Mensch seiner täglichen Empörungen Herr werden, die Mächtige mit ihren  den Atem raubenden Handlungen auslösen? Vor langer Zeit - während meiner literarischen Anwandlungen, und bevor das Gendern losging - habe ich damit begonnen, zumindest Männer und Frauen in meine "gemeine Genealogie" einzuordnen. Diese ähnelt zwar der Methode, die Psychologen schüchternen Vortragenden empfehlen: Nämlich sich das Auditorium in Unterwäsche oder gar ganz nackt vorzustellen. Meine Kategorisierung hat jedoch zumindest auf  den ersten Blick nichts mit Gender-Bashing zu tun, sondern macht die vor einem Stehenden leichter verträglich.

Bevor ich also regulär beginne, meine Wut wieder mit der Steinschleuder im Glashaus auszutoben, möchte ich diese Einordnung meinen Leserinnen und Lesern - und wie Bömermann das ergänzt "allen dazwischen und darüber" - näher bringen. Ich will nämlich öfter - um mir Ausführungen über Charaktere in Zukunft zu ersparen - auf die Begriffe meiner Genealogie zurückgreifen. Damit die Texte wenn ich sie anwende, dann noch verständlich bleiben, möchte ich meine bislang geheimen Zuordnungen hier in aktueller Fassung weiter geben.
Lesebeispiel: Jens Spahn, der Ballett-Tänzer, mit Rolle rückwärts auf die Hinterbank...

Männer ordne ich also demnächst womöglich mal so ein:

1. Der Friseur
Das sind Typen, die dir um den Bart gehen, dich einseifen und pomadisiert Gerüchte wortgewandt weiter geben, beziehungsweise wenn du unachtsam etwas preisgibst, dies insgeheim an den nächsten Kunden wie einen vorgegebenen Geheimnisverrat "durchstecken". Ich ordne den Fraktionsführer der Christdemkraten, Thorsten Frei, dieser Kategorie zu.
Quelle: Facebook


Quelle: Webside Lindner
2. Der Ballett-Tänzer
Das sind echte Leisetreter. Immer auf Zehenspitzen von einem zum anderen herum eilend, treten sie selten auf ganzer Sohle fest für etwas ein. Für leicht befundene Frauen wirbeln sie, mitunter bekennend schwul, im Pas-de-deux gerne herum oder heben sie scheinbar mühelos empor. Zum Stillsitzen taugen sie wenig, wehalb sie seltener im Parlament aber umso häufiger in der Lobby zu finden sind. Der ehemalige Staatsminister im Auswärtigen Amt, Tobias Lindner von den Grünen, passte in diese Kategorie.

Quelle: Wikipedia

3. Der Teppichhändler
Welcher meiner Moves legt meine Konkurrenz aufs Kreuz? Welches Dekret bringt mir den höchsten persönlichen Gewinn? Wem verkaufe ich - selbst meinen meinen besten Freunden - was zu meinem größtmöglichen Vorteil. Und wem jubel ich alte Muster als gerade von mir gefunden und erfunden unter? Was schert mich das Gesetz der anderen! Ich bin immer der Erste, der Größte, der Beste. Vor allem aber dann, wenn ich meine "fliegenden Teppiche" in aller Welt vertreiben kann! Der mächtigste Vertreter in dieser Kategorie - wen wundert es - ist natürlich POTUS Donald Trump.

Quelle: Dreamstime

4. Echte Männer
Doch! Sie weinen, schämen sich aber ihrer Tränen nicht. Sie stellen die Sache stets vor ihr Ego. Sie stehen wieder auf, wenn Unrecht sie zu Boden drückt, aber sie opfern ihr Leben nicht! Sie sind lieber stille als gefeierte Helden. Denn ihre Beharrlichkeit ist das Elixier fürs Überdauern. Nach Marcel Reich-Rancki, dem Literaten und Kritiker, ist jedoch ein echter Mann erst dann erwachsen, wenn er begriffen hat, dass er nicht mit jeder Frau schlafen kann, die bei ihm Begierde erweckt. Unter all den beeindruckenden Männern, die ich erleben oder gar treffen durfte, fallen mir spontan vor allem Nelson Mandela und Richard von Weizsäcker ein.

Quelle: FOCUSonline













Das Gendern verlangte wohl von mir, dass ich äquivalent die Männer-Kategorie auf die Frauen ummünzte. Aber dann müsste ich meine damaligen Ideen komplett verwerfen. Auch weil die "Friseuse" mittlerweile zu so einem Klischee-Begriff geworden ist. Kaum noch jemand wird auch mit der historischen "Spionin" Mata Hari (https://de.wikipedia.org/wiki/Mata_Hari) und nur wenige mit Indira Gandhi etwas anfangen können. Beide betitelten vor Jahrzehnten meine Kategorien.  Alice Schwarzer hätte in diesem Zusammenhang eine eigene Sparte haben können, wäre sie nicht immer so verbiestert.

Deshalb ordne ich Frauen neuerdings so ein:


1. Die Influencerin
Sie erhebt Dinge, die die Welt gerade jetzt bestimmt nicht braucht, mit ihrer alleinigen Kompetenz zu einer allwissenden Wichtigkeit. Dabei geht es ihr noch nicht einmal darum, Fachlichkeit zu vermitteln, sondern eher, ihrem Narzissmus zu frönen. Sie plappert so dahin. Aber wehe, sie begegnet dem dereinst im Netz wieder! Das WWW at least forget!. Dann ist es zu spät. Es gibt von denen zu viele Überflüssige im kurzzeitigen Überfluss, dass es eigentlich unfair ist, Shirin David allein als typisches Besipiel abzubilden. Aber sie rappt wenigstens ganz nett. 

Quelle: Stern
Ich halte übrigens die öffentlichrechtlichen Influencerinnen von Caren Miosga bis hin zu Maybrit Illner für weitaus gefährlicher. Vielleicht gibt es ja zum männlichen Pendant für diese bald ja auch eine extra Kategorie und so einen aktuellen Hit wie den von Teddy Swims? Ambivalenter Titel: Missis Know It All!


Quelle: Bundestag
2. Die Schmetterlings-Frau 
Sie startet als Puppe und steigt mit schönem Flügelschlag zu immensen Höhen auf. In denen wird sie oft von männlichen Kollegen damit verunglimpft, ihre Höhenflüge allein der Besetzungscouch oder ihrem Aussehen zu verdanken. Gut, dass da die These, ein Schmetterlings-Flügelschlag hier, könne andernorts einen Orkan auslösen, eine Fehlinterpretation ist. Wenn Schönheit, Eloquenz und Fortune zusammen kommen, könnte das alleredings auch politisch bald mal zu einem "Wind of Change" führen. Schade, dass Annalena Baerbocks Amtszeit bei der UNO auf ein Jahr beschränkt war.


3. Die Primaballerina
Quelle: Spiegel
Bei ihr ergeben sich durchaus im Verhalten Parallelen zu meiner Kategorie 2 der Männer-Genealogie. Aber ihr kommt nicht selten im Alter die Quote zugute. Die Posen und die kunstvollen Pausen zum Atemholen bleiben ihr aber auch dann erhalten, wenn sie trotz akademischer Weihen womöglich weiter zu den Grenzen ihrer Kompetenz pirourettiert. Die öffentliche Hörigkeit hat eben mehr Einfluss als eine "Lesung" im größten Hörsaal der Uni. Und Erben leben  als Wähler eben länger als ihre Erblasser.  Sie könnte einem als echtes Beispiel für eine Primaballerina schon leid tun, die arme Katherina Reiche. Tänzerinnen sind selten auch rhetorisch begabt.

Quelle: Cantara.de
Mutter Courage in Gaza

4. Die Marketenderin
Nicht durch Zufall war "Mutter Courage und ihre Kinder" nach der "Dreigroschenoper" das erfolgreichste Schauspiel von Berthold Brecht und machte Therese Giehse und Helene Weigel über den deutschsprachigen Raum hinaus zu Bühnen-Stars. Darin wird die Marketenderin, die im 30jährigen Krieg mit ihrem Wagen hinter der marodierenden Landsknechten herzieht, zum Sinnbild der Ur-Mutter, die sich resolut allen Herausforderungen stellt, um den Ihren das Übeleben zu ermöglichen. Emanzipation hin oder Gendern her: Heimlich wünscht sich wohl jeder Mann tiefenpsychologisch nicht nur in den Schoß der Mutter zurück, sondern träumt sein Leben lang auch von der von ihr  einst bereiteten, schützenden Geborgenheit.  Doch diesen Typus der Marketenderin kann und dürfte es in der heutigen Zeit eigentlich nicht mehr geben. Einer Zeit, in der es mächtigen Männern gefällt, Soldat*innen in Kriege zu schicken, die allein dazu dienen, ihren irrwirtzigen Herrschaftsansprüchen zu frönen. 
Mir fällt keine "echtere Frau" ein, als die eine von Millionen, der es gerade gelingt, zwischen all den Trümmern kaltherziger Verwüstung ihrer geschundenen Familie das Über
leben zu sichern.
Quelle: FAZ
Mütter mit Courage zwischen den Linien
der Kriegsparteien im Sudan













Quelle: planetwissen
Am Ende des Zweiten Weltkriegs
waren die couragierten Mütter
auf der Flucht, meist ohne ihre Männe
auf sich gestellt, dem Schicksal gefeit..
Ist es in Europa  auch bald wieder so weit?




Freitag, 25. September 2026

In Memoriam Michael Pfeffer

 

Quelle: www.merkur.de
In den Anfängen als Schreiberling wurde ich oft mit Nachrufen betraut. Angeblich, weil ich sie so einfühlsam schrieb. In Wahrheit drückten sich die Kollegen meist um die geziemenden letzten Worte. Bei  allen, die ich schrieb, fällt mir der heutige besonders schwer, denn er betrifft den ZDF-Sporteporter Michael Pfeffer.
Bis zu seiner Pensionierung nach den Olypischen Spielen von 2024 in Paris, war er Jahrzehnte  lang einem Millionenpublikum als die kompetente Kommentatoren-Stimme für die Tour de France und spektakulären Skirennen bekaannt. Kaum bekannt ist, dass er seine journalistische Laufbahn bei mir begonnen hat, weshalb mich diese Pflicht besonders schmerzt. Wer schreibt schon gerne über einen Schützling, der vor einem stirbt.

Michael Pfeffer war prädestiniert für beide Zeitschriften, die ich in den 1980ern verantwortete. Seine Vielsprachigkeit und seine Neugier auf Menschen verhalfen ihm bald schon zu Reportagen für TRAVELLER's World, und seine ehemalige Zugehörigkeit zur alpinen Deutschen Studenten-Skinationalmannschaft machten ihn zum idealen Kandidaten für unser Testmannschaft bei der Zeitschrift "Ski".
Ich habe ihn heimlich "Sergant Pepper" nach dem Beatles-Album genannt, weil er da schon eine strikte Erscheinung mit klaren Zielen war. Als er auf Anhieb für den ZDF-Reporter-Nachwuchs ausgewählt wurde, war klar, dass ich ihn nicht halten konnte. Was ich auch gar nicht erst versuchte. Er ist einer der wenigen jungen Menschen, die ich ausbilden durfte, bei denen die Verweildauer leider nicht zum Duzen gereicht hat.

Etwas hat er jedoch von uns mitgenommen: Seine Liebe zu Brasilien, die in ihm nach einer Reportage entbrannte. Er heiratete entsprechend eine Brasilianerin und kaufte sich eine Wohnung in Rio.
Dem Vernehmen nach verstarb er vergangene Woche vor einem der berühmten Strände, beim Schwimmen. Er wurde 67 Jahre alt.

Mittwoch, 8. Juli 2026

Ein Halt der nachhallt

Wir sind heil angekommen. Das zählt! Früher - seit wir nicht mehr an einem Stück durchbrausen - haben wir die erste Etappe länger gewählt, damit wir nach der zweiten schon am Meer zu Mittag essen konnten.

Auf unserer Route über den Bernardino ist die Schweiz leider immer das teure Muss. Umso mehr hat es uns immer überrascht, wie unterschiedlich die Schweizer Gastfreundschaft ausfällt. Ausgerechnet in Luxus-Hotels wurden wir wegen des Buchungsservice, den wir benutzen, oft als Gäste zweiter Klasse behandelt und auch gern ums Frühstück betrogen. In Appartements sparte man auch am persönlichen Service durch das komplizierte Schlüsselbox-System.

Für diese Anreise suchte ich wegen des späten Termins zunächst wie immer zwischen Bellinzona und Chiasso, sah aber bei Altbewährtem - wohl wegen des Ferienbeginns - Preise, die ich mir bei bereits gemachten Erfahrungen einfach nicht mehr leisten wollte. Außerdem - wegen unserer Auto-Situation wollte ich meiner Frau keine allzu lange Fahrt zumuten. Was gibt's denn genau auf der Hälfte der Distanz zwischen München und Ligurien?

Da traute ich meinen Augen nicht: Im italienischen Winkel von Graubünden, am Ufer des Ticino stieß ich im Netz auf ein Hotel unter Indischem Management, zu dem ein Indisches Restaurant namens Jaipur gehört.

Mir schoss sofort das kürzlich abschlägig beschiedene Referendum um die Deckelung der helvetischen Einwohnerzahl durch den Kopf. Die ultrarechten Eidgenossen wollten ja derart gegen die ihrer Meinung nach zu hohe Migration vorgehen. Ist es in so einem angeheizten Klima sinnvoll,  Indien in der Schweiz aufzusuchen?

Aber es gab ja in meiner Erinnerung andererseits noch die Reise mit Heinrich Harrer nach Ladakh, auf der ich den damals zweithöchsten Rinpoche nach dem Dalai Lama bei seiner Erhöhung fotografieren durfte. Der hatte uns bei einer Audienz erzählt, wie fabelhaft die Schweiz 1961 den Vertriebenen des Chinesischen Überfalls auf Tibet geholfen hatte. Und noch heute birgt sie weltweit eine der größten tibetischen Exilgemeinden und mit Sicherheit deren größte Diaspora in Europa. Noch immer leben bis zu 8000 Tibeter in der Schweiz, die im Laufe der Zeit nicht dem Dalai Lama ins Exil nach Dharamsala in Nordindien gefolgt sind. Wenn sich ein Inder in dem kleinen, mittelalterlichen Dorf Grono so wohlfühlt, dass er dort ein Hotel betreibt, muss dieses schon etwas besonderes sein.

Wohl einige dutzend Male sind wir schon auf der anderen Seite an Grono vorbei gerast, ohne überhaupt von seiner Existenz zu wissen. Weil die Fürsorglichste aller meiner Ehefrauen mit ihrem neuen, noch nicht so vertrauten, fahrbaren Untersatz viel schneller unterwegs war, als erwartet, standen wir am frühen Nachmittag vor verschlossenen Türen. Unter dem indischen Zierrat an der Hausfront fand sich keine Klingel. Unser Klopfen bei Gluthitze hallte in Totenstille wider. Wir wussten ja noch nicht - wie Stammgäste - dass die dreistündige Mittagspause für Wirt und Personal eine Art heiliges Ritual ist.

Dass unser ungeduldiges Klopfen auf geheimen Wegen an das ruhend Ohr des Wirts gelangt ist, tat dessen Freundlichkeit aber keinen Abbruch. Er schleppte unser Übernachtungs-Gepäck in den ersten Stock, zeigte uns alles und führte uns dann in den Privatgarten, wo er uns an einem Tisch im Schatten einen eiskalten Weißwein und Grano Padano hinstellte, um auf dem Absatz kehrt in die Pause zu machen.

Vom mitteilsamen indischen Koch, der mit seiner traditionell anmutenden Frau in einem anderen Winkel des Gartens Siesta und Video-Chats in Urdu mit der Heimat machen wollte, erfuhren wir alles, was es zu unserer Bleibe zu wissen gab in fließendem Deutsch. Er hatte zuvor 16 Jahre in Berlin gekocht. Und weil wir ja in seinem Garten tranken, schaute auch der Eigentümer von Haus und Grund in Badekleidung mal bei dem komischen deutschen Paar vorbei. Der korpulent gemütliche Graubündener in unserem Alter begann gleich damit Sprachliches und Historisches zu ergänzen. Demzufolge verdankte das Hotel seinen unindischen, ladinischen Namen dem Fall des Baches Calanca in den Berg-Schrofen hoch über uns: "Calancasca" eben.

Khanna@albergocalancasca.ch

Die totale Ruhe von Grono ließ uns den frühzeitigen Weingenuss entspannt wegschlafen. Gerade noch rechtzeitig mit großem Hunger erlebten wir dann in den Abendstunden, wie das Dorf sich in eine lebhafte Nachbarschaft verwandelte, in der anscheinend jeder jeden kennt, grüßt und auch gleich auch ein paar Worte wechselt. Auch mit den deutlich als solchen zu erkennenden deutschen Touristen. Grüezi, Ciao, Buona Sera!

Das viergängige indische Menü mit dem Hauptgang Chicken Tandoori war absolut authentisch und schmeckte auch meiner Frau, die vorher ehr skeptisch war, überragend.

Alle Fotos: Claus Deutelmoser
Amuse Gueuile

Baked Onions
Diese Kombination aus Familiärem mit dem Kulinarischem tröstet insgesamt darüber hinweg, dass die preiswerten, sauberen, geräumigen Zimmer (mit Dusche aber ohne Toilette) nicht high end Luxus sind. Für uns war die Übernachtung in Grono jedenfalls ein Halt, der noch lange nachhallt. 
Chicken Tandoori

Naan mit Knoblauch und Koriander



Und zum Nachtisch ein kurzer
Verdauungsspaziergang durchs
malerische Grono









Ab heute geht es auf meinem Blog
"Briefe von der Burg" weiter.

Montag, 29. Juni 2026

Weshalb sich die "Briefe" verspäten

 Ich hätte ja nicht gedacht, dass meine "Briefe von der Burg" wegen der Verspätung so eine Sehnsucht nach den "Italienischen Momenten" auslösen. Obwohl ich seit dem letzten Oktober keine Zeile mehr aus Ligurien gepostet habe, sinken die monatlichen Zugriffszahlen seit April nicht mehr unter die 7000er-Marke. Ich verspreche, das Warten hat bald ein Ende.
Die fürsorglichste aller meiner Ehefrauen hat einen neuen fahrbaren Untersatz, und mein schlauer Sohn hat mir gestern einen stylischen Laptop vorbeigebracht: besseres Betriebssystem, schneller (als ob ich das in meinem Alter noch bräuchte), aber noch ein bisschen gewöhnungsbedürftig von der Tastatur, dafür kann ich alle Programm per Fingerabdruck aktivieren. Was habe ich mit dem alten in einem Jahrzehnt nur alles an Entwicklung bei den Computern und ihrer Software verpasst!

Jetzt beginnt wieder die Abnabelung vom Glashaus, in dem wir im zurück liegenden Dreivierteljahr von extremer Kälte bis zur Rekord-Hitze der letzten Woche alles besser überstanden haben als unser guter, alter Planet Erde, der von menschlichem Wahn und seismischen Extremen sowie kriegerischen Unmenschlichkeiten derart erschüttert wurde.
Fast könnte uns das schlechte Gewissen packen, dass wir immer noch derart unbeschadet zwischen unseren zwei privaten Welten hin und her reisen können. Aber Anflüge sind im Moment überwunden, in dem wir nach dem Lärm hier wegen aller offener Fenster, die Ruhe der Berg-Einsamkeit und den weiten Blick über die Täler wieder genießen. Alles richtig gemacht! Und für die Hitze, die in den Valle d'Olio die gesamte Zeit nicht annähernd so groß war wie hier, sind wir ja jetzt gewappnet.


Bei 38 Grad unter vollen Segeln auf Kurs Süd

Aber weil der Aufenthalt der übrigen Familie nun doch ohne unsere Ablösung vonstatten ging, müssen wir unser Haus wohl wieder komplett hochfahren wie meinen neuen Computer.

Wenn die Vorsehung uns gnädig gestimmt ist, wird es nach der üblichen Übergangswoche die "Briefe von der Burg" erst wieder ab dem 8. Juli geben. Bleibt mir also bis dahin weiter  gewogen.

Im Schatten der Piazza mit ihren Windkreuzen
ist eigentlich jede Temperatur auszuhalten

Freitag, 26. Juni 2026

Vom Durchstecken















Schon die glücklose Ampel hatte damit so sehr zu kämpfen wie keine Regierung zuvor. Nun ist es auch für die Merz-Administration quasi Standard: Alles, was noch an Reform in Gremien oder Klausuren diskutiert wird, dringt halbgar in die Nachrichten-Kanäle. Da werden dann öffentlich selbst Bruchstücke noch von politischen Besserwissern oder Experten in Talkrunden weiter verhackstückt.

Den Vorgang, der eigentlich zu nichts nutze ist, nennt die Nachrichten-Sprache Durchstecken. Die einen sagen, das sei ein  begrüßenswerter demokatischer Prozess. Andere verweisen auf die dadurch verlangsamten Reformen, oder längst fällige Schwächen in der Legislative zu beheben. Jüngstes Beispiel die Renten-Reform.

Die Verfassung sieht ja eigentlich vor, dass Gesetzentwürfe ins Plenum eingebracht und dort so lange erörtert werden, bis sie in dritter Lesung zur Abstimmung kommen.

Jetzt könnte man meinen, das Volk brauche das Durchstecken, damit es vor Küngeleien bewahrt wird; gewissermaßen als ein außerparlamentarisches Instrument. Tatsächlich aber dient Durchstecken allein den Seilschaften der Wichtigtuer: 






Da bekommt ein Hinterbänkler auf einmal von etwas Kenntnis, was ihm ein gewisses Gefühl von Wichtigkeit gibt. Das teilt er dann gerne mit einem Journalisten, der das generelle Verbreiten von Durchgestecktem nicht nur als die Karriere fördernd sieht, sondern ummäntelt die Veröffentlichung  auch noch als basispolitischen Akt zur Rettung der Demokratie.

Das wiederum befeuert Brennpunkte, obwohl Inhalte oft nicht mal einen Hauch brenzlich sind. Was wiederum solche Leuchtfeuer der Aufklärung wie Miosga, Maischberger, Illner oder Lanz sofort veranlasst, gewichtige Talk-Partner*innen ins Studio zu rufen, damit die Fackel der Aufklärung hinaus getragen werde zu ihrem Publikum, das gar nicht mehr weiß, wie es das alles verarbeiten soll.








"Nix G'wis woaß na net", fasst dieser alte bayrische Spruch wohl die meisten dieser Schlussfolgerungen treffend zusammen!

Mittwoch, 24. Juni 2026

Hundstage einen Monat zu früh?

Foto: Magdalena Panta



 Chewy der Familien-Hund

zum Thema der Woche:
 

Hundstsge sind eine hässlich schöne Plage!

Doch seit jeher stellt sich doch die Frage,

Wie ist die Hitze auf den Hund gekommen?

Habt Ihr je einen Leidenslaut vernommen?

Wir hecheln zwar mehr bei diesem Klima,

Aber ruhen doch mehr und findens prima,

Stöckchen holend in den Teich zu springen.

Wo Herrch*innen bald nach Atem ringen.

Weil Ihr so unter Hitze leidet, denkt ihr,

Da schickt man keinen Hund vor die Tür!

Und glaubt, die Hitze heißt wegen uns so.

Ein Irrtum aus römischem Sprachgebrauch

Dem folgten die dummen Germanen auch:

Im Sternbild "Großer Hund", der Sirius, 

- Und das ist kein astronomischer Stuss -

Geht im Juli/August mit der Sonne auf.

So nahm der "Hundsstern" seinen Lauf.

Jedoch ist da kein Klima im Firmament.

Den Wandel auf Erden habt Ihr verpennt!





Montag, 22. Juni 2026

Von Eliten und elitärem Denken

 Zweifelsfrei wird die künstliche Intelligemz auch Einfluss auf die gerade so durcheinander geratene Weltordnung ausüben. Kommt ja nicht von ungefähr,  dass Trump aus Angst, ihm könnte noch  größerer Kontrollverlust bei seinen digitalen Eliten drohen, jetzt schon deren Errungenschaften mit Exportverboten belegt.

Das zeigt aber auch, dass er nicht der hellste Stern im "Starsprangled Banner" ist,", wenn er glaubt, Datentransfer überhaupt noch reglementieren zu können.

Zum Beispiel haben sich "Palantier Technologies" iher rechtslastigen Gründer Peter Thiel


und Dr. Alexander Karp seit ihrer Gründung 2003 derart mit Krakearmen im Sicherheitsbedürfnis vieler Staaten festgesaugt, dass sich Apple und Microsoft sowie der in der KI allgegenwärtige Elon Musk schon sorgen müssten, bald zu den Abgehängten zu zählen. 

Nahezu alle Größen im Social-Media-Business leiten ihre rund um den Globus eingesammelten Daten auf Rechner in den Vereinigten Staaten. Man muss davon ausgehen, dass auch die Eliten der meisten übrigen Länder sich für die Kommunikation der gängigen Dienste bedienen, weil sich ja nicht jeder die "eigene Wahrheit" schön schreiben kann, wie der POTUS mit seinem "Truth Social".

Um ihre Texte oder Programme effektiver und schlagkräftiger zu machen, bedienen sich nicht nur Politiker, sondern zunehmend auch die Wissenschaften der Künstlichen Intelligenz. Andererseits aber erkennen forschende Analytker*innen dabei alarmierend etwas, was sie als KI-Halluzinationen bezeichnen.


Was könnte die Multliplikatinon von nur haarscharf daneben liegenden Interpretationen für Auswirkungen haben? Nur mal angenommen, auch solche Halluzinationen geraten unerkannt in den grundsätzlich von KI korrelierten Datenbestand für die Downloads argloser User: Bedeutete das dann, dass diese kulminiert unf rasend schnell zu einer sukzessiven Verblödung oder zumindest entgeistgten KI führten? Ich erinnere da an das simple Schachbrett-Theorem aus den Mathebüchern der Schulzeit: Am Anfang scheint der Deal dem Sultan günstig, das Weizenkorn auf dem ersten Feld dann auf dem jeweils nächsten nur zu verdoppeln. Für die so entstehende Menge, die auf dem 64sten fällig wäre, reichten dann aber alle Weizemernten der Welt nicht mehr.

Umgesetzt auf die Vetdopplumg desaströser, digitaler Daten bei jeder weiteren gutgläubigen Nutzung käme es wohl zum Erlöschen jeglicher  elitärer Einflüsse - sowohl im Denken als auch im Lenken. Geistes-Wissenschaften müssten ohne kühne Geister auskommen. Natur-Wissenschaften kämen zu dem Ergebnis, dass die Natur sowieso nicht mehr zu retten ist.

So wäen die am Ende übrig bleibenden KI-Eliten isoliert ihrem elitären Dasein überlassen. Elite erwächst eben nur aus dem Großen und Ganzen. Bloßes, elitäres Denken aber hat ohne unabhängig Mitwirkende noch nie zu wahrhaft wehrhaften Eliten geführt.

Freitag, 19. Juni 2026

Phänomen "Bares für Rares"

Darf ich mich als Zugehöriger zu dieser Altersgruppe überhaupt über das Senioren-Fernsehen lustig machen? Vielleicht verleiht mir das ja eine Legitimation, wenn ich mich wie bei den Anonymen Alkoholkern oute.

Hallooo, ich bin der Claus, 77 Jahre alt und habe bei der Hitze nichts besseres zu tun, als bei zugezogenen Vorhängen auf allen zu "erzappenden" Kanälen


Horst Lichter mit seinem Format "Bares für Rares" zu gucken. Dabei ist es mir piepegal, ob das noch Folgen sind, die in der Pandemie aufgezeichnet wurden oder deren Aktualität an dem veränderten Bart des Moderators zu erkennen sind. Ich bin schlichtweg süchtig!

Ich könnte als Entschuldigung vorbringen, dass mein mich lange Jare begleitet habender Laptop seinen Geist aufgegeben hat, aber das wäre eine krasse Lüge.

Tatsächlich bin ich immer aufs Neue fasziniert, wie mich dieses von Warner Bros. einfach gestrickte Konzept seit mehr als einem Jahrzehnt mit nimmt.

Ich war ja selber Sammler von schönen, seltenen und kurosen Dingen, deren vergänglicher Reiz mit jedem aufwendigen Umzug verblasste. Daher glaube ich nicht, dass  die Triebfeder, mit zu machen, allein das Veräußern der wundersamen Sachen ist. Was macht es schon für einen finanziellen Sinn,  ein altes Spielzeug für 100 Euro zu verkafen, wenn die Anreise nach Köln zuzüglich möglicher Übernachtungskosten ein Vielfaches verschlingt?

Geht es nicht eher ums Sehen und gesehen Werden? Aber bestimmt auch ums Personal, das jedem durch Expertise oder Erwerb einen krassen Promistatus beschert. Wenn sie nicht gar zu echten Kultfiguren aufsteigen, wie der gespielt prolliige Waldi, dessen Erstgebote mittlerweile zu einer eogenen "Währungseinheit" geworden sind.

Was animiert mich da eigentlich, da ich doch auch genügend hätte, was bei einer Haushalts-auflösung in nicht mehr allzu weiter Entfernung im Sperrmüll landete?

Ich fänd es viel zu mühselig, mich zu bewerben und dann womöglich anzureisen:

Ich bin fasziniert  vom Wissen der Expert*innen und vom oft verblüffenden Wertschätzung der präsentierten Artifakte. Es gibt keine Sendung, aus der ich nicht für unseren eigenen Bestand etwas lernte. Aber ehrlich, was für mich die Sendung auch so interssant macht, sind  die Menschen und heraus zu finden, weche Motive sie wirklich antreben.  "Bin ich im Fernsehen?" 

Wenn das Pharisäertum ist, dann bin ich natürlich einer.

Da sitze ich im Aquarium und genieße via Glotzophon die Artenvielfalt eines eunmaligen Menschenzoos. Geht's noch!

Aber "Bares für Rares" wie einen Menschezoo zu sehen, ist immer noch respektvoller, als der Blick unserer kolonialen Vorfahren auf "ihre Eingeborenen".

Hier ein Bild aus Wikipedia:


Mittwoch, 17. Juni 2026

Parteiräson

Wieso übersehen so viele Partei-Soldaten weltweit, dass die Räson, den Leitlinien ihrer Spitzen zu folgen, Schritt für Schritt, Abstimmung um Abstimmung, die demokratische Selbstreinigung verhindert?

Gibt es wirklich nicht einen oder eine unter Trumps  republikanischen Volksvetrter*innen mit Verstand oder zumindest Gewissen, gegen das mitunter absurde Regime von POTUS aufzustehen?

Soll heißen: Ist  denen denn garnichts  mehr peilich?

Imperator und Gladiator
Martial-Arts-Fan und MAGA-Macho
Quelle:faz.net


Offenbar gibt es den Widerstand aus eigenen Reihen nur noch im Mutterland der Magna Carta, wo Premier Starmer sich derzeit in erster Linie gegen Spitzenkräfte seiner eigenen Labour-Fraktion zu Wehr setzen muss.

Auch bei uns  werden ja von der Presse Spitzenkandidat*innen schon als Verlierer gesehen, wenn sie bei der Nominierung nur um die 80 Prozent der Stimmen auf ihren Parteitagen bekommen. Dabei liefert ein nicht vorhersehbares Abstimmungsergebnis - wie vor einigen Tagen bei der FDP - viel eher ein Signal innerparteilich intakter demokratischer Verhältnisse.

Was für ein Aufschrei hingegen, wenn bei den Christlichen - natürlich von außen - ein Kanzler oder Ministerpräsident plötzlich infrage gestellt wird.

Der Wunsch der Basis nach Platzhirschen ist mittlerweile derart eingewachsen, dass regierende "Einheitsparteien", geführt von Solisten, auch bei uns selbstverständlich werden.

Das allein mit der "Brandmauer" gegen die  braune Welle begründen zu wollen, könnte sich als fataler Fehler erweisen.


Das Ergebnis der Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg könnte beruhigen. Aber das möglicherweise dicke Ende kommt ja noch im Herbst. Was, wenn die AfD im Osten aus einer der Landtagswahlen mit absoluter Mehrheit hervor ginge?

Gegen deren absolutistischen Kader-Gehorsam muss ein strategisches Konzept einer soliden demokratischen Basis her, das auch verlangen könnte über den Schatten der jeweiligen Parteiräson zu springen

Aber argumentatives Nachmachen bis hin zur Homophonie geht gar nicht!

Da muss der CSU-Eurpa-Rechtsaußen Manfred Weber schon aufpassen, dass er auf seiner selbst erzeugten Schmierseife nicht in die braune Scheiße schliddert.




Montag, 15. Juni 2026

KI konkret


Gestern las ich, dass KI durchaus ein Weg sein kann, dem Mangel an Fachkräften konkret und effektiv
zu begegnen. Die künstliche Intelligenz könne weniger qualifizierten Beschäftigten nämlich dabei helfen, anspruchsvollere Aufgaben zu bewerkstelligen. Der Schalk in meinem brüchigen Genick ließ mich diese These gleich auf die Arbeit einiger Minister im Merz-Kabinett ummünzen.

Aber dann fiel mir die US-Administration und ihr angestrebtes Export-Verbot für die KI-Programme von ANTHROPIC ein. Was ja ein massiver Eingriff in die freie Anwendung von KI bedeutete...


Ist der Zug für eine unpolitische, nur hilfreiche, KI denn schon abgefahren?

Damit ich auf meine alten Tage unter diesem Aspekt nicht gänzlich abgehängt werde, nutze ich für meine Posts ja auch schon KI zur Erklärung von Begriffen, die nicht mehr so geläufig sind. Was selbst Schüler mittlerweile zur schnelleren Bewältigung ihrer Hausaufgaben nutzen, kann ja wohl meinen Bloggs auch nicht schaden! Allerdings nutze ich KI ja nur, um mein Wissen bestätigend abzusichern. Mir ist schon klar, dass KI, der man einfach so vertraut,  auch bei Unbedarften den Weg zu gezielter Manipulation oder gefährlichem Irrglauben frei macht.

Aber was KI konkret kann, demonstrierte mir mein Sohn bei den leider vergeblichen Wiederbelebungsversuchen an meinem nach zehn Jahren treuer Dienste jüngst verstorbenen Laptop.

Schon als Student hat er die Familie mit preiswert zusammen geschraubten Computern beglückt. Aber durch seinen Job muss er heute viel mehr auf Augehöhe mit allen denkbaren Veränderungen sein, um nicht in die Digital- Diaspora zu geraten. Womit er mir gleich ein konkretes Anwendungsbeispiel für hilfreich eingesetzte KI demonstrierte, bei dem ich nur staunend daneben sitzen konnte:

In Windeseile aber auch mit Geduld nahm er das Gerät, das eben vor zehn Jahren noch "high end" war, komplett auseinander, fotografierte mit seinem Smartphone Festplatte, Akku und sonstige Serien-Nummern. Damit   forderte er dann sein KI-Programm auf, mit diesen Daten Fehler zu analysieren und gleich Reparatur-Vorschläge zu machen.


Statt das Gerät tagelang von einem Reparatur-Dienst für teures Geld doch nicht retten zu könen, hatte er im Bruchteil von Sekunden ein konkretes Urteil: Exitus!

Vermutlich ab kommenden Mittwoch hat meine nervige Textbastelei via Handy dann wohl ein Ende!