Montag, 26. Oktober 2026

Vom Horror in horrösen Zeiten

Quelle: Eli der Elefant
Nicht nur, dass die Weihnachtszeit schon kurz nach Allerheiligen beginnt. Jetzt greift die Amerikanisierung unserer Gesellschaft durch Halloween schon seit Mitte Oktober in unseren Alltag ein.
Es fängt an mit den Kürbissen, die allenthalben auf den Straßen und seit Sonntag auch hier im Glashaus vor dem Wohnzimmer-Fenster Fratzen schneidend herumkullern. Die Zusicherung meiner Frau, die Hokkaidos ergäben nächste Woche eine wunderbare Suppe, erinnerte mich an mein sommerrliches Kürbis-Desaster auf der Burg, wo ich eine neue Kreation mit dem "Langweiler" dadurch versaut habe, dass ich die kurze Garzeit samt Schale falsch eingescchätzt hatte.
Was wurde aus dem Kürbis-Matsch? Natürlich wieder eine Suppe - bei fast vierzig Grad im Schatten!

Quelle: FAZ
Medusa Klum als Maschine fürs Eigenmarketing
Gut, also das mit den Kürbissen und der anschließenden Verwertung lasse ich mir gerade noch eingehen. Aber was verleitet eigentlich schöne Menschen wie Heidi Klum und Taylor Swift dazu, sich auf ihren als Weltereignis vorab angekündigten Kult-Partys in hässliche Monster zu verwandeln? Wobei die Kaulitz-Zwillinge ja ohnehin das ganze Jahr irgendwie als Halloween-Gruselmonster herumlaufen...
Quelle: t-online

Der Horror-Hype muss befeuert werden, damit der geplagte Einzelhandel seine Untensilien des schönen Schreckens in den als Geisterbahnen dekorierten Schaufenstern als Marktbelebung an die Monster-Süchtigen loswerden kann.
In meiner Kindheit mit den amerikanischen Nachbarn, war das Herumgeistern in blutigen Bettlaken mit Sehschlitzen und Trick'r-Treet-Schreien nur einen Abend lang allein den Kids vorbehalten. Schon meinen älteren Schwestern war das peinlich. Heute scheint Halloween überwiegend ein Indoor-Erwachsenen-Ding zu sein, weil man die Kinder in den Wohnschluchten ja bei realem Schrecken längst nicht mehr allein vor die Tür schicken kann.

Klingt der Post jetzt nach Spaßbremse? Ich gönne jedem den Horro-Spaß in horrösen Zeiten. Gibt ja sonst kaum noch etawas zur Entspannung. Aber dass mein Hearts-Computer-Cardgame schon seit Samstag mich und meine fiktiven Mitspieler wieder verkleidet hat und obendrein nach meinem sommerlichen Scheitern mit Kürbis geschmückte Karten spielen lässt, nehme ich Greenfelt echt übel.






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